Mahmud Abbas alias Abu Mazen (1)

Aktuell ist die Rolle von Mahmud Abbas als Vorsitzendem der palästinensischen Autonomiebehörde. Dazu ein erster Text. Danach folgen die älteren zu seiner Person an sich und seiner Rolle als PLO-Mann und kurzzeitiger „Ministerpräsident“ Arafats.

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Palestinian Media Watch Bulletin, 19. Mai 2003 (per E-Mail)

Ein Selbstporträt von Mahmud Abbas, dem PA-Premierminister

Die Abbas-Doktrin des selektiven Terrorismus

Von Itamar Marcus

Einführung:

Amerikanische und israelische Hoffnungen, dass der palästinensische Premierminister Mahmud Abbas den palästinensischen Terrorismus bekämpfen wird, sind paradox, da die vier Terroranschläge durch palästinensischen Terroristen mit 9 getöteten Israelis am letzten Wochenende nach der Abbas-Doktrin legitim sind. Abbas hat diese Ansichten zu Terror und Gewalt in vergangenen Interviews umrissen. Diese Prinzipien schließen ein:

  1. Die Benutzung von Waffen gegen israelische Zivilisten innerhalb Israels sollte für ein Jahr eingestellt werden, weil sie derzeit nicht effektiv ist.
  2. Die Benutzung von Waffen gegen israelische Zivilisten innerhalb der umstrittenen Gebiete sollte weiter gehen.

Der Selbstmord-Terroranschlag, der gestern 7 Israelis im Viertel French Hill tötete, fand in einem Teil Jerusalems statt, den die Autonomiebehörde für sich beansprucht und daher innerhalb der legitimen Anschlagszone liegt, jedenfalls nach Abbas’ jüngsten Äußerungen auf Arabisch.

Abbas hat viele andere problematische Ansichten, die zu seinem Potential als Friedenspartner für Israel viele Fragen aufwerfen:

1 – Seine Forderung für die Ansiedlung von Millionen Arabern aus Flüchtlingslagern in Israel. Diese Araber in Israel anzusiedeln, würde Israel als jüdischen Staat zerstören.

2 – Seine Doktorarbeit über den Holocaust war ein Versuch zu leugnen, dass 6 Millionen Juden getötet wurden – gemeinsam mit den Standard-Vorwürfen der Holocaust-Leugner, dass die zionistische Bewegung die Zahlen aus Profitsucht erfand.

Die folgenden gesprochenen und schriftlichen Äußerungen von Mahmud Abbas enthüllen Aspekte seiner Weltsicht und eine Art Selbstporträt des PA-Premierministers:

Selbstporträt von Mahmud Abbas, dem PA-Premierminister

Über die Gegnerschaft zu bewaffnetem Kampf, wenn der ineffektiv ist:
“Der bewaffnete Kampf benötigt bestimmte Bedingungen und Gelegenheiten, die es für uns in Palästina nicht gibt. Wir können das, was in Palästina passiert, nicht mit dem vergleichen, was im Libanon oder Algerien geschieht. Daher sind militärische Aktivitäten unter diesen Umstanden und mit diesen Mitteln nicht untauglich. Aus diesem Grund erklären wir, dass wir keine Wahl haben, als sie [d.h. die militärischen Aktivitäten] für ein Jahr einzustellen, was aus unserer Sicht keine Unterwerfung ist, so lange, wie die Umstände nicht gleich sind.“ [A-Sharq Al Awsat, 3. März 2003] [Klar und deutlich ausgedrückt: Die Feuerpause wird dazu genutzt, die eigenen Fähigkeiten zu stärken und dann, auf Grundlage der günstigeren Verhältnisse, den Terror wieder aufzunehmen. So eindeutig formuliert der Kerl seinen Plan!]

Über seine Unterstützung von Anschlägen gegen Israelis in den umstrittenen Gebieten:
“Die Intifada muss weiter gehen, gemeinsam mit dem Recht des palästinensischen Volkes, sich zu erheben und alles zu nutzen, was es kann, um seine Existenz und sein Wesen zu schützen. Ich füge hinzu und sage, dass, wenn die Israelis in unser Land kommen und eine Siedlung errichten, dann ist es innerhalb unserer Rechte zu schützen, was unser ist… mit jedem Mittel und jeder Waffe, wenn sie in unsere Heime kommen. Das ist das Recht des Aufstands…“ [A-Sharq Al Awsat, 3. März 2003]

Über die Ineffektivität des bewaffneten Kampfes:
“Nach zweieinhalb Jahren Kampf ist das Ergebnis, dass wir an einen Punkt unter Null zurückgekehrt sind.“ [A-Sharq Al Awsat, 3. März 2003]

Über Ariel Sharon:
“Wir wissen, dass er [Sharon] gerade jetzt weder Sicherheit noch Frieden will.“ (Al-Quds, 25. Februar 2003.)

