Propaganda in Bestform – Texte palästinensischer Berichte des „Gaza-Massakers“

Oktober 2002 (verschiedene)

Vorab-Kommentar von IMRA:

2.00 bis 3.00 Uhr – Die IDF ist im Zentrum eines Gebietes, das von radikal-islamischen Terroristen kontrolliert wird, das ständig als Ausgangspunkt für Terrorangriffe gegen israelische Ziele dient. Als die israelischen Streitkräfte beginnen, sich zurückzuziehen, werden sie unter Feuer genommen. Und da die bewaffneten palästinensischen Kräfte in der Gegend keine Uniformen der palästinensischen Sicherheitskräfte tragen, nennt B‘tselem sie „Zivilisten“. Und B‘tselem wird fort fahren sie als „Zivilisten“ zu bezeichnen, egal, wie viele Menschen von ihnen umgebracht werden.

Es ist weder Sylvester noch ist Khan Yunis eine „Stadt, die niemals schläft“. Es ist gegen 3 Uhr morgens und es hat beträchtliches Schießen gegeben und die IDF zieht sich durch die Straßen zurück. Die Geschäfte sind geschlossen. Die Schule beginnt erst in Stunden. Es handelt sich um ein Hamas-Viertel – es gibt keine Kneipen, die man um 3 Uhr morgens besuchen könnte und es gibt kein Kino, das die ganze Nacht geöffnet hat, auch keine Kegelbahn.

Mit anderen Worten: Es war nicht gerade die Zeit, auch nicht die Umstände, unter denen jemand spazieren geht.

Sicher sind sie wütend. Und das ist verständlich. Die Palästinenser glauben, sie hätten ein Gott gegebenes Recht Juden zu ermorden. Und wenn Israel sich verteidigt und hinter den Mördern her ist, ist das eine Verletzung der Naturgesetze.

Als das Schießen begann, entschied sich die IDF diesmal, das Leben ihrer Leute über die PR-Bedenken zu setzen und schnelle und entschiedene Aktionen wurden unternommen, um das feindliche Feuer zum Schweigen zu bringen.

Ein Massaker? Wenn die IDF darauf aus wäre Menschen abzuschlachten, wäre die Zahl der Toten dreistellig gewesen.

Die Palästinenser wissen das. Aber „Massaker“ ist eine famose Schlagzeile.

Und so, wie der Militärkorrespondent von Israel Fernsehkanal 2 berichtet, waren bis auf die getötete Mutter eines Terroristen, alle der „Zivilisten“ von B‘tselem keine Chorknaben – Leute, die sich entschieden, zur falschen Zeit das Falsche zu tun.

Hoffentlich wird das nicht noch einmal geschehen können.

Aber das liegt nicht an Israel. Es liegt an den Palästinensern. Die Spielregeln sind für echte Zivilisten sehr einfach: Geht der IDF aus dem Weg.

Außerdem folgt am Ende noch ein Bericht von NahostFocus über die Reaktion amerikanischer Offiziere auf Bilder einer Aufklärungsdrohne, die während der Kämpfe aufgezeichnet wurden.
Palästinensische Berichte

#1 Israel begeht ein weiteres Gaza-Massaker, tötet 12 Zivilisten
7. Oktober 2002, Palestine Media Center – PMC

Übersetzter Originaltext   Kommentar des Übersetzers
Während neue internationale Bemühungen im Gang sind, die explodierende Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten zu befrieden , warteten israelischer Apache-Kampfhubschrauber darauf, dass sich Dutzende von Gaza-Bewohnern in der Nähe eines örtlichen Krankenhauses versammelten, um mindestens eine Rakete in die Menge zu jagen, die 12 [Menschen] tötete und mehr als 100 Zivilisten verletzte.   Klar, nach palästinensischer Absicht muss nur in den „besetzten Gebieten“ für Frieden gesorgt werden – in Israel kann alles so terroristisch weiter gehen, wie bisher

Abgesehen von der Lüge, die Rakete hätte 12 getötet – sie wurde nicht auf die Menge vor/im Krankenhaus abgefeuert, sondern auf einen tobenden Mob, der die israelischen Soldaten angriff, wobei 6 Menschen getötet wurden.

