Eine 1.389 Jahre alte „Phobie“?

Raymond Ibrahim, 7. April 2017 (FrontPage Magazine)

Es besteht eine direkte Korrelation zwischen westlicher Ignoranz der Geschcihte und westlicher Ignoranz der „lästigen“ Lehren des Islam. Es ist diese Verbindung, die es den Islam-Apologeten erlaubt mit so vielen Verfälschungen und glatten Lügen durchzukommen, die den Islam abschirmen sollen.

Nehmen wir Reza Aslan, CNNs ortsansässigen „Kannibalen“: Er behauptete gerade, dass „Islamophobie“ – von CAIR und anderen als „unbegründete Angst vor und Feindschaft gegenüber dem Islam“ – 2014 von ein paar „Clowns“ erschaffen wurde.

Sicherlich ist westliche Angst vor dem Islam en recht frisches Phänomen der modernen Zeit. Weil die Welt vor ein paar Jahrzehnten ein viel größerer Ort und der Islam Ozeane weit weg war, wusste der Durchschnittsamerikaner kaum etwas über Mohammeds Glauben. Die Welt ist aber kleiner geworden – weil Muslime in westlichen Gesellschaften an Zahl zugenommen haben, weil westliche Technologie es den Schwächeren möglich gemacht hat die Stärkeren zu terrorisieren und es dann (via Internet) in die Welt zu senden – so hat die westliche Welt mehr und mehr vom Islam gehört, gesehen und erfahren.

Doch Aslans Klage lautet nicht, dass die Leute dem Islam gegenüber früher ignorant waren, aber heute verständig sind. Stattdessen beschuldigt er ein Reihe Autoren und Aktivisten – die erwähnten „Clowns“ – sie würden ein bedrohliches Bild des Islam erzeugen, das wiederum die Menschen des Westens veranlasst hat eine „unbegründete Angst und Feindschaft dem Islam gegenüber“ zu entwickeln – oder mit einem Wort: „Islamophobie“.

Eine solche Behauptung baut auf eine obszöne Menge historischer Ignoranz. Fakt ist, das westliche Menschen, einschließlich einiger ihrer Koryphäen, den Islam schon von Anfang an als feindliche und gewalttätige Macht darstellten – oft mit Begriffen, die die heutigen „Islamophoben“ erröten lassen würden. Und das war nicht so, weil die Europäer „den anderen umgestalteten“, um „ihr imperialistisches Streben zu bestätigen“ (um die müde Terminologie von Edward Said zu verwenden, die so lange bestimmt hat, wie die akademische Welt westlich-muslimisches Interagieren dominierte). Stattdessen geschah diese von Anfang an, weil der Islam den „Ungläubigen“ auf dieselbe Weise behandelten, wie ISIS die Ungläubigen behandelt: grauenhaft.

Gemäß muslimischer Geschichtschreibung forderte Mohammed den römischen („byzantinischen“) Kaiser Heraclius – das symbolische Oberhaupt „des Westens“, der damals als „Christenheit“ bekannt war – sich dem Islam zu unterwerfen; als der Kaiser das ablehnte, wurde ein bösartiger Jihad gegen die westliche Welt entfesselt. Weniger als 100 Jahre später hatte der Islam mehr als zwei Drittel der Christenheit erobert und stieß tief nach Frankreich vor. Während diesen weitreichenden Eroberungen in heutigen Schulbüchern – wenn überhaupt – oft nur ein Satz gewidmet wird, machten die Chronisten, einschließlich der muslimischen, klar, dass dies umwälzende Ereignisse waren, die traumatische Auswirkungen auf den nicht eroberten Teil der Christenheit hatten und keinen geringen Anteil daran hatten, was genau Europa wurde. Ibn Khaldun formulierte es bekanntlich so, nachdem er unablässige muslimische Überfälle wegen Beute und Sklaven entlang der gesamten europäischen Mittelmeerküste während des neunten und zehnten Jahrhunderts beschrieb: „Die Christen konnten keine Planke mehr auf dem Meer treiben lassen.“ Sie gingen ins Inland vor und das dunkle Mittelalter begann.

