Europäer, holt euch eure nationalen Identitäten zurück

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 19. Mai 2017

Die europäische Geschichte ist voll von Kriegen, die in den massiven Gewaltausbrücken gipfelte, die die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten, die die Grenzen Europas bis dem Punkt überschwemmten, dass sie „Weltkriege“ genannt wurden. Diese Kriege waren für eine unvorstellbare Menge an Leiden verantwortlich. Ganze Generationen junger europäischer Männer wurden vom Ersten Weltkrieg ausgelöscht. Rund 61 Millionen Menschen, mehr als die  Hälfte davon Zivilisten, verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben. Es wurden Völkermorde begangen, ganze Städte vom Erdboden vertilgt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg reagierten Europa und seine Verbündeten auf das Trauma. Sie machten Nationalismus, Chauvinismus, Militarismus und Rassismus dafür verantwortlich. Sie kamen dazu patriotischen Äußerungen zu misstrauen, Grenzen und Barrieren für den freien Verkehr von Menschen und Waren nicht zu mögen. Sie entschieden sich eine neue Welt zu schaffen, in der die Kräfte, die zu den Schrecken des 20. Jahrhunderts führten, unterdrückt werden und in der Argumentation und Verhandlungen Krieg ablösen sollte. Sie schufen die UNO und ihre zahllosen Organisationen; und sie versuchten Europa zu einen, zuerst wirtschaftlich und dann kulturell; das Mittel dazu ist die EU.

Sie versuchten auch das Leben der Einzelnen zu verbessern, Hunger und Armut auszumerzen, allen freie Bildung zu bieten, soziale und wirtschaftliche Ungleichheit zu reduzieren, sicherzustellen, dass jeder, der arbeiten kann, eine Arbeitsstelle bekommt und dass diejenigen, die nicht arbeiten können, immer noch die Bedürfnisse des Lebens erfüllt bekommen. Die dickensschen Zustände des 19. Jahrhunderts sollten nicht wiederkommen; eine neue humanistische, universalistische, fürsorgende Ethik sollte den sozialen Darwinismus von früher ersetzen.

Die westliche Gesellschaft, dachte man, musste sich ändern. Krieg was ein Luxus, den man sich in einer Welt der Maschinengewehre, strategischen Bombardierungen und heute Atomwaffen und interkontinentalen ballistischen Raketen nicht leisten konnte. Oft wurde gesagt, dass ein dritter Weltkrieg das Ende des zivilisierten Lebens (wenn nicht gar allen Lebens) au dem Planeten mit sich bringen würde. Die Veränderungen wurden als evolutionäre Entwicklung betrachtet, um sich an eine neue Umwelt anzupassen. Die Dinge mussten sich ändern oder die Menschheit würde sich selbst vernichten.

Aber die durch Umweltdruck hervorgebrachten evolutionären Veränderungen können unbeabsichtigte Folgen haben. Eine genetisches Merkmal, das Schutz gegen Malaria bietet und das in Afrika aus diesem Grund üblich wurde, macht die Menschen auch anfällig für Sichelzellenanämie. Und die evolutionäre soziale und politische Veränderung in Europa und zu einem geringeren Grad in Amerika könnte geholfen haben einige der Gefahren zu vermindern, die die Zivilisation bedrohten, aber sie machte die westliche Gesellschaft auch anfälliger für andere.

Eine dieser Gefahren ist der islamische Jihad.

Eine Definition von Jihad ist „Kampf“ – der gewalttätig oder gewaltfrei sein kann – zur Errichtung der islamischen Herrschaft oder des islamischen Rechts (Schari’a). Douglas E. Streusand erklärt:

Für Juristen passt der Jihad in einen Kontext der in muslimische und nichtmuslimische Zonen geteilten Welt, den Dar al-Isalm (Wohnsitz des Islam) und den Dar al-Arb (Wohnsitz des Krieges). Dieses Modell impliziert immerwährenden Krieg zwischen Muslimen und Nichtmuslimen, bis das Territorium unter muslimischer Kontrolle schluckt, was nicht unter dieser steht, eine Haltung, die vielleicht den Optimismus spiegelt, der aus den schnellen und weitreichenden arabischen Eroberungen resultierte. Den Dar al-islam auszuweiten bedeuet nicht die Vernichtung aller Nichtmuslime, nicht einmal ihre notwendige Bekehrung. Fakt ist, dass Jihand keine Zwangsbekehrung beinhalten kann, denn der Koran (Sure 2,256) erklärt ausdrücklich: „Es soll kein Zwang sein im Glauben.“ Der Jihad hat ein ausdrücklich politisches Ziel: die Errichtung muslimischer Herrschaft, die wiederum zweierlei Nutzen bringt: Sie artikuliert die Ablösung anderer Religionen und schafft Muslimen die Gelegenheit eine gerechte politische und soziale Ordnung zu schaffen.