Das Gemetzel hinterließ 12 ermordete Zivilisten und ist eine der höchsten palästinensischen Verlustraten der letzten Wochen. Das hat einem neuen Versuch des Außenvertreters der Europäischen Union, Javier Solana, die eskalierende Lage zu beruhigen, einen schweren Schlag versetzt.   Einseitige Annahme von Ruhe – sie ist ausschließlich dem Abfangen der Terroristen zu verdanken, was aber Leute wie Herrn Solana nicht zu interessieren scheint, wie seine Äußerungen zur Sache zeigen.
In den frühen Morgenstunden des Montag, überfielen Panzerkolonnen, von US-gefertigten Hubschraubern das dicht bebaute al-Amal-Viertel im Gazastreifen, sagten Zeugen und Mediziner.  
Der israelische Raketenangriff kam am Ende des vierstündigen Eindringens. Bewohner sagten, die Menschen kamen auf die Straßen, als sie die Panzer abziehen hörten, aber zwei israelische Hubschrauber verblieben über dem Gebiet und einer von ihnen feuerte eine Rakete ins Zentrum der Menge, was Körperteile und spritzendes Blut durch die Gegend sprühte.   Bis dahin griffen die Helikopter also nicht ein! So viel zur „Unterstützung“, die vorher ein aktives Schießen hätte vermuten lassen.

Aber erst, als die Soldaten vom bewaffneten (!) Mob angegriffen wurden, wurde geschossen.

Die Truppen streuten ungezieltes Feuer gegen das Nasser-Krankenhaus westlich von Khan Yunis, wo hunderte von Menschen sich versammelt hatten um etwas über das Schicksal von Verwandten nach dem Überfall zu erfahren, sagten Zeugnisse.   Weder bestätigt noch widerlegt. Aber beständiger Bestandteil palästinensischer Vorwürfe, wann immer Israelis in solchen Gebieten operieren. Nur fehlen laufend die Beweise.
Vier weitere Menschen wurden von Maschinengewehr-Feuer verwundet, das israelische Besatzungstruppen auf das Krankenhaus eröffneten; unter den Verwundeten war ein 14 Jahre alter Junge, der in den Nacken getroffen wurde; ein Sanitäter wurde in die Brust getroffen.  
Agenturberichte sagen, dass der Überfall in den frühen Morgenstunden des Montag begann, als Infanterie, Pioniere und mehr als zwei Dutzend Panzer und gepanzerte Fahrzeuge in das von Armut gebeutelte Viertel im Gazastreifen rumpelten.  
Nach israelischen Quellen wurde eine einzelne Rakete in ein Haus in der Gegend geschossen; als die Truppen nach mehreren Stunden begannen sich zurückzuziehen, feuerte ein Hubschrauber eine zweite Rakete, die eine palästinensische Menge traf, die ihren Schutz verließen und sich versammelten, als die Truppen sich zurück zu ziehen schienen, sagte Zeugen.   Natürlich völlig harmlos und friedfertig? Übrigens: Wo bleiben die Hinweise auf den Auslöser der israelischen Aktion?
Der Raketenangriff kam am Ende des vierstündigen Eindringens. Einwohner sagten, die Menschen kamen gegen 4.30 Uhr auf die Straßen, als sie hörten, dass die Panzer abzogen, aber zwei Hubschrauber darüber verblieben und einer von ihnen eine Rakete abfeuerte, berichtete Reuters.   Hat natürlich überhaupt keine Ursache, dass der Helikopter-Pilot schoss! Ist reine Mordlust gewesen!
Ärzte am Nasser-Krankenhaus in Khan Yunis bestätigten, dass 12 Menschen bei dem Überfall getötet und rund 150 verwundet wurden, von denen sich 25 in kritischem Zustand befänden. Allein acht der Toten waren nach den Berichten Folge des Raketenangriffs.   Anfangs waren alle 12 von der Rakete getötet worden. Jetzt sind es 12 Tote beim gesamten Einsatz. Ansonsten gibt es aber nur Berichte, dass 6 Personen von der Rakete getötet wurden. Diese in sich immer wieder widersprüchlichen Angaben sollten den westlichen Nachrichtenagenturen zu denken geben – tun es aber leider wohl nicht.
Zwei weitere Palästinenser, darunter eine 50 Jahre alte Frau, wurden von israelischem Gewehrfeuer während des Überfalls getötet, sagte Dr. Mohammed Abu Dallal, während mindestens acht weitere „als Ergebnis des Raketenbeschusses getötet wurden“.   Die Frau ist die Mutter eines Terroristen-Führers und wollte diesen mit ihrem Körper schützen. Dabei geriet sie ins Feuer.
Angesichts einer weiteren vernichtenden Gräueltat appellierte Abu Dalal dafür, dass mehr Ärzte und medizinische Versorgungsgüter eingebracht würden, um die große Zahl von Verletzten zu behandeln; er sagte, dass der Notstand in allen Krankenhäusern Gazas ausgerufen worden sei und rief die Einwohner auf Blut zu spenden.

