Die Zweistaatenlösung ist unmoralisch, rassistisch und den Arabern gegenüber unmenschlich

Sheri Oz, Israel Diaries, 26. Mai 2017

Ich würde die Zweistaatenlösung meinen schlimmsten Feinden nicht wünschen. Doch sie ist das, was linke Organisationen in Israel und dem Ausland tun – unseren Nachbarn die Zweistaatenlösung wünschen. Sie schreien uns an, wir sollten die „Besatzung“ stoppen, argumentieren damit, dass die Besatzung für die in der palästinensischen Autonomie (PA) lebenden Araber unmoralisch und unterdrückerisch ist. Sie wollen uns von den palästinensischen Arabern trennen, sie auf der einen Seite einer dauerhaften Grenze, wir auf der anderen. Sie behaupten, dass dies die einzige humane Weise ist die jüdische Mehrheit und die Demokratie in Israel zu erhalten und gleichzeitig den palästinensischen Arabern die Autonomie zu bieten, von der sie glauben sie hätten eine Art Recht darauf.

Doch die von ihnen angebotene Autonomie ist ein Unter-Staat. Zugegeben, er würde der Staat Palästina genannt werden, aber er würde z.B. seine Grenzen zu Jordanien nicht selbst kontrollieren (Israel würde das) und es wird ihm nicht gestattet sein eine Armee zu haben. Ob er einen Flughafen haben wird oder nicht, bleibt abzuwarten und die riesige Anzahl aktuell international anerkannter „Flüchtlinge“ wird hereinkommen dürfen. Die einzige Möglichkeit, dass die PA einen solch demütigenden „Friedensvertrag“ unterzeichnet, bestünde darin, dass die Araber endlich akzeptieren, dass sie von Israel 1967 besiegt wurden. Wenn das der Deal ist, dann wird er weithin eine Kapitulation der Araber sein, ein weitgehend einseitiger Deal, der sich in nichts von unserem einseitigen Abzug aus dem Gazastreifen unterscheidet.

Und wir müssen uns nur den Gazastreifen ansehen, um zu sehen, was für die dort lebenden Araber unmoralisch, rassistisch und unmenschlich ist, nachdem wir sie verließen.

Wir gingen aus dem Gazastreifen raus, setzten eine klare Grenze fest, ließen funktionierende Gewächshäuser in den Händen der Araber, die wussten, wie man sie pflegt, ließen ständig weiter Tonnen an Medikamenten und Lebensmittel und anderen Waren hinein, selbst während 2014 (und zu anderen Zeiten) Raketen auf unsere Zivilisten regneten. Wir liefern Strom und Wasser, die sie nicht bezahlen. Das ist unsere Alimente für die Trennung unseres Schicksals von dem ihren.

Aber die Hamas zapft die humanitäre Hilfe ab, um Terrortunnel zu bauen und sich mit Raketen und weiteren Waffen auszurüsten. Die Hamas wirft Homosexuelle von Hausdächern und tötet oder foltert Mitglieder der rivalisierenden Fatah, um politische Rechnungen zu begleichen. Das unterdrückerische Regime der Hamas hält Zivilisten in Arbeitslosigkeit, arm und ohne bürgerliche Freiheiten. Und sie finden eine Möglichkeit Israel für ihre Verbrechen gegen das eigene Volk verantwortlich zu machen.

Warum glaubt irgendjemand, es würde in Judäa und Samaria (J&S) anders sein, würden wir abziehen? Und ich rede NICHT von Israels Sicherheit und ich rede NICHT davon, dass wir unsere heiligen Stätten in ihrer Hand lassen (obwohl ich dagegen bin) – ich rede von der humanitären Krise, die das Leben der hinter der Mauer Gelassenen prägen würde, die die permanente Grenze zwischen uns und ihnen markieren würde.

Wir Juden sind sentimental. Aber einige von uns sind Heuchler.

Wenn ich linken Freunden erzähle, wie die PA die Araber, für die sie angeblich die Grundlagen eines Staats legt, ausbeuten und missbrauchen; sie sagen mir, was die PA macht geht uns nichts an – wir müssen die „Besatzung“ beenden und sie sich selbst überlassen. Sie dort und wir hier! Aber einige genau dieser israelischen Linken schrieen vor kurzem förmlich danach, dass wir syrische Flüchtlingskinder oder –Familien aufnehmen. Dieselben Linken beschuldigen Israel eine Blockade des Gazastreifens zu betreiben, während LKWs täglich Tonnen an Waren hineinbringen; sie weinen Krokodiltränen wegen einer humanitären Krise ohne bereit zu sein den wahren Grund dafür zu nennen.

Diese blutenden Herzen schienen bereit zu sein die Araber im Gazastreifen und in J&S ein Schicksal erleiden zu lassen, das sich als nicht sonderlich anders herausstellen dürfte, als das, was wir in Syrien erleben. Alles im Namen der Beendigung einer sogenannten „Besatzung“.

Wenn wir Leuten wie Habib glauben, der behauptet es habe unter der israelischen Zivil- und Militärverwaltung vor den Oslo-Vereinbarungen mehr Freiheiten als es sie jetzt gibt, dann sollten wir uns wegen der Zweistaatenlösung Sorgen machen, denn sie wird bedeuten, dass wir ihn und andere wie ihn der Gewalt einer ausbeuterischen und unterdrückerischen Führung überlassen, der das Wohl des gemeinen Volks völlig egal ist. Ist DAS das, was Menschen tun, denen Menschen am Herzen liegen?

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