Über die palästinensische Akzeptanz der Road Map:
“Das ist das Ergebnis der Vereinbarung, die vom internationalen Quartett erzielt wurde, und wir stimmten ihr trotz unserer Vorbehalte zu… Wir würden gerne sehen, dass die Road Map offiziell übernommen wird, um ihre Umsetzung zu beginnen.“ (Al-Quds, 25. Februar 2003)

Über Israels Taktiken gegen die Road Map:
“Wenn Israel versucht Änderungen [an der Road Map] zu machen, wird es sei öffnen und dann zerstören.“ (Al-Quds, 25. Februar 2003)

Wenn Israel Arafat ausweist:
“Ich denken nicht, dass sie ein Volk finden werden, nicht einmal eine Person, die eine neue Autonomie formt.“ (Al-Quds, 25. Februar 2003)

Über seine Beziehung als Permierminister zu Arafat:
“Es ist wichtig zu betonen, dass jeglicher Schaden, der Präsident Yassir Arafat zugefügt wird, oder irgendwelche Erklärungen bezüglich der Reduzierung seiner Autorität oder seiner Entfernung, wird die Zerstörung der Behörde bedeuten.“ (Al-Quds, 25. Februar 2003)

Über die Ansiedlung von Arabern aus Flüchtlingslagern ausschließlich in Israel:
“Es ist eine Verpflichtung des Flüchtling, in sein Heime zurückzukehren und nirgendwo anders hin in seiner Heimat.“ (Al-Quds, 30 Januar 2001)

“Abu Mazen erklärte, dass die Quintessenz des palästinensischen Problems das Flüchtlingsproblem ist und dass es keine Alternative gibt zu ihrer Rückkehr in ihre Heime und ihr Eigentum, von dem sie vertrieben wurden, wie es in Resolution 194 erklärt ist.“ (Al-Ayam, 26. Januar 2001)

„Abu Mazen bezog sich auf das Rückkehrrecht der Flüchtlinge in die Heime, aus denen sie 1948 vertrieben wurden. Er erklärte, dass die PLO 5 Millionen Dokumente besitzt, die detaillierte Informationen zu den Flüchtlingen enthalten; diese Dokumente werden zur richtigen Zeit öffentlich gemacht werden… Die PLO wird keinerlei Vereinbarung unterzeichnen, die nicht die Wiederherstellung aller Rechte des palästinensischen Volkes einschließt.“ (PA-Fernsehnachrichten, 2. Februar 2000)

Über Israels Verantwortung für das Flüchtlingsproblem:
“Abu Mazen verlangt, dass die israelische Regierung eine feste Haltung einnimmt und ihre ethische und rechtliche Verantwortung für das Exil der palästinensischen Flüchtlinge zugibt.“ (Al-Ayam, 26. Januar 2001)

Über die Antwort der Palästinensischen Autonomie, wenn Hamas und Islamischer Jihad weiter Terrorakte innerhalb Israels verüben:
“Die Autonomiebehörde wird zusammentreten und entscheiden, was angemessen ist, während interner Konflikt vermieden wird, so wie wir unsere interne Einheit erhalten.“ (Al-Quds, 25. Februar 2003)

Über die Zusammenarbeit zwischen den zionistischen Führern und Nazi-Deutschland:
“Eine Partnerschaft wurde zwischen Hitlers Nazis und der Führung der zionistischen Bewegung geschaffen… [Die Zionisten gaben] jedem Rassisten der Welt, geführt von Hitler und den Nazis, die Erlaubnis, mit den Juden nach Gutdünken umzugehen, so lange sie die Immigration nach Palästina garantierten.“ („Die andere Seite: Die heimlichen Beziehungen zwischen Nazitum und der Führung der zionistischen Bewegung“ von Mahmud Abbas, 1983, Übersetzung [ins Englische] durch das Simon Wiesenthal-Zentrum.)

Darüber, dass die Juden eine Anzahl von Holocaust-Opfern aufziehen
“Mehr Opfer zu haben, bedeutet größere Rechte und stärkere Privilegien am Verhandlungstisch, um die Kriegsbeute zu teilen, als der vorbei war. Da aber der Zionismus kein Teilnehmer am Kampf war – und Opfer im Kampf beklagen konnte –, hatte er keinen anderen Ausweg, als Menschen anzubieten, unter jeglicher Bezeichnung, um die Anzahl der Opfer zu erhöhen, die dann im Moment der Abrechnung mit ihnen prahlen zu können.“
“Es scheint so, dass es das Interesse der zionistischen Bewegung … ist, die Zahl aufzublasen, damit die Gewinne um so größer sein werden. Das führte dazu, dass sie diese Zahl zu betonen, um die Solidarität der internationalen öffentlichen Meinung für den Zionismus zu gewinnen. Viele Forscher haben die Zahl von 6 Millionen diskutiert und sind zu einer erstaunlichen Schlussfolgerung gekommen – sie legten die Zahl der jüdischen Opfer bei ein paar Hundertausend fest.“

(„Die andere Seite: Die heimlichen Beziehungen zwischen Nazitum und der Führung der zionistischen Bewegung“ von Mahmud Abbas, 1983, Übersetzung [ins Englische] durch das Simon Wiesenthal-Zentrum.)

Über Zweifel an der im Holocaust getöteten Juden
“Nach dem Krieg wurde verbreitet, dass sechs Millionen Juden unter den Opfern waren und dass ein Ausrottungskrieg vor allem auf die Juden zielte… Die Wahrheit ist, dass niemand diese Zahl bestätigen oder widerlegen kann.“
“Mit anderen Worten: Es ist möglich, dass die Zahl der jüdischen Opfer sechs Millionen erreichte, aber gleichzeitig ist es möglich, dass die Zahl viel geringer ist – unter einer Million.“
(„Die andere Seite: Die heimlichen Beziehungen zwischen Nazitum und der Führung der zionistischen Bewegung“ von Mahmud Abbas, 1983, Übersetzung [ins Englische] durch das Simon Wiesenthal-Zentrum.)

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