Wie vorhergesagt preisen ahnungslose „Experten“ die „neue“ Charta der Hamas, die nichts änderte

Elder of Ziyon, 23. März 2017

Letzten Monat berichtete ich, dass die Hamas ein neues Manifest veröffentlichen wird, das ihre antisemitische Charta nicht ersetzt, das aber eine moderatere Sprache verwendet, ohne dass die Positionen der Hamas auch nur im Geringsten zu verändern.

Ich sagte voraus, dass die Medien davon getäuscht werden und über dieses Dokument berichten würden, als sei es der Beweis einer neuen, moderaten Hamas.

Ich muss sagen, das ich von der Genauigkeit der Analyse des neuen Dokuments durch Fares Akram von Associated Press angenehm überrascht war:

Die islamisch-militante Gruppe Hamas hat ein neues politisches Programm entworfen, von dem sie hofft, dass es die Verbindungen mit dem benachbarten Ägypten und dem Westen verbessert und ein moderateres Image bietet, das helfen wird sie von der Terrorliste des Westens zu streichen.

Die international isolierte Gruppe, die seit einem Jahrzehnt im Gazastreifen herrscht, stellt sich in ihrem Manifest selbst als palästinensische Widerstandsgruppe gegen israelische Besatzung dar und lässt Verweise auf den heiligen Krieg fallen. Sie bringt zudem die Möglichkeit eines Palästinenserstaats in der Westbank, dem Gazastreifen und Ostjerusalem auf, Land, das Israel im Nahostkrieg von 1967 eroberte.

Das Dokument spielt die Verbindung zur Mutterorganisation der Hamas, der regionalen Muslimbruderschaft, herunter, die von Ägyptens Regierung als Terrororganisation bekämpft wird.

Allerdings scheint die Hamas nicht so weit gegangen zu sein, eine signifikante ideologische Veränderung vorgenommen zu haben, aus Sorge ihre Hardliner-Basis in einer Zeit zu entfremden, in der ultraislamistische Gruppen wie die Salafisten Wirkung zeigen, besonders im Gazastreifen.

Das neue Programm, das Ende des Monats öffentlich gemacht werden soll, wird den Gründungspakt der Hamas von 1988 nicht ablösen; dieser ruft zur Vernichtung Israels auf und dazu „der Usurpation Palästinas durch die Juden durch Jihad zu begegnen“.

Titel: Der Feind hat gerade geblinzelt: Warum die neue Charta der Hamas eine große Sache ist

Aber Ha’aretz fand einen idiotischen „Experten“ namens Björn Brenner, der tatsächlich ein Buch über die Hamas geschrieben hat; dieser glaubt komplett, dass das neue Manifest die Charta ablöst und daher beweist, dass die Hamas sich gemäßigt hat.

Dreißig Jahre nach ihrer Gründung ersetzt die Hamas ihre antisemitische und gewalttätige Charta durch ein umfassend revidiertes Dokument, das mehrere ihrer extremen und verweigernden Positionen modifiziert. Zwar sind mehrere dieser strategischen Veränderungen nicht völlig neu – über sie ist gelegentlich von Hamas-Führern geredet, aber später zurückgezogen oder bestritten worden – aber sie ausdrücklich in ihre Charta aufzunehmen stellt etwas ziemlich nie da gewesenes.

Brenner liegt falsch. Außer dem Ton hat sich nichts hat verändert. Die Charta wird nicht ersetzt. Der ranghohe Hamas-Führer Salah al-Bardawil sagte ausdrücklich: „Dieses neue Dokument der Organisation Hamas wird niemals als eines betrachtet werden, das eine Alternative zur Gründungscharta der Organisation ist.“

Die Hamas hat nie – nicht ein einziges Mal – dem widersprochen, was in der Charta geschrieben steht. Wenn sie sagt, dass sie einen Palästinenserstaat in den Gebieten akzeptieren wird, dann bedeutet das nicht, dass sie Israel in welchen Grenzen auch immer anerkennt, nur dass die Vernichtung Israels in stufenweise stattfinden wird. Wir haben schon früher häufig gesehen, dass leichtgläubige Westler die die Konsequenzen der Mäßigung der Hamas schlucken, aber jedes einzelne Mal, wenn man ihre Worte sorgefältig liest, wird man erkennen, dass ihre Haltung sich überhaupt nicht geändert hat, sondern nur die Gewichtung.

Lustig ist, dass 2013 der „moderate“ politische Hamas-Führer Khaled Meschaal ein Dokument veröffentlichte, das demjenigen sehr ähnlich zu sein scheint, das heute diskutiert wird. Es war ein 19-Punkte-Papier, das ich damals übersetzte. Es gestattete gewaltfreien Widerstand und behauptete, dass die Hamas nichts gegen Juden habe, so genauso wie das anstehende Manifest. Hier sind die ersten zehn Punkte:

