Offizieller Fatah-Herausgeberkommentar kritisiert die USA wegen der Angriffe auf Afghanistan Israel lehnt Einführung des Rechts auf Rückkehr ab

Der englischsprachige Original-Artikel stand Mitte Oktober 2001 auf der offiziellen Fatah-Website: (http://www.fateh.net/e_editor/01/300901.htm)

Zuerst dem zionistischer Terrorismus entgegen treten

Übersetzter Originaltext Kommentar des Übersetzers
Während Palästinenser den Jahrestag der Intifada gegen den zionistischen Terrorismus für die Erreichung der Unabhängigkeit feierten, Auf der Straße, mit Schüssen, Anschlägen und auch mit einer Ausstellung in der Universität: Die Sbarro-Pizza nach dem Bombenanschlag wird nachgebaut und zur Besichtigung frei gegeben, der Täter als Märtyrer glorifiziert und alles zur Nachahmung empfohlen! Übrigens begannen die „Jahrestags-Feiern“ erst fast 3 Wochen NACH den Anschlägen in USA.
traf der Welt-Terrorismus in das Herz der USA um zwei seiner wichtigsten Symbole, das World Trade Center und das Pentagon zu zerstören. Die ganze Welt und die Palästinenser, als Opfer des zionistischen Terrors, waren vom Ausmaß der Tragödie geschockt, die die USA belasteten. Geschockt vom Ausmaß – nicht von der Tat! Das spricht Bände! Anonsten liefen tausende auf die Straßen und feierten!
Allerdings wurden unsere Gefühle der Sympathie gegenüber den Opfern und ihren Familien begleitet von einer Reihe ernster Fragen. Von den „Gefühlen der Sympathie“ war beim „einfachen Volk“ in „Palästina“ wenig bis nichts zu sehen – sie haben erst gefeiert, dann für bin Laden demonstriert und nach mehr Blut gebrüllt!
Warum wurden die USA angegriffen? Werden die USA ihre Praktiken gegenüber den Ländern der Welt überdenken? Wird die US-Regierung eine Rache-Politik gegen die ausüben, die mit ihnen nicht überein stimmten oder mit ihnen in der Zukunft nicht überein stimmen? Wird die menschliche Tragödie die Rückkehr einer menschlicheren Demokratie erlauben, die nicht Terror mit Terror bekämpft? Mit anderen Worten: Die USA sind eine wenig menschliche Kaum-Demokratie, die alles niederwalzen will, was vor ihr nicht in die Knie geht. Die USA sind eine aggressive Macht, die alle anderen unmenschlich behandelt. Terror mit Terror zu bekämpfen ist falsch (warum verüben dann die Palästinenser so viel Terror? Verzeihung, sie verüben keinen Terror, sie sind ja „Freiheitskämpfer“ und jeder Jude ist ein Terrorist und damit legitimes Ziel für einen Mordversuch! Und solche Mordversuche sind kein Terror.
Diese legitimen Bedenken sollten nicht von den heuchlerischen Positionen beiseite gefegt werden, die einige Länder einnehmen umd die USA zu beschwichtigen – einem Land, das Menschenrechte oder internationales Recht nicht respektiert. Es sponsort immer noch den zionistischen Terror gegen unser Volk und tötet Zivilisten im Irak. Hier geht die Verleumdung der USA weiter: Die USA sponsorn Terror, sind unmenschlich usw. Dazu wird behauptet, andere Länder versuchten, die USA heuchlerisch zu beschwichtigen. Das Gegenteil ist der Fall: Die USA tun alles, um selbst Terror-Staaten wie Sudan, Iran usw. in die „Koalition“ zu bringen! Wenn einer Appeasement-Politik betreibt, dann die USA, die ständig Israel zu Zurückhaltung auffordern.