Aber es war nicht nur das, was sie persönlich durch die Muslime erfuhren, das diese uralte „Phobie“ gegenüber dem Islam entwickelte. Schon im achten Jahrhundert hatten die heiligen Schriften und Geschichten – der Koran, die Hadithe, Sira- und Maghazi-Literatur – den christlichen Gemeinden zur Verfügung, die in seiner Nähe oder sogar unter der Autorität des Kalifats lebten. Einzig auf Grundlage dieser Primärquellen des Islam kamen Christen zu dem Schluss, dass Mohammed ein (möglicherweise von Dämonen besessener) falscher Prophet war, der sehr offensichtlich ein Bekenntnis zusammengebraut hatte, um die schlimmsten Schlechtigkeiten des Menschen – Herrschaft, Plünderung, Grausamkeit und Fleischeslust. Diese Sichtweise herrschte mehr als ein gutes Jahrtausend lang überall in Europa (und bis heute unter „Islamophoben“) vor; und sie wurde von der Tatsache verstärkt, dass Muslime immer noch, gut ein Jahrtausend später, in christliche Gebiete einmarschierten, sie plünderten und ihre Frauen und Kinder entführten. Die erste Begegnung der Vereinigten Staaten mit dem Islam – die Berberkriege des frühen 19. Jahrhunderts – war übrigens die Folge muslimischer Überfälle auf amerikanische Schiffe, um im Namen Allahs Betue und Sklaven zu bekommen.

Hier folgt eine winzige Zusammenstellung dessen, was Europäer vom Islam im Verlauf der Jahrhunderte dachten:

Theophanes, byzantinischer Chronist (gest. 818):

Er [Mohammed] lehrte die, die ihm ein Ohr gaben, dass derjenige, der den Feind erschlägt – oder vom Feind erschlagen wird – ins Paradies einzieht [s. Sure 9,111]. Und er sagte, das Paradies sei sinnlich und lustvoll – Orgien aus Essen, Trinken und Frauen. Es gebe dort auch einen Fluss aus Wein … und die Frauen seien von einer anderen Art und die Dauer des Sex sei weit ausgedehnter und sein Vergnügen andauernder [s. z.B. Suren 56,7-40; 78,31, 55,70-77]. Und lauter weiteren solchen Unsinn.

Thomas von Aquin, einer der einflussreichsten Philosophen des Christentums (gest. 1274):

Er [Mohammed] verführte die Menschen mit Versprechungen und lustvollem Vergnügen, zu dem die fleischliche Wollust uns drängt … und er gab den lustvollen Vergnügen freie Herrschaft. Nicht unerwartet gehorchten ihm in all dem die fleischeslustigen Männer. Als Beweis der Wahrheit seiner Lehre … sagte Mohammed, dass er in der Mach seiner Waffen gesandt sei – die Zeichen sind, an denen es nicht einmal Räubern und Tyrannen mangelt [d.h. sein „Beweis“, dass Allah mit ihm was, ist, dass er in der Lage war zu erobern und zu plündern] … Mohammed zwang andere mit der Gewalt seiner Waffen seine Anhänger zu werden.

Marco Polo, weltberühmter Reisender (gest. 1324):

Gemäß ihrer [der Muslime] Lehre wird, was immer anderen, die einen anderen Glauben haben, gestohlen oder von ihnen geplündert wird, ordnungsgemäß genommen wird und der Diebstahl ist kein Verbrechen; während diejenigen, die Tod oder Verletzung durch die Hand von Christen erleiden, werden als Märtyrer betrachtet. Würden sie daher nicht von den sie beherrschenden [mongolischen] Kräften unterbunden und gebändigt, würden sie viele Gewalttaten begehen. Diese Prinzipien sind allen Sarazenen gemein.

Als der mongolische Khan später die verdorbene Kriminalität von Achmath (oder Ahmed), einem seiner muslimischen Gouverneure entdeckte, schreibt Polo, dass sich des Khans

Aufmerksamkeit auf die Lehren der Sekte der Sarazenen [d.h. des Islam] richtete, die jedes Verbrechen, ja sogar Mord, rechtfertigen, wenn sie an jenen begangen werden, die nicht ihrer eigenen Religion angehören. Und da er sah, dass diese Lehre den beschuldigten Achmath und seine Söhne dazu gebracht hatte so zu handeln wie sie es ohne jedes Schuldbewusstsein taten, wurde der Khan dazu gebracht den schlimmste Ekel und Abscheu dafür zu hegen. Also zitierte er die Sarazenen herbai und verbog ihnen viele Dinge, die zu tun ihre Religion ihnen vorschrieb.

