Märchen: Die palästinensischen Araber wollen einen friedlichen Staat an der Seite Israels

Der der Gedenktag für IDF-Soldaten und Terroropfer steht an und es hat keinen Herzenswandel gegeben

Morton A. Klein, Israel National News, 30.April 2017

Diskussionen der Situation zwischen den Arabern und Israelis sind oft nicht erleuchtend, weil so viel davon auf haltlosen Annahmen und sturen Fiktionen gründet. Die vielleicht tiefgreifendste davon, die heute die internationale politische Klasse befallen hat, ist die Vorstellung, dass palästinensische Araber in vorrangig einen eigenen Staat ersehnen, der friedlich an der Seite Israels besteht.

Einige Beispiele der letzten Jahre:

  • Dezember 2016, der damalige Außenminister John Kerry: „Umfragen bei Israelis und Palästinensern zeigen, dass es immer noch starke Unterstützung der Zweistaatenlösung gibt.“
  • Juli 2016, das Nahost-Quartett (USA. EU, UNO und Russland): „Die Mehrheit der Menschen auf beiden Seiten … geben ihrer Unterstützung für das Ziel von zwei Staaten Ausdruck, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben.“
  • Dezember 2014, Vizepräsident Joe Biden: „eine Zweistaatenlösung … die weit überwiegende Mehrheit der Israelis und Palästinenser, sie finden, das ist der richtige Weg, den man einschlagen sollte.“
  • Mai 2014, der damalige Gesandte für israelisch-palästinensische Verhandlungen, Martin Indyk: „Beständig zeigen Umfragen auf beiden Seiten im Verlauf des letzten Jahrzehnts, dass die Mehrheit die Zweistaatenlösung unterstützt.“

Das sind nur jüngere Beispiele. Geht man ein Jahrzehnt zurück und man kann leicht im Grund identische Zitate von Präsident George W. Bush, des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, des britischen Premierministers Tony Blair, UNO-Generalsekretär Ban Ki-muns und so weiter finden.

Allerdings widerspricht die Idee, dass die Palästinenser Frieden eine hohe Priorität einräumen, der Wirklichkeit. Umfragen bei den Palästinensern erzählen uns durchgängig eine gegenteilige Geschichte.

Zum Beispiel stellte eine Umfrage im Juni 2016, durchgeführt vom Israel Democracy Institute und dem Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR), fest, dass 58% der Palästinenser der Westbank gegen einen Palästinenserstaat sind, wenn dazu die gegenseitige Anerkennung zwischen Israel und dem vorgesehenen Palästinenser sowie ein Ende der Ansprüche gehört.

Eine weitere Umfrage des Palestine Center for Public Opinion vom Juni 2015 stellte fest, dass kurzfristig (die nächsten 5 Jahre) 49% der Palästinenser „die Rückforderung des gesamten historischen Palästina vom Fluss bis um Meer“ unterstützen, während nur 22% „eine Zweistaatenlösung“ als das „nationale Hauptziel der Palästinenser“ befürworten.

Tatsächlich wies Daniel Polisar vom Shalem College in Jerusalem in einer aktuellen Untersuchung buchstäblich hunderter palästinensischer Meinungsumfragen nach, dass die Palästinenser die palästinensische Eigenstaatlichkeit an der Seite Israels durchschnittlich mit einer Mehrheit von 3 zu 1 ablehnen.

Es braucht nur einen Augenblick der Überprüfung der palästinensischen Szene, um zu erkennen, dass die Idee friedlicher Eigenstaatlichekit und Akzeptierung Israels, die eine Grundvoraussetzung sein müsste, erst noch entstehen muss.

Im vergangenen Monate schloss sich das Fernsehen der PA der Familie des inhaftierten Terroristen As’ad Zo’rob an, der einen Israeli ermordete, der ihn in seinem Auto mitnahm; dieser wurde als „heldenhafter Gefangener“ und eine Quelle für „Stolz für … ganz Palästina“ gepriesen.

Zudem bestätigte Muhammad Schtayyeh, Mitglied des Fatah-Zentralkomitess und Kommissar für Finanzen und Wirtschaft, erneut, dass die Fatah, die Partei von Mahmud Abbas, die die PA kontrolliert, „Israel nicht anerkennt. Das Thema der Anerkennung Israels ist in keiner der Konferenzen der Fatah aufgebracht worden.“

Die PA ist immerhin ein Regime, das Schulen, Straßen, Sportmannschaften und Jugendlager zu Ehren von Selbstmordbombern benennt, inhaftierten Terroristen Gehälter und den Familien von toten Terroristen Renten zahlt. Sie streitet auch regelmäßig ab, dass Juden irgendeine Verbindung zu Jerusalem oder dem Land haben. Als UNO-Generalsekretär António Guterres im Februar richtigerweise äußerte, die biblischen Tempel der Juden standen auf Jerusalems Tempelberg, rügten ihn PA-Offizielle und –Publizisten öffentlich dafür.

Wie kann dann der Mythos des palästinensischen Wunsches nach friedlicher Eigenstaatlichkeit und Anerkennung Israels bestehen bleiben?

Wie so oft legte George Orwell seinen Finger auf das Problem, schon 1940, als er schrieb: „Herr Hitler hat den Irrtum der hedonistischen Einstellung zum Leben begriffen. Fast alles westliches Denken seit dem letzten Krieg, natürlich alles ‚progressive‘ Denken, hat stillschweigend angenommen, dass Menschen nichts anderes ersehnen als Bequemlichkeit, Sicherheit und die Vermeidung von Schmerz. Hitler weiß … dass Menschen nicht nur Bequemlichkeit, Sicherheit, kurze Arbeitszeiten, Hygiene, Geburtenkontrolle und allgemein gesunden Menschenverstand wollen; sie wollen auch, wenigstens zeitweilig, Kampf und Selbstopfer“ [Hervorhebung hinzugefügt].

Denken Sie einmal im Gegensatz zu Orwells exakter Analyse an George W. Bush, wie er behauptete: „Ein unabhängiger, lebensfähiger, demokratischer und friedlicher Palästinenserstaat ist … der Traum der Palästinenser“. Oder dass der propalästinensische Aktivist Peter Tatchell von den Grünen behauptete, die Palästinenser „wollen im Herzen genau dasselbe wie die Israelis. Sie wollen Frieden, Sicherheit, Gleichberechtigung, Arbeit, Unterkunft, medizinische Versorgung“; oder Präsident Obamas CIA-Chef John O. Brennen, der behauptete: „Es gibt gewisse Sehnsüchte, die wir alle teilen – Bildung zu bekommen, unsere Familien versorgen zu können, unseren Glauben frei ausüben zu können, in Frieden und Sicherheit zu leben“ – dann fühlt man das Nichtbegreifen und die Achtlosigkeit, echt oder gewollt, die Analysten dieses Problems auf allen Ebenen befällt.

Bis man sich den Fakten stellt, sollte man nicht erwarten wieder öffentliche Diskussion des Themas zu bekommen. Präsident Trump betrat also Neuland, als der öffentlich auf den „gewaltigen Hass“ hinwies, der der palästinensischen Jugend eingeimpft wird sowie die Nichtakzeptanz Israels, die sich ändern müsste, bevor Frieden möglich wird. Insofern hat er recht. Das „ultimative Ziel“, das Frieden bringt, wird einen Herzenswandel und eine Richtungsänderung in der palästinensischen Gesellschaft abwarten müssen.

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