  1. Palästina vom Fluss zum Meer und vom Norden bis zum Süden ist ein Land des palästinensischen Volks und seine Heimat und sein legitimes Recht, auf das wir nicht verzichten oder von dem wir auch nur einen Zentimeter abgeben dürfen, egal, was die Gründe und Umstände und der Druck.
  2. Palästina – ganz Palästina – ist Land islamischer und arabischer Zugehörigkeit, ein gesegnetes, heiliges Land, das einen wichtigen Platz im Herzen eines jeden Arabers und Muslim hat.
  3. Keine Anerkennung der Legitimität der Besatzung wie auch immer; das ist eine Prinzipienhaltung, politische und moralisch und daher erkennen wir die Legitimität der israelischen Besatzung Palästinas nicht an und auch nicht die Anerkennung von „Israel“ und der Legitimität seiner Anwesenheit auf jeglichem Teil Palästinas, egal, wie lange; und das wird nicht lange sein, so Gott will.
  4. Die Befreiung von Palästina ist eine nationale Pflicht; es liegt in der Verantwortung des palästinensischen Volks und der arabischen und islamischen Nation, es ist auch eine humanitäre Verantwortung in Übereinstimmung mit den Anforderungen an Wahrheit und Gerechtigkeit.
  5. Jihad und der bewaffnete Widerstand sind das Recht und die echte Methode der Befreiung Palästinas und der Wiederherstellung all seiner Rechte, natürlich zusammen mit allen Formen des politischen und diplomatischen Kampfs, darunter in den Medien, im Bereich der Öffentlichkeit und der Medien; mit der Notwendigkeit alle Energie der Nation in der Schlacht zu mobilisieren.
  6. Widerstand ist ein Mittel, kein Ziel, wenn wir einen anderen Weg ohne Blut und schmerzliche Opfer haben, um das Land zu befreien und die Besatzung zu beenden und die Wiederherstellung der Rechte, dann werden wir sie nutzen, aber die Geschichte beweist, dass es keine Möglichkeit gibt als die Besatzer zu vertreiben und das Land und die Rechte wiederherzustellen, ohne alle Formen des Widerstands zu nutzen, angeführt vom bewaffneten Widerstand.
  7. Wir bekämpfen nicht die Juden, weil sie Juden sind, sondern wir bekämpfen die zionistischen jüdischen Besatzer, die Aggressoren und wir werden jeden bekämpfen, der versucht uns anzugreifen oder sich unserer Rechte zu bemächtigen oder unser Land zu besetzen, ungeachtet der Religion oder Zugehörigkeit, Rasse oder Nationalität.
  8. Das zionistische Projekt ist ein rassistisches Projekt auf Grundlage von Mord und Terrorismus und damit ist es der Feind des palästinensischen Volks und der Nation und ist eine reale Bedrohung und eine riesige Bedrohung seiner Sicherheit und Interessen und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es eine Gefahr für die Sicherheit der menschlichen Gemeinschaft und der Interessen und Stabilität.
  9. Jerusalem ist ein islamischer und christlicher [heiliger Ort], wir dürfen ihn nicht aufgeben oder irgendeinen Teil davon preisgeben, es ist unser Recht und unser Geist, unserer Geschichte, unsere Präsenz und unserer Zukunft, die die Hauptstadt Palästinas ist und den Herzen der Araber und Muslime das Teuerste… Israel hat keine Legitimität und keinerlei Recht auf Jerusalem auch keine Legitimität oder irgendein Recht an Palästina. Und alles Handeln Israels in Jerusalem es zu verjuden und zu besiedeln und Fakten zu fälschen und Versuche Geschichte zu erfinden, sind nichtig.
  10. Die Aufrechterhaltung des Rückkehrrechts der palästinensischen Flüchtlinge und Vertriebenen aus ihren Häusern, aus denen sie hinausgeworfen wurden oder in die zurückzukehren sie gehindert wurden sowohl in den 1948 als auch den 1967 besetzten Gebieten, nach ganz Palästina; wir lehnen jeglichen Kompromiss bei diesem Recht ab. Gleichzeitig lehnen wir alle Siedlungsprojekte oder alternativen Heimatländer ab… [einige Einzelheiten dazu, wie manche den Libanon oder Jordanien oder der Sinai als alternatives Heimatland vorschlugen]

Hier gibt es nichts Moderates und es gibt nichts Moderates in dem anstehenden Manifest. Menschen, die verzweifelt versuchen die Hamas einzubinden, sind bereit sich selbst zu blenden, um zu glauben, was sie über die Hamas glauben wollen und die tatsächlichen Worte der Hamas zu ignorieren.

Natürlich sind genau diese Experten scharf darauf so zu tun, als spiegele ihr gequältes Lesen potenzieller neuer Hamas-Papiere die Realität stärker als ausdrücklich völkermörderische Äußerungen von Hamas-Führern heute.

Halten Sie Ausschau nach den anderen mutwillig blinden „Experten“ und Reportern, die pflichtbewusst vorgeben, dass dieses neue Dokument die völkermörderische Charta der Hamas ersetzt. In den nächsten zwei Wochen wird es jede Menge von ihnen geben.

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Ein Gedanke zu “Wie vorhergesagt preisen ahnungslose „Experten“ die „neue“ Charta der Hamas, die nichts änderte

  1. Der Koran ist unveränderlich. Er darf nicht einmal in andere Sprachen übersetzt werden. Deshalb gibt es kein autorisierte Übersetzung des Koran.

    Die Charta der Hamas bezieht sich in allen Artikeln auf entsprechende Passagen des Koran. Deshalb hat sie nach dem Verständnis des Islam, der Hamas, ebenfalls einen Ewigkeitswert und ist unveränderlich. Soweit mir bekannt gibt es von der Charta auch keine autorisierte Übersetzung.

    Alle anderen Behauptungen sind unzutreffend.

    Um Irritationen bei den eigenen Anhängern zu vermeiden hat der ranghohe Hamas-Führer Salah al-Bardawil ausdrücklich gesagt:

    „Dieses neue Dokument der Organisation Hamas wird niemals als eines betrachtet werden, das eine Alternative zur Gründungscharta der Organisation ist.“

    Im Klartext bedeutet das:
    Die Charta der Hamas gilt unverändert weiter.

    Herzlich, Paul

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