Die „raschen und weitreichenden … Eroberungen“ im Westen wurden 1683 mit der Schlacht um Wien zum Stillstand gebracht, als die Truppen des osmanischen Sultans von den gemeinsamen Streitkräften der Habsburger-Monarchie, des polnisch-litauischen Staatenbundes und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aufgehalten wurden. Bis dahin hatte der Islam einen festen Halt in Teilen von Asien, Afrika und Europa gefunden, aber mit der Zeit sollte die islamische Welt beginnen militärisch, wirtschaftlich und kulturell hinter dem Westen zurückzubleiben. Der lange Jihad hatte den Islam zu zweitgrößten unter den Religionen der Welt gemacht und einen großen Teil der bewohnten Erde in den Dar al-Islam (den Wohnsitz des Islam, d.h. unter islamische Herrschaft) gebracht, aber sein Vormarsch hatte geendet – zumindest bis vor kurzem.

Jihad muss nicht konventionelle Kriegsführung sein. Es ist möglich den Dar al-Islam durch Krieg auszuweiten, aber auch durch Subversion, über demografische Mittel – Migration und Fortpflanzung und durch da’wa (Missionierung), die absolut gewaltfrei erfolgen kann oder Terrorismus als Überzeugungskomponente enthalten kann.

Die heutige Schwäche des Westens hat es dem schwelenden islamischen Jihad erlaubt wiederaufzuleben. Heute ist jede Form des Jihad zu finden: Bewegungskrieg im Irak, Syrien und Afghanistan (Jihad kann genauso gegen „häretische“ Muslime geführt werden wie gegen Nichtmuslime); Infiltration, Suversion und da’wa, einschließlich Terrorismus in den USA; und natürlich der demografische Jihad in Europa.

In den USA hat die Muslimbruderschaft seit mehreren Jahrzehnten einen durchdachten Plan zur Subersion und da’wa gehabt. Sie hat Regierungsorganisationen infiltriert, darunter diejenigen, die mit der nationalen Sicherheit in Verbindung stehen. Bekehrungen zum Islam schossen nach dem 9/11 in die Höhe und die Zahl der Bekehrungen in Gefängnissen hat ebenfalls zugenommen (dieses Phänomen ist auch in anderen westlichen Ländern zu sehen). Es hat in den letzten Jahrzehnten eine Zunahme an muslimischer Einwanderung in die USA gegeben, aber natürlich ist das nicht mit der Massenmigration nach Europa vergleichbar.

Der niederländische Poltiker Geerd Wilders nannte den Zustrom von Muslimen nach Europa „einen Tsunami“ und der Ausdruck passt. Zusätzlich zu der großen Zahl an Immigranten tendieren sie dazu jünger zu sein und mehr Kinder zu bekommen als die einheimischen Europäer. In Deutschland lag die Geburtenrate 2016 bei 1,5 Kindern je Frau, weit hinter der Erhaltungsrate von 2,1; die dort lebenden ausländischen Frauen hatten 1,95 Kinder. Da die Menge der Immigration gerade erst in die Höhe schoss (2015 gab es 900.000 Anträge), können wir erwarten, dass diese Immigranten, wenn sie sich niederlassen, sogar noch mehr Kinder haben werden.

Der islamische Terrorismus in Europa hat zuletzt ebenfalls Schlagzeilen gemacht, darunter Massenmorde mit hoher Öffentlichkeitswirkung in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Schweden und Belgien. Es hat auch eine Zunahme an „Vergehensterrorismus“ wie Belästigung von Juden gegeben, der zum Großteil von Muslimen begangen wird.

Im Vereinten Königreich wurde unfassbarem Verhalten von Muslimen (z.B. der Vergewaltigungsskandal von Rotherham) Jahre lang gestattet anzudauern, weil die Polizei und andere Amtspersonen Angst hatten als „rassistisch“ bezeichnet zu werden. In einem weiteren schockierenden Fall wurden an Sylvester 2015 in mehreren deutschen Städten tausende Frauen sexuell angegriffen. Von den Tätern wurden wenige vor Gericht gestellt.

Die massive Migration nach Europa wurde vom Schengen-Abkommen der EU erleichtert, das die freie Reise zwischen EU-Ländern erlaubt. In Kombination mit liberalen Asylregeln und lascher Durchsetzung konnte fast jeder in jedes Land kommen (die Regeln sind angezogen worden und die Durchsetzung verbesserte sich in einem gewissen Maß). Europas Mauern wurden nicht durchbrochen; es hat seine Tore freiwillig geöffnet. Besonders Deutschland hieß Migranten willkommen, von denen viele sich mit falschen Pässen als syrische Flüchtlinge ausgaben.