Wenn ein Land dieser Welt alles getan hat, um Menschenrechte durchzusetzen, dann wohl die USA. Gleichberechtigung ist vielleicht immer noch nicht in wünschenswertem Ausmaß erreicht, aber es herrscht größere Toleranz als in fast jedem anderen Staat der Welt. Es gibt kaum ein Land, das so viel Wert auf internationales Recht legt, wie die USA, auch wenn einzelne US-Regierungen Entscheidungen treffen, die so in Europa oder an anderer Stelle nicht gebilligt werden und die manchmal sehr zweifelhaft sind. Das hat aber nichts mit internationalem Recht oder dessen Missachtung zu tun, sondern damit, gewisse politische Entscheidungen zu treffen/zu tragen oder nicht. Die grundsätzliche Freundschaft der USA mit Israel wird als Grund angeführt, dass die USA internationales Recht nicht anerkennen und Terror fördern. Kein Wort davon, dass diese Darstellung entscheidende Elemente z.B. von UN-Resolutionen ausblendet und vor allem, dass die USA diese Vorwürfe in erster Linie deshalb gemacht bekommen, weil sie das nicht tun, was die Araber ihnen vorwerfen: Unvoreingenommen eine Darstellung übernehmen, ohne darüber nachzudenken und damit eine Seite zu verteufeln. Die arabischen Protagonisten der angeblichen zionistischen Kontrolle der USA wollen die unkritische Übernahme ihrer Position durch die USA und die Europäer erreichen, um damit Israel ungehindert von Protesten oder Taten vernichten zu können.
Sharon dachte, er könne die Tragödie missbrauchen um die Intifada mit den terroristischen Angriffen gegen die USA zu verbinden. Das ist schlichtweg gelogen. Die Verbindung zwischen dem Terror in Israel und den Anschlägen in New York und Washington wurde von Arabern und ihren Lobbyisten in den USA gezogen um die Israel-Politik der USA zugunsten der Araber zu verändern, schließlich auch von bin Laden, als Rechtfertigung für die Gräuel, die er beging.
Die US-Regierung drängte ihn allerdings Zurückhaltung zu üben, um die Formierung einer internationalen Allianz gegen Terrorismus zu erlauben, die einige unerlässliche arabische und moslemische Staaten einschließt. Da ist etwas Wahres dran: Ohne die Ausgrenzung Israels aus der Koalition würden die arabischen Staaten nicht mitmachen. Und ohne die Verunglimpfung Israels durch die arabischen Staaten („Staatsterrorismus“) und den US-Druck auf Israel wäre eine wenigstens verbale Unterstützung nicht drin – aber auch diese wird an weitere Bedingungen geknüpft, die die Koalition ad absurdum führen. Powells Koalitions-Sucht lässt die USA als Hampelmann da stehen.
Viele dieser Länder distanzieren sich von dem kriminellen Akt, sie kondolierten, verdammten die Tat und drückten ihre Bereitschaft auf die USA in ihrem Kampf gegen Terrorismus zu unterstützen. Die Bedingungen, die sie dafür stellen, machen die Koalition vor vorneherein sinnlos: Es sollen keine Angriffe auf muslimische Länder erfolgen, die Aktionen der Koalition dürfen sich nicht gegen muslimische Staaten richten, die Israelis müssen von vorneherein als Terroristen definiert werden – so selbst das angeblich moderate Saudi Arabien!
Es wurde offenbar, dass die US-Regierung plante ihre Vormachtstellung der Welt als grenzenlose Tyrannei aufzudrücken, besonders nachdem sie ihre Operationen zum Kampf gegen den Terrorismus „unbeschränkte Gerechtigkeit“ nannte. Dass die Amerikaner zu übertriebener Wortwahl neigen, mag man ihnen vorwerfen. Aber ausgerechnet die Leute, die die Vorrangstellung ihrer Religion betreiben und die Weltherrschaft des Islam anstreben, behaupten, die USA nähmen die Gelegenheit als Vorwand, eine Welterrschaft tyrannischer Art aufrichten zu wollen. Da schließt der Terrorist von sich auf andere!
Die US-Regierung begriff, dass Staaten, die nach dem terroristischen Angriff ihre Unterstützung zeigten, begannen ihre eigenen Interessen zu bedenken, bevor sie der Teilnahme an der Allianz gegen den Terrorismus beistimmten. Das ist es wohl: Es werden auch in dieser Sache NUR die eigenen Interessen verfolgt. Es geht nicht um Terrorismus, es geht um Interessenpolitik. Diese wird den USA immer vorgeworfen – hier wird sie als positives Element der arabischen Staaten vermerkt.
