Wenn etwas „genügt“, genügt es Israel noch lange nicht

Ein kleines Pessach-Special der „Guten Nachrichten aus Israel„.

Am jüdischen Passahfest singen wir das Lied Dayenu, was übersetzt „genug“ bedeutet. Dieses Lied drückt unseren Dank für jede der einzelnen Phasen des Auszugs aus Ägypten aus — und wir zeigen damit, dass jedes individuelle Ereignis auf dieser Reise in sich selbst schon genügt hätte. Die medizinischen Errungenschaften des heutigen Staates Israel jedoch zeigen ganz klar, dass sich moderne Israelis nicht damit begnügen, einfach „genug“ zu tun. Folgende Beispiele aus den vergangenen drei Monaten sind der Beweis dafür:

Israelische Wissenschaftler haben bei ihrer Suche nach Heilmitteln für todbringende Krankheiten alle Grenzen durchbrochen. Nicht nur haben drei israelische Forschungsteams entdeckt, was Krebszellen wachsen lässt, sondern sie haben vor kurzem auch eine Chemikalie gefunden, die Krebszellen zusammenbrechen lässt. Und ein Krebsmedikament von VBL Therapeutics, das sich aktuell in der Phase-III-Studie befindet, nimmt festen Tumoren die Blutversorgung und lässt sie absterben.

Wissenschaftler vom Weizmann-Institut haben die Inhibitormoleküle EGFR und PYK2 gegen den bislang unheilbaren dreifach negativen Brustkrebs eingesetzt, was diesen Tumor signifikant verkleinert hat. Und die MRI-fokussierte Ultraschallbehandlung der Firma Insightec hat mittlerweile die CE-Kennzeichnung erhalten und kann damit die bisherigen Grenzen überschreiten. Bislang wurde die Behandlung bei Tumoren und der Entfernung von Gebärmutter-Myomen eingesetzt, und jetzt auch bei der nichtinvasiven Behandlung von Prostatakrebs. Und der arabisch-israelische Professor Hossam Haick vom Technion hat seinen „Na-Nose“-Atemtest weiterentwickelt (siehe Video unten), so dass dieser nun auch bei scheinbar „Gesunden“ eine Krebserkrankung aufspüren kann.

Die Krebsbehandlung in israelischen Krankenhäusern beschränkt sich nicht nur auf Israelis. Im Sheba-Krankenhaus in Tel Hashomer sind 40% von Dr. Yoram Neumanns Onkologiepatienten palästinensisch-arabische Kinder aus dem Gazastreifen sowie den Palästinensergebieten. Tatsächlich werden 50% der Betten von palästinensisch-arabischen Kindern belegt. Zudem arbeiteten israelische und arabisch-palästinensische Forscher zusammen, um Risikofaktoren für B-Zellen-Non-Hodgkin-Lymphome in beiderlei Gemeinschaften zu identifizieren.

Dem „Nicht genug“-Gedanken folgend scheint es äußerst passend, dass das Biotechnologieunternehmen Biondvax den universellen Grippe-Impfstoff M-001 entwickelt hat. Israelische Wissenschaftler fanden, es genüge nicht, sich individuelle Grippevirenstränge vorzunehmen, sondern man wollte lieber nach einer umfassenden Lösung forschen. Eine Subvention in Höhe von 20% seitens der israelischen Regierung plus eine Privatinvestition in Höhe von 2,8 Mio. Dollar sollte Biondvax hoffentlich genügen, um eine Fabrik zu bauen, in der jedes Jahr siebenstellige Mengen an M-001-Dosen hergestellt werden, darunter auch welche für Phase-III-Studien.

