Mahmud Abbas alias Abu Mazen (6) – Abbas: Die Terroristen sind „unsere Helden“

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch, 25. Mai 2006 (Original: Abbas: Terrorists are „our heroes“; Link finde ich nicht mehr)

Die Führer Israels blicken ängstlich auf Mahmud Abbas als potenziellen Friedenspartner, hauptsächlich wegen seiner moderaten Äußerungen auf Englisch. Seine Äußerungen auf Arabisch zeigen allerdings weiter die Bewunderung selbst der verkommensten Terroristen. Genauso lehnt Abbas Terror lediglich aus taktischen Gründen ab – nicht, weil er unmoralisch ist.

In einem Fernsehinterview dieser Woche nahm Abbas zweimal Bezug auf die Terroristen, die „Dutzende lebenslange Haftstrafen“ in israelischen Gefängnissen absitzen, als „unsere Helden“. Die Terroristen, die „Dutzende lebenslange Haftstrafen“ absitzen, sind Erzterroristen, die persönlich Dutzende Israelis töteten und für jeden Mord zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurden. Das sind die Leute, die Mahmud Abbas „unsere Helden“ nennt.

In einer Äußerung im PA-Fernsehen über die jüngsten Versuche der im Gefängnis sitzenden Terroristen Frieden zwischen der Fatah und der Hamas zu erzielen, brachte Mahmud Abbas seine Befriedigung über die „Initiative unserer Brüder, unserer gefangenen Helden“ zum Ausdruck, „die eine ähnliche Initiative [zum Dialog] vorschlugen… die Initiative beweist, dass diese Helden, die zu Dutzenden von lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt wurden, auch das Gefühl haben, dass die Heimat in Gefahr ist…“
[PA-TV, 23. Mai 2006]

Wie PMW in der Vergangenheit schon berichtet hat, hat Abbas selbst in seinen so genannten “Verurteilungen” von Terroranschlägen immer vorsichtig darauf geachtet, auf Arabisch den Terror nicht zu verurteilen, weil er böse oder unmoralisch ist. Er hat Selbstmord-Terror nur kritisiert, weil der er palästinensischen Sache schadet, wie er es nach dem Selbstmordanschlag vom Dezember 2005 tat, bei dem in Netanya fünf Menschen getötet wurden.

PMW-Kommentar:
Israelische und westliche Führer sind so emsig bemüht einen verlässlichen Friedenspartner zu finden, dass sie oft die „Lippenbekenntnisse“ der PA-Führer auf Englisch als Äußerungen wahrhaft friedlicher Absichten fehl interpretieren. Aber wie PMW über die letzten 10 Jahre berichtet hat, ist der einzige Weg, die wahre Meinung dieser Führer zu verstehen aufzupassen, was sie ihren eigenen Leuten auf Arabisch sagen. Das sind die einzigen Botschaften, die zählen.

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