Arabische Länder scheinen eine einheitliche Stellung erreicht zu haben, was ihre Rolle in der von den USA geführten Allianz angeht. Eine aufrichtige Definition des Terrorismus ist unerlässlich um diese Rolle zu bestimmen. Gerade diese Definition wurde unterlassen, damit arabische Staaten überhaupt bereit waren, darüber nachzu­denken, an der Koalition teilzunehmen. Das Beispiel der syrischen Haltung hierzu zeigt, dass die Araber wohl eher den Westen erpressen wollen, ihre Definition von Terrorismus (Israel ist Terrorismus, alles andere ist Freiheitskampf und der Westen hat den Hass nicht nur verursacht, sondern auch verdient, der ihm entgegen schlägt) zu übernehmen als eine tatsächliche und „neutrale“ Definition zu versuchen. Diese stände ihren Interessen entgegen.
Jede derartige Definition sollte unterscheiden zwischen dem legitimen Recht eines Volkes sein besetztes Land zu befreien einerseits und dem Staatsterrorismus, der Menschen­rechte verletzt, die in UN-Resolutionen anerkannt sind, andererseits. Hier haben wir es wieder: Israel ist terroristisch, nicht die, die undifferenziert jüdische Frauen, Kinder, Alte usw. in die Luft jagen oder gezielt erschießen. Die Verbindung zwischen dem Terror in den USA und den Zuständen in Nahost wird von arabischer Seite heftigst propagiert. Aber angeblich hat ja Sharon das gemacht! Übrigens: Die Anerkennung von UN-Resolutionen durch arabische Staaten wird überhaupt nicht diskutiert: Die „Sheeba-Farmen“ werden entgegen aller UN-Resolutionen und -Beschlüsse weiterhin als libanesisches Staatsgebiet dargestellt und daher „muss“ die Hisbollah weiter „Freiheitskampf“ gegen israelische Soldaten und Zivilisten bestreiten; Ägypten schickte z.B. 1967 wie auch 1973 entgegen aller Vereinbarungen mit der UNO sein Militär in den Sinai; UN-Verbände im Libanon werden bedroht und verfehlen deswegen alle Ziele, die ihnen gegeben wurden, usw. Ich glaube nicht, dass die Araber sich beschweren dürfen, Israel halte UN-Resolutionen nicht ein – einmal abgesehen davon, dass diese so einseitig ausgelegt und verzerrt werden, dass arabische Verpflichtungen darin nicht mehr vorkommen.
Die US-Regierung übte Druck auf Sharon aus, um ihn auf der Basis des Mitchell-Reports an den Verhandlungstisch zurückzuholen, der einen Waffenstillstand fordert, einige Vertrauen bildende Maßnahmen und die Umsetzung von UN-Resolutionen. Auch hier wird wieder äußerst selektiv und damit entstellend und komplett verfälschend „argumentiert“: Der Mitchell-Report fordert einen Waffenstillstand: dass die Palästinenser das Feuer einstellen, damit Israel nicht weiter darauf antwor­ten muss. Erst dann können Vertrauen bildende Maßnahmen (beider Seiten!) erfolgen. Arafat hat aber sofort nach „Annahme“ des Mitchell-Reports erklärt, er solle als Ganzes umgesetzt werden, nicht scheibchenweise – in eklatanter Verzerrung dessen, was der Report ausdrücklich aussagt. Arafat wollte partout nicht auf seine Gewalt verzichten, bevor die Israelis nicht das umsetzten, was sie erst NACH der Einstellung des PA-Terrors tun sollten.
Aber Sharon weiß sehr genau, dass am Verhandlungstisch zu sitzen ein Ende des Siedlungsbaus und aller Rechtfertigungen bedeutet, einschließlich der des natürlichen Wachstums. Das stimmt mit der US-Haltung überein, die Siedlungen als illegal und ein Hindernis für den Frieden ansieht, wie James Baker vor der Madrider Konferenz sagte. In den „besetzten Gebieten“ gilt nach wie vor das osmanische Landrecht, denn es wurde nie ein anderes eingeführt (wenn die Israelis das versucht hätten, wären sie natürlich wieder verteufelt worden). Von daher kann es auch keine illegalen Siedlungen geben, weil das Recht vorsieht, dass mehrere Jahre ungenutztes Land niemandem gehört und von jedermann in „Besitz“ genommen werden kann. Nach 3 Jahren kontinuierlicher Nutzung steht es diesem Jemand zu, so lange er es kontinuierlich weiter nutzt. Wird diese Nutzung nicht fortgesetzt, darf jeder andere das Land in „Besitz“ nehmen.