Lieder haben die evolutionären Veränderungen in der europäischen (wie auch in weniger starkem Ausmaß in der amerikanischen) Gesellschaft nach den Zweiten Weltkrieg den Kontinent im Verhältnis zum islamischen Jihad in Nachteil gesetzt. Die Jihadisten sind stark für ihre Sache engagiert, sogar in einige Fällen bereit ihr Leben in Selbstmordanschlägen zu opfern. Andererseits sind einheimische Europäer für ihren Glauben und ihre Nationen weniger stark engagiert. Zwar identifizieren sich 72% der Europäer als Christen, aber diese Zahl sinkt mit dem Zustrom von Nichtchristen und einer Zunahme derer, die „konfessionell ungebunden“ sind. Der Kirchenbesuch ist niedrig und liberale religiöse Leiter predigen gegen „Islamophobie“, statt gegen den Islam.

Nationalismus wird oft mit Faschismus verknüpft und Kritik an islamischer Ideologie mit Hassreden, das in einigen Ländern illegal ist und mit Geld- wie Haftstrafen bestraft werden kann. Damit ist europäisches Recht nach islamischen Blasphemiegesetzen ausgerichtet! Das ist ein besonders gefährlicher Trend, den Richard Landes „proleptisches [vorweggenommenes] Dhimmitum“ genannt hat, was er als „Übernahme der Anforderungen des Dhimmitums in Vorwegnahme muslimischer Herrschaft“ definiert.

Was wird dann dabei herauskommen? Wird die nicht assimilierte muslimische Bevölkerung wachsen, zusammen mit dem Terrorismus, Übertritten zum Islam, Nichtachtung liberaler Traditionen, Schikane von Juden und Frauen? Werden Tabus gegen die Beleidigung des Islam und der Muslime weiterhin die Verfolgung muslimischer Krimineller verhindern? Wird die europäische Gesellschaft sich damit wiederfinden sich islamischen Standards anzupassen statt andersherum? Und werden am Ende Länder wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland schariakonform werden?

Ich glaube, wenn die derzeitigen Trends anhalten, dann wird die Antwort „Ja“ lauten. Aber es gibt eine Alternative. Sie wird eine ernste Verschiebung der Einstellungen seitens eines Teils der einheimischen Europäer erfordern. Sie hatten Recht damit ihr Verhalten im 20. Jahrhundert zu bedauern und sie hatten recht den Versuch zu unternehmen sicherzustellen, dass das nicht noch einmal geschieht. Aber sie gingen zu weit, als sie ihre eigenen nationalen Identitäten verleugneten.

Wenn sie sich gegen die Jihadisten durchsetzen wollen, die wissen, wer sie sind und wofür sie kämpen, dann müssen sie sich um ihre eigenen Länder, ihre Geschichte, Traditionen und Religionen kümmern. Sie werden zuerst französisch oder deutsch sein müssen und erst dann Europäer (die Briten haben diese Entscheidung bereits getroffen). Sie werden Nationalismus und Patriotismus wieder neu annehmen müssen, die nicht dasselbe sind wie Faschismus. Sie werden sich mehr um das eigene Volk kümmern müssen als um andere, während sie mit diesen anderen immer noch wie mit menschlichen Wesen umgehen. Sie werden ihre eigenen Grenzen kontrollieren müssen.

Sie werden die hochwichtige Unterscheidung zwischen der Ideologie des Islam und den muslimischen Menschen treffen müssen und nachdrücklich ersterer eine Absage erteilen, während sie die Rechte Letzterer (und mit „Rechte“ meine ich Dinge wie das Recht auf Leben wo man möchte und das „Recht“ nicht beleidigt zu werden“ meine) schützen. Sie werden die Gesetze ihrer Nationen fair durchsetzen müssen.

Sie werden lernen müssen, dass es Dinge gibt, die nicht verhandelbar sind; und dass manche Meinungsverschiedenheiten nicht durch Reden gelöst werden können. Sie werden Streitkräfte unterhalten müssen, nur für den Fall, dass jemand versucht ihnen mit Gewalt wegzunehmen, was ihres ist.

Wiegen die Beiträge der europäischen Zivilisation, Shakespeare, Mozart, Michelangelo seine Fehler, moralischen Entgleisungen und gar abscheulichen Verbrechen auf und rechtfertigen seine fortgesetzte Existenz? Oder sollte es sich dem römischen und dem byzantinischen Reich anschließen, den Azteken und dem gesamten Rest im Mülleimer der Geschichte?

Die Europäer haben die Wahl.

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