Jerusalem, Paradies für Pessah-Wanderer

The Real Jerusalem Streets, 13. April 2017

Pessah in Jerusalem (Israel).
Besucher kommen aus der ganzen Welt um
den Frühling und die Feiertage der Freiheit zu feiern,
indem sie Matzen essen und tiyulim-Trips zum Fest genießen.

Heute versammelten sich Zehntausende an der Kotel,
der Westmauer, zum Birkat Kohanim,
dem priesterlichen Segen, der den Versammelten über Lautsprecher und
einem weltweiten Publikum über Webcams zugesprochen wird.

Der Tag war warm und bewölkt
und es gab keinen Morgenregen, der die Gebete unterbrach.
Die Zwischentage des Festes
sind bei den Israelis beliebt draußen etwas zu unternehmen
und die natürliche Schönheit Israels zu erfahren.
Die Straßen sind natürlich besser,
aber der starke Feiertagsverkehr
kann eine kurze Fahrt zu einer langen machen.

Meine erste Regel für eine tiyul lautet NICHT über längere Zeit
im Verkehr festzusitzen.

Einer der Keren Kayemet, JNF-Nationalparks,
liegt außerhalb Jerusalems, bei Bet Schemesch;
er hat einen Informationsbereich direkt bei Bar Behar.

Wir zogen los, um Nahal Katlav zu erkunden.
Dieses nahal, ein ausgetrocknetes Flussbett, ist ein Zufluss des Flusses Sorek.

Der Pfad beginnt mit einer für Jeeps tauglichen Straße und guter Beschilderung,
die die verschiedenen Wege erklärt.

Oh, die Schönheit der Judäischen Berge im Frühling!

Das israelische Außenministerium nennt Israel ein „Paradies für Wanderer“.

Blickt man hinab auf die weißen, sich windenden Bahngleise,
dann kann man dem kaum widersprechen.

Von dem leichten schwarzen Pfad wechselten wir auf den blauen,

der die Berge hinab führte.

Die roten kalaniot blühen immer noch,

und die ersten Knopsen der roten Strohblumen, Dam Hamakabim,

und anderer farbenfroher Wildblumen säumten den sich windenden Pfad.

Frischer Weizen, hellgrün, wuchs neben Ackersenf.

Katlav ist ein immergrüner buschartiger Baum mit roter Rinde.
Ich konnte keine Fotos der katlav machen,

aber ich dachte, diese Bäume entlang eines Teils des Pfades seien interessant.

Uns wurde gesagt, dass unsere tiyul – Wanderung – zwei Stunden dauern würde,
aber sie dauerte viel länger.

Ich wäre nie mitgegangen, hätte ich gewusst, was für eine Herausforderung
der gewundene Pfad die Berge hinunter sein würde.
Es war leichter die Aussicht zu bewundern und
von den flachen Bereichen des Pfades aus zu fotografieren.

Nach einer Weile Wanderns und Wanderns
versicherte uns ein weiteres Schild des blauen Pfads,
dass wir uns nicht verirrt hatten.

Ah, aber nachdem wir abwärts zum nahal gegangen waren,

war die einzige Möglichkeit – außer mit dem Hubschrauber geflogen zu werden –
die ganze Strecke zur Straße wieder hinaufzuklettern.

Wir sahen hunderte Familien,
die auf ihrer Pessah-tiyul draußen waren,
die meisten von ihnen nutzten leichtere Pfade.

Tausende weitere Familien füllten andere Bereiche des Parks
von Nord bis Süd.

Es ist ein Feiertagswunder, dass nicht mehr Menschen ernsthaft verletzt wurden.
Ich war besonders froh auf dem Weg nach Hause im Auto zu sitzen
und dass alle Eis aßen, als es anfing zu regnen
und mir die nassen, glitschigen Felsen nur vorstellen zu müssen.

Ich überlebte meine Pessah-tiyul und
die seder-Teller sind bis nächstes Jahr wieder weggepackt.

Jedes traditionelle seder endet mit

„Nächstes Jahr in Jerusaelm“.

Zeit also loszuziehen, um zu sehen, was heute sonst noch
auf den echten Straßen von Jerusalem los ist.

Immer noch bedeckt, aber es hat – noch – nicht angefangen zu regnen.

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