Außerdem sind die Siedlungen und was aus ihnen wird Teil der angestrebten Verhandlungen. Ihr Ergebnis vorweg zu nehmen und dem anderen aufzuzwingen, ist Erpressung und zeugt nicht von Verhandlungswillen.
Trotzdem: Sharon hat keine wirkliche Achtung für den Friedesnporzess; er glaubt, dass die Palästi­nenser keine Berechtigung an einem Stück Land haben, das er und andere Rassisten in Israel „Groß-Israel“ nennen. Daher wird jede positive Antwort auf ein Friedensversprechen seine Regierung in Gefahr bringen. Ze’evi und Liberman z.B. glauben beide nicht an Mitchells Bericht oder an das Recht von Peres, Präsident Arafat zu treffen. Verleumdung pur: Sharon hat bisher keine Chance gehabt, seine Achtung für den Friedensprozess zu zeigen, weil die Palästineser keinerlei Voraussetzungen dafür erfüllen. Im Gegenteil: Sharon ist in seinen Forderungen immer weiter herunter gegangen, aber Arafat macht keinerlei Anstalten, auch nur ansatzweise die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Friedensprozess wieder aufgenommen werden kann. Ansonsten haben die Israelis – auch gerade Sharon – immer wieder versucht, den Palästinensern entgegen zu kommen; eine achtwöchige Waffenruhe von Mitte Mai bis Mitte Juli, während der die Israelis nichts taten, auch nicht mit Gegenschlägen auf permanenten palästinensischen Terror antworteten, wurde von denen dazu genutzt, die Zahl der Gewalttaten und ihre Intensität noch zu steigern. Die Peres-Arafat-Treffen haben keinen Sinn gemacht, weil die Voraussetzungen nicht erfüllt waren – aber das wird hier den nicht-Peres-Politikern zum Vorwurf gemacht. Dämonisierende Behauptungen, die nicht belegt sind, sollen als Tatsachen herhalten, die eigene Gräuel in den Hintergrund treten lassen.
Der US-Druck auf Sharon ließ ihn taktisch einem Treffen zustimmen, gleichzeitig unternahm er alles, um irgendwelche positiven Resultate zu sprengen. Israelische intensive Aggression während und nach dem Treffen Das ist eine unverschämte Umkehrung der Tatsachen. Während Sharon unter Aufatmen der israelischen Linken und dem Applaus des Westens einem Treffen Arafat-Peres zustimmte, wurde von palästinensischer Seite gezielt gegen israelische Soldaten und Zivilisten Anschläge verübt, die viele Tote forderten. Das sind die Umstände, die die Gespräche wieder einmal im Sande verlaufen ließen. Israel hatte sich im besagten Zeitraum zurück gehalten und nur auf lebensbedrohliche Aktionen der Palästinenser reagiert. Arafat faselte etwas von Waffenstillstand, während seine „Polizei“ einen israelischen Sicherheitsposten in die Luft jagte! Eklatante Lügen, die aber nicht zugegeben werden. Und wir sollen das alles ganz schnell vergessen und Israel als Sündenbock annehmen. „Vergeltungsschläge“, die VOR den israelischen Vergeltungsschlägen stattfinden, sind Aggression und Terror, sonst nichts!
brachte einige Vergeltungs-Raktionen hervor, die Israel wie üblich der PNA zur Last legt. Wem sonst sollte die Verantwortung zur Last gelegt werden? Die PA lässt die Terroristen schalten und walten, unternimmt nichts dagegen, sondern fördert es noch! Zum großen Teil handelt es sich bei den „Aktivisten“ um palästinensische „Sicherheitskräfte“, die die Terrorakte ausüben!
Seit wann ist es zu viel verlangt, die Festnahme von Terroristen und Verbrechern zu verlangen? Die PA beschwert sich, wenn die Terroristen gezielt „außergerichtlich“ liquidiert werden – aber gegen sie vorzugehen ist ihr auch nicht Recht!