  Einer weiteren? Ach ja, alle israelischen Aktionen sind ja Gräueltaten. Die palästinensischen Selbstmordaktionen natürlich nicht.
Ein Zeuge, der 29-jährige Abed Oeda, sagte, er war gerade dabei seinen Wagen in der Nähe des Tatorts zu parken, als die Rakete einschlug. „Ich hörte eine starke Explosion“, sagte er. „Und Menschen wurden verwundet und bluteten auf dem Boden vor meinem Auto.“

„Es war eine schwierige und furchtbare Nacht. Kinder schrien und Frauen schrien. Das Feuer kam wahllos vom Boden wie vom Himmel“, sagte Mohammed Abu Moa‘amar, 22, der sich mit anderen Familienmitgliedern in seinem Haus in al-Amal zusammen drängte, um Schutz vor dem Angriff zu finden, berichtete Reuters.

„Wir standen da wie angewurzelt“, sagte er.

  Hm: Wenn er sich im Haus versteckte, woher wusste er dann, dass vom Boden UND vom Himmel aus geschossen wurde? Und dass das alles Israelis waren, die schossen? Die Israelis sagen, dass Terroristen aus den Häusern und von den Dächern schossen. Sollte er das gehört haben?
Das israelische Militär gab erst einmal keinen Kommentar zu dem Gemetzel ab. Israelische Militärs, die unter Zusicherung von Anonymität mit AP sprachen, behaupteten, die Operation in Khan Yunis war begrenzt und keine groß angelegte Invasion.

Dies war allerdings nicht das erste Mal, dass Israel solche Gräuel in dem eingepferchten Gazastreifen verübte; im Juli warfen israelische F-16-Kampfflugzeuge Raketen in ein Wohngebiet, wodurch 14 Palästinenser, 9 davon Kinder, getötet wurden.

  Es war EINE Bombe, nicht mehrere.
Sie wurde gezielt auf einen der schlimmsten Terroristen geworfen; Israel hatte nicht die Absicht, die Zivilisten zu töten und hat deren Tod bedauert ñ was die palästinensischen Terroristen und die palästinensische Führung nie auch nur ansatzweise in Betracht gezogen haben.]
Das Massaker verursachte einen Hagel vehementer Verurteilung Israels und einen internationalen Aufschrei, der Wochen lang nach dem Schlag nachhallte.

Der oberste palästinensischen Unterhändler Saeb Erekat prangerte das Gemetzel mit offensichtlicher Wut an; er rief die internationale Gemeinschaft auf, das palästinensische Volk zu beschützen und betonte der Überfall sei zeitlich so gewählt worden, dass er den Besuch von Javier Solana in der Region stört.

  Der beste Schutz für das palästinensische Volk wäre ja wohl, dass es mit dem Terror aufhört.
Jo, Hamas hat ja weder dazu beigetragen, die Aktion auszulösen noch ist sie für terroristisches Vorgehen, wann immer einer mit Friedenslösungen kommt.
„Jedes Mal, wenn wir Bemühungen erleben, den Friedensprozess wieder zu beleben und zurück auf die Schienen zu bekommen, wie den, der gerade von Solana unternommen wird, unternimmt die israelische Regierung solche Kriegsverbrechen und ermordet unschuldige Zivilisten, weil das Ziel der israelischen Regierung die Fortsetzung der kompletten Besetzung des Gazastreifens und der Westbank ist“, sagte Erekat.   Klar, Hamas ist nicht existent und die israelischen Aktionen wachsen aus purer Mordlust. Es gibt keinerlei Gründe, dass Israel Waffen benutzt. Und jeder Uniformierte ist unschuldiger Zivilist, egal, wie oft er auf Israelis schießt.
Ähnlich verurteilte der Gouverneur von Khan Yunis, Hosni Zourab, den Raketenangriff und nannte ihn „einen weiteren Teil der Serie von Massakern und Aggressionen gegen unser Volk, die von der israelischen Besatzung begangen werden.“  


#2 Pressekonferenz – Zusammenfassung

Nabil Shaíath: Khan Yunis-Massaker ist ein „Krimineller Angriff“

„Das ist eine kriminelle Botschaft, die den Europäern und all denen, die für die Sache des Friedens in der Welt arbeiten, eine Bedrohung signalisiert.“

7. Oktober 2002, Palestine Media Center-PMC

Übersetzter Originaltext   Kommentar des Übersetzers
Der vorläufige PNA-Minister für Planung und internationale Kooperation, Dr. Nabil Shaíath, verurteilte das von den israelischen Besatzungstruppen begangene Massaker gegen Bewohner von Khan Yunis von Montag, das wenigstens 13 unschuldige Zivilisten kostete und Dutzende weitere verletzte, als Ñkriminellen Angriffì.

