69 Jahre jung

Trotz seiner phänomenalen Erfolge ist der moderne jüdische Staat immer noch relativ jung. Seine Perspektiven hängen vor allem davon ab, ob die nächste Generation von Israelis den Errungenschaften ihrer Vorgänger gleichkommen oder auf ihnen aufbauen kann. Davon ausgehend, was unsere Jüngsten in den vergangenen zwölf Monaten alles geschafft haben, sieht die Zukunft jedoch ausgesprochen rosig aus.

Regelmäßig siegen israelische Schüler bei internationalen Wettbewerben — dieses Jahr zwei Medaillen bei der internationalen Chemie-Olympiade im georgischen Tbilisi, vier Medaillen bei der Physik-Olympiade in Zürich und sechs Medaillen bei der Mathematik-Olympiade in Hongkong.

Eine Initiative des israelischen Bildungministeriums hatte zur Folge, dass Robotik in den Lehrplan von rund 300 israelischen Grundschulen aufgenommen wurde. Dadurch sollten diese Schulen in der Lage sein, an den Erfolg der Rothschild-HaShomron-Schule in Binyamina anzuknüpfen, welche bis ins Finale des FIRST-Robotikwettbewerbs in Shanghai kam und letzten Endes den 2. Platz von 57 teilnehmenden Ländern belegte.

Israels führende Rolle bei der Hightech-Revolution wird durch eine Reihe von Programmen gestützt, zum Beispiel durch Lehrpläne mit wissenschaftlichen und technologischen Inhalten mit besonderem Schwerpunkt auf Cybersicherheit. Die wissenschaftlich-technologischen Schulen von ORT Israel erfahren internationale Anerkennung für ihr Netzwerk aus Institutionen, welche sich auf die Vermittlung von Wissen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) spezialisieren. Technikwissen wird in Israel schon sehr früh vermittelt — Sagy Bar von der Rashi-Stiftung (eine Gruppe von Philanthropen, die Israels neues Cyberbildungszentrum verwaltet) sagte hierzu: „In der ersten Klasse lernt man Schreiben und Lesen — und danach vermitteln wir die nächste Wissensstufe, nämlich wie man programmiert.“

Die Bildungsmöglichkeiten für israelische Schulkinder sind buchstäblich „außerirdisch“. So waren israelische Schülerinnen und Schüler die einzigen weltweit, die einen Satellit für das QB50-Thermosphären-Forschungsprogramm der EU gebaut haben. Ihr Nanosatellit Duchifat-2 befindet sich gegenwärtig an Bord der Internationalen Raumstation und wird im Juni in die Erdumlaufbahn ausgebracht. Und selbst im Grundschulalter können israelische Kinder schon zu großen Bildungshöhen aufsteigen — beispielsweise schickten Schülerinnen und Schüler von der Yigal-Alon-Grundschule einen Wetterballon in 24 km Höhe und sammelten per GoPro-Kamera, Flugdatenschreiber, Lokalisator und Radiosender Bilder und Flugdaten. Und damit nicht genug — letztes Jahr lief das Ramon-Weltraumlabor-Programm als Pilotversuch an zwölf israelischen Realschulen. Das Programm hatte großen Erfolg, und dieses Jahr nahmen schon 100 weitere Schulen daran teil.

Bildungserfolge bleiben in Israel nicht nur auf die jüdische Bevölkerung beschränkt. Zum zweiten Mal in Folge erreichte die drusische Stadt Beit Jann in Galiläa zum zweiten Mal in Folge die höchste Quote von Studenten, die den Immatrikulationstest für die Hochschule bestanden haben (99%). Auf dem zweiten Platz landete das arabische Dorf Abu al-Hija in der Nähe von Karmiel. Drei Schüler der israelisch-arabischen Bustan-El-Marj-Hochschule (Teil des oben erwähnten Netzwerks von ORT Israel) kamen bei der Young-Engineers-Konferenz auf den 3. Platz. Aber der beste von allen ist Mohammed Zeidan aus der arabischen Gemeinde Kafr Manda in Nordisrael — er erzielte die vollen 800 Punkte beim israelischen PET-Test (PET steht für Psychometric Entrance Test) und will jetzt am prestigeträchtigen Technion-Institut Elektrotechnik studieren.

Für alle nicht ganz so sehr vom Glück begünstigten Kinder reservierte Israel kürzlich eine halbe Milliarde Schekel für Nachhilfe für Kinder aus benachteiligteren wirtschaftlich-sozialen Verhältnissen. Israelische Hochschulabsolventen äthiopischer Abstammung schmälern die Unterschiede im Bildungsniveau, weil sich mittlerweile 89% von ihnen den Immatrikulationstests unterziehen, verglichen mit dem Landesdurchschnitt von 94%. Auch Organisationen wie Colel Chabad unterstützen Benachteiligte — dort erhielten 100 Waisenkinder akademische Stipendien für die Schule, für Musikunterricht, für Sommerlager und Therapien, damit sie sowohl in der Schule als auch in der Gesellschaft erfolgreich sein können. Aber es gibt viele Kinder mit besonderen Bedürfnissen, und Israel ist für alle da. Nehmen wir zum Beispiel Ilanot, eine Jerusalemer Schule, die von 70 Schülern im Alter von 6 bis 21 mit körperlichen und kognitiven Behinderungen besucht wird. Die Schule hilft ihren Schülern bei der Verbesserung ihrer motorischen Funktionen und unterstützt sie, ihre Lebensqualität zu verbessern und unabhängig zu werden.

Israelische Kinder führen die Aufgabe fort, die Beziehungen unter allen Einwohnern Israels zu verbessern und Frieden mit Israels Nachbarländern zu suchen. Darunter sind auch einige der Schülerinnen und Schüler, die an der multikulturellen, multiethnischen Tabeetha-Schule in Jaffa unterrichtet werden. Und 2.300 jüdische, muslimische, beduinische und drusische Kinder von 152 israelischen Schulen kommen regelmäßig zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen.

Israel bringt jüdische Kinder aus aller Welt zusammen. Die Naale-Elite-Akademie lädt jüdische Mädchen aus aller Welt zu einem kostenlosen Hochschulimmatrikulationsprogramm für führende religiöse Bildungsinstitute in ganz Israel ein. Naale wird voll vom Staat subventioniert und vom israelischen Bildungsministerium überwacht.

Und abschließend noch eine besonders schöne Meldung: Im Jahr 2016 verortete der Family Life Index von InterNations Israel unter den 41 besten Ländern für das Großziehen von Kindern auf dem 4. Platz — nach Österreich, Finnland und Schweden. Vor kurzem wurde der Bericht für 2017 veröffentlicht, und Israel ist auf den dritten Rang aufgestiegen! Hervorragende Kinderbetreuung und Bildungsmöglichkeiten waren wesentliche Faktoren hierbei.

Israels Kinder — die Baumeister unserer Zukunft.

Michael Ordman schreibt einen kostenlosen und (fast) wöchentlich erscheinenden Newsletter mit guten Nachrichten rund um Israel, der hier im „Abseits vom Mainstream“-Blog auf Deutsch erscheint, übersetzt von Yvaine De Winter.
Ein durchsuchbares Archiv gibt es unter www.IsraelActive.com
Wer die guten Nachrichten auf Englisch abonnieren möchte, schreibt bitte ein E-Mail an michael.goodnewsisrael@gmail.com — auf Deutsch genügt es, dem „Abseits vom Mainstream“-Blog zu folgen.

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