Zusätzlich verlangte Israel von der PNA einige Intifada-Aktivisten festzunehmen, während israelische Armee-Offiziere sich stolz berichten, wie viele Palästinenser sie getötet haben.

Für solche Verleumdungen wurden noch nie Beweise vorgelegt!

Statt mit der PNA zu kooperieren um eine viel positivere Atmosphäre durch Reduzierung des Spannungsniveaus in der Region zu schaffen, ziehen es israelische Offizielle vor einen Keil zwischen die PNA und die Opposition zu treiben, indem sie die PNA auffordern, palästinensische Aktivisten zu verhaften. Die PNA kann und will nicht die Rolle einer Polizei spielen, deren grundlegende Aufgabe es ist, für die Sicherheit Israels zu sorgen, das weiterhin Siedlungen baut. Das ist nun wirklich eine kaum überbietbare Verdrehung der Tatsachen: Die sicherheitspolitische Kooperation der Israelis in gemeinsamen Patrouillen wurde durch die Ermordung israelischer Sicherheitskräfte durch die entsprechenden palästinensischen „Partner“ gefährdet und eingestellt. Eine Aufnahme wurde immer wieder einmal propagiert, hat aber wohl nicht mehr oder nur sehr kurzfristig stattgefunden. Sicherheitskräfte sind dazu da, Kriminelle zu stellen und aus dem Verkehr zu ziehen. Sich aus dieser Verantwortung zu stehlen, weil es Palästinenser ja nur für palästinensische Sicherheit zuständig sind und nicht für israelische, ist einfach heuchlerisch, fördert den Terror und widerspricht jedem Recht.
Die PNA hat ihr Möglichstes getan, jegliche Angriffe aus den Territorien unter seiner Kontrolle, besonders gegen Zivilisten zu verhindern. Schlichtweg gelogen: Wenn PA-Sicherheitskräfte an Terrorakten teilnehmen, dann hat die PA aber auch gar nichts getan, um die Terrorakte zu verhindern. Wenn die PA die Täter im Vorherein kennt (und sie hat sie von Israel benannt bekommen) und nichts unternimmt, dann lügt sie, wenn sie behauptet, sie habe ihr Möglichstes getan, Terrorakte zu verhindern.
Die PNA wird sich weiterhin mit den nationalen und islamischen (Streit-)Kräften bezüglich der Art, der Zeit und dem Ort jeglicher Operationen koordinieren. Die „nationalen und islamischen Kräfte“, von denen die PA redet, sind: Hamas, Islamischer Jihad, Hisbollah und die entsprechenden Fatah-Fraktionen (Force 17, Tanzim, Polizei usw.). Kooperation von Operationen mit den Terrororganisationen kann nur eins bedeuten: Die PA steckt mit Hamas u.a. unter einer Decke. Mit Terroristen wird nicht auf diese Weise kooperiert, wenn ihre Ziele und Methoden nicht akzeptiert und unterstützt werden!
Weder leiden Palästinenser gerne noch wollen sie zu einem hinterlistigen Verhandlungsprozess zurückkehren. Sie wollen den zionistischen Terror beenden, der sich in folgenden Dingen zeigt:
1. Die israelische militärische Besatzung der 1967 besetzten Gebiete, die im Gegensatz zu den UN-Resolutionen 242 und 338 steht. Nach den Oslo-Vereinbarungen sollten diese Gebiete vor dem 4. Mai 1999 zurück gegeben werden. Sharons Regierung hat statt dessen begonnen, einige der befreiten Gebiete wieder zu besetzen. Dazu bleibt nur zu sagen: Die Israelis haben die Gebiete in einem ihnen aufgezwungenen Krieg besetzt. Sie halten sie weiter besetzt, weil die Palästinenser, früher die Ägypter/Jordanier, keinen Frieden geben. Die Resolutionen 242 (beson­ders) und 338 geben die einseitige Auslegung der PA nicht her; es sind weder die darin genannten sicheren Grenzen verhandelt worden noch ist die Sicherheit Israels anerkannt bzw. gewährt. Auch wird wieder einmal verschwiegen, welche Voraussetzungen für die Übergabe der Territorien bis Mai 1999 erfüllt sein mussten (Oslo-Verträge) und dass die Palästinenser diese Voraussetzungen bisher einfach nicht geschaffen haben.