Alexis de Tocqueville, französischer politische Denker und Philosoph, am besten bekannt für „Demokratie in Amerika“ (gest. 1859):

„Ich habe den Koran mit großer Sorgfalt studiert. Ich bin durch das Studium zu der Erkenntnis gelangt, dass es im Großen und Ganzen kaum Religionen auf der Welt gegeben hat, die so tödlich waren wie jene von Mohammed. Soweit ich sehe ist sie der Hauptgrund für die Dekadenz, die heute in der muslimischen Welt so deutlich zu erkennen ist. Und obgleich der Islam weniger absurd ist als der antike Polytheismus, so muss man seine gesellschaftlichen und politischen Tendenzen meiner Ansicht nach noch mehr fürchten. Und darum halte ich den Islam für eine Rückentwicklung und nicht für einen Fortschritt im Verhältnis zum Heidentum.“

Winston Churchill, einer der Führer der alliierten Kriegsanstrengungen gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg (1965):

Wie schrecklich sind die Flüche, mit denen die Mohammedaner ihre Anhänger belegen! Neben der fanatischen Raserei, die für Menschen so gefährlich ist, wie die Tollwut bei Hunden, gibt es eine furchtbare, fatalistische Apathie. Die Folgen sind in vielen Ländern offensichtlich: unbesonnene Angewohnheiten, ein schlampiges landwirtschaftliches System, stagnierender Handel und Unsicherheit des Eigentums gibt es überall dort, wo die Anhänger des Propheten herrschen. Eine unterdrückte Sinnlichkeit nimmt dem Leben seine Anmut, seine Raffinesse und als nächstes seine Würde und seine Heiligkeit. Der Fakt, dass nach Mohammedanischem Recht jede Frau das absolute Eigentum eines Mannes ist, ob als Kind, als Ehefrau oder als Konkubine, verhindert die endgültige Abschaffung der Sklaverei, so lange, bis der islamische Glaube aufgehört hat, eine große Macht über Menschen zu haben.

Damit es nicht so erscheint, als seien diese und andere historische Anklagen des Islam einfach Produkt christlich/westlicher Fremdenfeindlichkeit, die den „anderen“ einfach nicht akzeptieren kann, sollte vermerkt werden, dass viele der westlichen Kritiker des Islam regelmäßig andere, nicht muslimische Zivilisationen priesen, ebenso wie die, die heute „moderate Muslime“ genannt werden. So rühmte Marco Polo die Brahmanen Indiens, sie seien „höchst ehrenhaft“, besäßen einen „Hass gegen Betrug oder anderen ihr Gut wegzunehmen“. Und trotz seiner Kritik an der „Sekte der Sarazenen“, also dem Islam, bezeichnete er einen anderen Muslimführer als „gerecht Regierenden“ und einen weiteren als jemanden, „der sich als sehr guter Herr erwies und dafür sorgte, dass jeder ihn liebt“.

Winston Churchill fasste die Sache wie folgt zusammen: „Einzelne Muslime mögen hervorragende Qualitäten besitzen, aber der Einfluss der Religion paralysiert die soziale Entwicklung derjenigen, die ihr folgen. Es gibt in der Welt keine rückwärtsgewandtere Kraft.“

Apologeten wie Reza Alsan können sagen, was immer sie wollen; sie können behaupten, dass der Islam auf ewig und ununterbrochen „missverstanden“ wird – und können sich auf westliche Ignoranz von deren eigenen Geschichte verlassen und damit davon kommen. Aber Angst vor und Abneigung dem Islam gegenüber ist fast 1.400 Jahre lang die Mainstram-Haltung unter Christen/Westlern gewesen – von dem Tag an, als Mohammed anfing Nichtmuslime („Ungläubige“) im Namen seines Gottes zu überfallen, auszuplündern, zu massakrieren und zu versklaven; und weil seine Anhänger, Muslime, weiterhin „Ungläubige“ überfallen, ausplündern, massakrieren und versklaven, besteht diese Angst und Abneigung des Islam – was als „Islamophobie“ bezeichnet wird – bis heute.

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