Und aus jüngster Zeit gibt es noch mehr medizinische Innovationen aus Israel, die das, was üblicherweise als „normales Denken“ betrachtet würde, weit übersteigen. Beispielsweise haben Forscher am Technion-Institut bei Infektionen mit Krankenhausbakterien (MRSA) die todbringenden Bakterien neutralisiert, indem sie die einzigartigen Amyloidfibrillen angegriffen haben, die sonst zur Attacke auf das Immunsystem eingesetzt werden. Ein weiteres Beispiel: Patienten erleiden bei neurochirurgischen Eingriffen künftig keine Schäden an Hirngewebe und Rückenmark mehr, und zwar dank des biologisch abbaubaren Nanofaser-Schutzpflasters namens ArtiFascia, entwickelt von der israelischen Biotechnologiefirma Nurami Medical. Übrigens wurde Nurami von jüdischen und arabischen Universitätsabsolventen gegründet.

Als entdeckt wurde, dass Menschen mit Blutverlusttrauma an Hypothermie sterben, entwickelte das Startup QinFlow sein tragbares System namens „Warrior“, das Blut und Flüssigkeiten, die bei Transfusionen eingesetzt werden, schneller erwärmt als jedes vergleichbare System.

Wer außer Israelis wäre so weit gegangen? Einer von Insightecs Tremorpatienten war über den Gedanken ganz erstarrt, in den engen MRI-Scanner geschoben zu werden. Also verpassten ihm die Angestellten in Haifas Rambam-Krankenhaus erst eine Hypnosetherapie, und jetzt ist er sowohl vom Tremor als auch von Klaustrophobie geheilt! Oder wie wäre es mit dem PDM200-Gerät von Medasense Biometrics, das jüngst die europäische Zulassung erhielt? Dieses Gerät misst die Schmerzlevel bewusstloser Patienten, so dass die Ärzte die Schmerzen beurteilen und rechtzeitig gegensteuern können. Und da wäre noch das HyperQ-Gerät von Biological Signal Processing (BSP), das Herzprobleme aufspürt, welche ein normales EKG nicht zeigt. Selbst das israelfeindliche Venezuela hat es gekauft!

Bevor der Text zu lang wird und Sie die Geduld mit uns verlieren, begnügen wir uns mit der Erwähnung einiger weniger Startups: TPCera nutzt die Ausscheidungen parasitärer Würmer für die Behandlung von Autoimmunkrankheiten. Die von Hip-Hope entwickelten intelligenten Personen-Airbags schützen ältere Menschen vor lebensbedrohlichen Stürzen. Und nur eine israelische Firma wie Medaware hätte die „Chutzpe“ gehabt, ein Alarmsystem für Ärzte zu entwickeln, falls diese ein Rezept geschrieben haben, das das Leben des Patienten gefährden könnte.

Kürzlich retteten israelische Ärzte das Leben eines arabischen Mädchens, das mit den Eingeweiden außerhalb ihres Unterleibs zur Welt gekommen ist. Nach der Geburt setzten ihr Chirurgen vom Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus die Organe wieder ein und verschlossen die Wunde mit dem israelischen TopClosure-System.

Zu guter Letzt können israelische Ärzte am Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus nun ab dem Alter von acht Wochen nach der Empfängnis Anomalien im Fötus feststellen und korrigieren — darunter unregelmäßiger Herzschlag, Anämie, die Plazenta teilende Zwillinge, angeborene Hernien oder die Reparatur des Rückenmarks. Israelische Ärzte retten Leben, noch bevor dieses wirklich begonnen hat!

Israel versucht stets, noch mehr zu geben.

Michael Ordman schreibt einen kostenlosen und (fast) wöchentlich erscheinenden Newsletter mit guten Nachrichten rund um Israel, der hier im „Abseits vom Mainstream“-Blog auf Deutsch erscheint, übersetzt von Yvaine De Winter.
Ein durchsuchbares Archiv gibt es unter www.IsraelActive.com
Wer die guten Nachrichten auf Englisch abonnieren möchte, schreibt bitte ein E-Mail an michael.goodnewsisrael@gmail.com — auf Deutsch genügt es, dem „Abseits vom Mainstream“-Blog zu folgen.

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