Die Behauptung, Sharon besetze einige der „befreiten Gebiete“ wieder: Diese Gebiete als „befreit“ zu bezeichnen spricht schon Bände. Aber was soll’s? (Israel hat in Verhandlungen die Übergabe der Gebiete an eine palästinensische Verwaltung vereinbart. „Befreit“ haben die Palästinenser sie auf keinen Fall, es war Israels Großmut und der Druck der USA, die dazu führten.) Es hört sich an, als wären riesige Gebiete militärisch erobert worden. Dem ist nicht so. Israel „besetzt“ punktuell und kurzfristig Orte, von denen aus heftigster Beschuss gegen Israel geübt wird, wie z.B. nach fast einem Jahr(!) Dauerbeschuss auf Gilo von Beit Jala aus. Diese Orte wurden immer wieder verlassen, wie auch nach der Verkündung des neuesten „Waffenstillstands“ Arafats nach dem 11.9.01 ohne weitere Vorbedingungen und gegen besseres Wissen im Vertrauen auf positives und konstruktives palästinensisches Verhalten. Die Palästinenser haben das bisher JEDES MAL dazu benutzt, den Terror von diesen Stellen wieder aufzunehmen. Ich bin gespannt, wann von Abu Sneinah die nächsten Schüsse auf die jüdische Gemeinschaft in Hebron fallen. Lange wird das sicher nicht auf sich warten lassen – und die palästinensischen Sicherheitskräfte können dann wieder überhaupt nichts dafür! (Ich weiß, das ist Spekulation, aber es gründet sich auf Erfahrung.)
2. Der Bau von Siedlungen auf konfisziertem Land nach der Vertreibung der palästinensischen Besitzer als Form der ethnischen Säuberung. Sharons Regierung fährt fort Siedlungen zu bauen, obwohl sie sich mündlich zur Einhaltung des Mitchell-Berichts verpflichtete. Zum einen wurden keine Palästinenser von irgendwelchem Land vertrieben. Die Lüge der Vertreibung wird aber weiter verbreitet und greift nicht nur im islamischen Raum um sich als „Tatsache“. Von ethnischer Säuberung zu sprechen kann man den Palästinensern vorwerfen: Sie wollen einen „judenreinen“ Staat, nicht das Zusammenleben, während in Israel mehr als 10% der Einwohner und Staatsbürger Araber sind, hunderttausende Palästinenser in Israel Arbeit gefunden hatten und von diesen Einkommen ihre Familien ernährten.
Zur Einhaltung des Mitchell-Berichts hat sich auch Arafat verpflichtet. Er hat nicht einmal Ansätze gemacht, diesen Verpflichtungen nachzukommen. Dass sein Verhalten die Voraussetzung für die Durchführung der Vorschläge der Mitchell-Komission ist, wid verschwiegen und die Vorschläge völlig verzerrt dargestellt (s.o.). Israel kann bisher nicht einmal beginnen, die Vorschläge umzusetzen, weil Arafat die Voraussetzungen nicht liefert.
3. Die fortgesetzten Angriffe gegen Heilige Stätten der Muslime und Christen in Jerusalem, einer Stadt, die gemäß UN-Resolution 252 ein integraler Teil der besetzten Gebiete ist. Zionistische Rassisten benutzen weiterhin, was sie den Grundstein für den Tempel nennen, um alle den Frieden liebenden abzuschrecken. Es wird gelogen, dass die Balken biegen. Angriffe führen an den Heiligen Stätten nur die Palästinenser: auf die betenden Juden vor der Westmauer, auf die Besucher der Patriarchen-Gräber; das Josefsgrab ist nach seiner „Eroberung“ (dabei hat es israelische Tote gegeben) inzwischen in eine Moschee umgewidmet worden, die kein Jude mehr betreten darf. Den Juden wird jeglicher Zugang zu ihren heiligen Stätten nach Möglichkeit verwehrt, ja jeder historische Bezug abgesprochen! Kein Jude darf den Tempelberg besuchen, weil die Waqf (moslemische Tempelberg-Verwaltung) Mord und Totschlag androht und predigt. Wer ist also hier rasissistisch?
Die Minderheit der „Getreuen des Tempelbergs“ werden von israelischen Gerichten und Sicherheitskräften davon abgehalten, den „Grundstein“ für den dritten Tempel auch nur symbolisch zu legen. Eine entsprechende Aktion fand zwar einmal statt, aber nur kurzfristig (der Stein blieb nicht liegen) und so weit weg vom Tempelberg, dass es schon lächerlich ist. Weitere solche Aktionen wurden gerichtlich untersagt. Trotzdem behauptet Arafat weiter, die Israelis betrieben eine Politik der Vernichtung der islamischen heiligen Stätten. Es verhält sich genau umgekehrt!
4. Die Verletzung von UN-Resolution 194, die die Rückkehr aller Flüchtlinge fordert, die aus ihrem Land getrieben wurden. Die Resolution besagt, dass eine Rückkehr zu ermöglichen ist für Menschen, die zu einem friedlichen Zusammenleben bereit sind oder Kompensation geleistet werden sollte (wozu die Flüchtlinge nach Umfragen überhaupt nicht bereit sind!). Es wird nicht gesagt, dass die Israelis ohne Bedingungen feindselig gesinnte Menschen in ihr Land holen sollen. Es steht auch in keiner Resolution und wird von der UNO sonst nirgendwo praktiziert, dass Flüchtlinge über Jahrzehnte hinweg von ihren arabischen „Brüdern“ in erbärmlichsten Lagern wie Vieh gehalten und aus allen Gesellschaften dort ausgegrenzt werden. Überall auf der Welt sorgt die UNO dafür, dass Flüchtlinge in „Gastländern“ oder anderen Ländern integriert werden und sich eine neue Existenz aufbauen können. Der Nahe Osten bildet die einzige Ausnahme. Dort wird weiterhin dafür gesorgt, dass „Flüchtlinge“ keine Chance haben, sich irgendwo zu integrieren oder ihren Lebensunterhalt unter menschenwürdigen Umständen selbst zu erwirtschaften. Der Libanon hat gerade erst ein neues Gesetz erlassen, das palästinensischen Flüchtlingen verbietet, (Grund-)Besitz zu erwerben; solche Palästinenser, die entsprechendes Eigentum erworben haben, dürfen dieses nicht vererben, es fällt an den libanesischen Staat. Über 70 Berufe sind den Palästinensern VERBOTEN.
Weiterhin würde mich interessieren, wie die Palästinenser und die übrigen Araber reagieren, wenn die Israelis gleiches fordern: Was ist mit den vertriebenen Juden, wenn die in die Länder zurückkehren wollten, aus denen die Araber sie 1948 vertrieben haben? Was ist mit ihrer Entschädigung?
5. Die terroristischen Praktiken, die gegen Palästinenser durch Ermordungen und Abriegelungen ausgeführt werden. Auch hier wieder eine Umkehrung vom Ursache und Wirkung: Würden die Palästinenser keinen Terorr ausüben, müssten die Israelis keine Maßnahmen ergreifen, die die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einschränkt bzw. sie intensiven Kontrollen aussetzt. Würde Arafat dem Terror entgegen treten, die Terroristen bekämpfen oder zumindest ihre Aktivitäten zu unterbinden versuchen, würde Israel auch keine Terroristen durch GEZIELTE Maßnahmen töten. Wenn keine Palästinen­ser gezielt aggressiv und mit Mordabsichten auf Israelis los gingen, dann würden israelische Soldaten auch nicht auf sie schießen und es würde es auch keine Toten auf palästinensischer Seite geben.
Anders als die terroristischen Angriffe gegen die USA werden diese Terror erzeugenden Verletzun­gen durch eine klar bestimmbare Quelle verübt, den aufeinander folgenden Regierungen Israels. Pure Verleumdung – natürlich ist die Regierung der Ausgangspunkt für die Aktionen gegen die Palästinenser. Im Gegensatz zu palästinensischen Aktivitäten, deren Täter quer aus allen „gesellschaftlichen“ und politisch/militärischen Gruppierungen wie auch durch Einzeltäter sind, sind die Israelis bereit, sich durch ihre Sicherheitskräfte vertreten zu lassen und nicht unberechenbar und unkontrolliert oder gar von der Regierung ermutigt ihre Aggressionen an beliebigen Palästinensern auszulassen, nur weil sie Palästinenser sind.
Wird das Hauptaugenmerk auf einen langfristigen Krieg gegen Terrorismus liegen? Wenn, wird dann die palästinensische Sache nur zweitrangig sein oder sogar eingefroren werden, bis man geruht, sie wieder aufzunehmen? Niemand kann sich auf Versprechen verlassen, die die USA geben, deren Politik im Mittleren Osten von der zionistischen Lobby regiert wird. Wieder einmal wird die jüdische Weltverschwörung in den USA beschworen. Kritische Auseinandersetzung mit Israel wird nicht honoriert, weil die undifferenzierten arabischen Verleumdungen nicht (immer) von den USA übernommen werden. Und der eigene Terror ist natürlich kein Terror, aber die Israelis müssen vernichtet werden.
Die derzeitige Situation unterscheidet sich von der vorherigen und die internationale Allianz, die von den USA gesucht wird, wird ihre Definition des Terrorismus auf internationales Recht gründen und dementsprechend Wege benennen, damit umzugehen. Obwohl sie die einzige Supermacht sind, kön­nen die USA ihre Ansichten der internationalen Gemeinschaft nicht aufzwingen. Staaten haben ihre eigenen Interessen zu vertreten. Schließlich wollen die USA der Welt ihre Vorherrrschaft aufzwin­gen. Afghanistan als erstes Ziel auszusuchen, verstößt gegen die Interessen zweier regionaler Mächte, Iran und Russland. Vergisst, dass Russland die Aktionen gegen Afghanistan durch Lieferung von Waffen u.a. an die „Nordallianz“ unterstützt – also kann nicht gesagt werden, dass die USA gegen die Interessen Russlands verstoßen.
Hier wird direkt wieder propagandistische Diffamierung betrieben: So sind die USA – wir beweisen nichts, aber es ist so! Und die USA wollen etwas, das gegen internationales Recht verstößt. Und statt sich dem Kampf gegen den Terror zu widmen, müssen die Staaten ihre eigenen Interessen verfolgen – aber die USA nicht! Die müssen einer internationalen Gemeinschaft folgen, wie die Araber sie verstehen.
Was uns betriff ist die wirksame Rolle, die arabische und muslimische Staaten dabei spielen werden, internationale Anstrengungen zur Erreichung vo Freiheit und Gerechtigkeit für die ganze Welt zu erreichen. Freiheit und Gerechtigkeit für die ganze Welt: Kann nur die islamische Version meinen: Alles unter die Knute der Islamisten! Hurra! Denn Amerikaner sind nicht frei, haben keine Demokratie usw. Shariah forver?
Diese Bemühungen sollten hier in Palästina beginnen und besonders in Jerusalem, dem Schlüssel zu Frieden und Stabilität in der gesamten Welt. Die Beendigung des von den USA gesponsorten zionistischen Terrorismus wird den Weltterrorismus beenden. Hier wieder die Verbindung zwischen den Anschlägen in New York und Israel. Wer bringt das denn nun immer zusam­men? Die Darstellung, der Weltterrorismus höre auf, wenn Israel nicht mehr existiere, ist nun wirklich kein Argument, sondern pure Verleumdung. Und in Israel anzufangen, die Verbrecher zu fangen, die die Selbstmörder in die US-Flugzeuge schickten, ist nur folgerichtig.
Wir, die Araber und Muslime, haben uns entschlossen, dem zionistischen Terror ein Ende zu bereiten, um Frieden zu bringen. Welchen Frieden? Den der unterdrückten Menschen, die unter der Korruption der Machthaber leiden, weil Geld nicht ankommt, das dem Wohl des Volkes zugedacht ist; denen grundlegende juristische Prinzipien vorenthalten werden (s. „Kollaborations“-Prozesse); deren Meinungsfreiheit durch Morde und „Gerichte“ verhindert wird?
Revolution bis zum Sieg. Sehr friedlich! Hier wird nicht Ausgleich gesucht, keine gleichberechtigte Vereinbarung, sondern „SIEG“. Dem hat sich alles unterzuordnen, vor allem die Wahrheit.
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