Auf einer Pressekonferenz im Palestine Media Center (PMC) in Ramallah sagte Dr. Shaíath am 7. Oktober 2002: „Der heutige Angriff war eine umfassende Attacke gegen die Stadt Khan Yunis, wo palästinensische Massen bombardiert wurden, während sie Schutz vor intensivem israelischen Beschuss suchten.“

  Wer auf die Straße läuft, während eine Militäraktion im Gange ist, der sucht keinen Schutz; der hat vielmehr die Absicht einen Kampf zu suchen und Waffen zu benutzen. Besonders nachts um 3.
Der Minister sagte, die Zahl der Opfer sei nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes auf 14 gestiegen und fügte hinzu, dass die Zahl der Verletzten nach Angaben palästinensischer Mediziner 150 erreicht hat.

„Wir haben das ICRC gebeten, insbesondere seinen Vorsitzen, Herrn Jakob Kellenberger, dem israelischen ‚Verteidigungs‘-Minister Ben Eliezer die Forderung des Roten Kreuzes vorzulegen, dass die fortgeführte kriminelle israelische Attacke auf Khan Yunis unverzüglich zu beenden“, stellte er heraus.

  Die Aktion war längst vorbei. Was soll denn da noch gestoppt werden?
„Diese gefährliche Eskalation, deren Opfer unschuldige Zivilisten waren, die ihren Häusern wegen des intensiven Beschusses durch Apache-Kampfhubschrauber entkamen, verletzt die Vierte Genfer Konvention und die Resolution 1435 der Vereinten Nationen, die den israelischen Rückzug auf die Linien vom 28. September verlangt“, betonte er.   Nächste Lüge: Der Apache (wenn es kein Cobra war) hat eine einzige Rakete auf ein Haus abgeschossen, später wurde eine auf einen tobenden Mob mit Waffen abgeschossen. Von intensivem Hubschrauber-Beschuss kann also gar keine Rede sein.
Er stellte auch den Zeitpunkt des abscheulichen Gemetzels heraus. !Dieses Verbrechen sollte jeglichen palästinensischen Versuch sabotieren, eine Waffenstillstandserklärung zu erreichen, der zu einem vollständigen israelischen Rückzug führt, und zielt auf die Zerstörung jeden Versuchs, den das palästinensische Volk und seiner Führung mit der internationalen Gemeinschaft unternommen haben, um einen Waffenstillstand zu erreichen, der uns zurück in den Friedensprozess bringt“, fügte er hinzu.   Was anderes soll man vom Chef-Lügner erwarten: Hamas hat die Sabotage begonnen, nicht Israel. Aber das kann man wohl so oft sagen, wie man will, es wird kaum Wirkung haben. Genauso, wie wohl nicht mehr durchdringen wird, dass die palästinensische Führung überall im arabischen Lager herum posaunt, dass der Kampf bis zur Vernichtung des „zionistischen Gebildes“ weiter geht, während auf Englisch laue Friedensschwüre verbreitet werden.
Der Minister stellte auch heraus, dass „dieses neue Massaker der kontinuierlichen israelischen Aggression in der Westbank entspricht.“   Die ist ja auch in keiner Weise durch Palästinenser provoziert.
Zusätzlich sagte Shaíath, dass Javier Solana, Generalsekretär der EU und hoher Repräsentant für gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, „die israelische Botschaft verstehen muss, die durch den Angriff auf Gaza nur Stunden nach dem Ende seines Besuches dort gegeben wird.“   In erster Linie muss Herr Solana die Botschaft der Hamas verstehen, die der israelischen Aktion voraus ging: Die arabische Absicht bleibt die Vernichtung Israels.
„Dies ist eine kriminelle Botschaft, die für die Europäer und all die, die für die Sache des Friedens ind er Welt arbeiten, eine Drohung darstellt“, sagte er.   In wie fern soll eine israelische Aktion die Europäer bedrohen? Wer führt denn weltweit Anschläge durch und ermordet Juden und andere? Israel? Oder islamistische Terroristen? Und wer droht immer mal wieder, dass der Krieg auf den gesamten Globus ausgedehnt wird? Israel oder die Islamisten?
Er warnte auch, dass „dieser kriminelle Angriff gegen das palästinensische Volk“ als „schrittweise Eskalation zu einem vollständigen Schlag gegen den Gazastreifen“ gesehen werden kann.   Das wäre allerdings richtig – die Terrorinfrastruktur im Gaza-streifen ist längst fällig, so wie es in Judäa und Samaria war. Und jetzt hat der Typ Angst um seine eigene Haut. Und je mehr Angst er hat, dass man ihn zur Rechenschaft ziehen könnte, desto schriller das Geschrei.

NAHOSTFOCUS/HA’ARETZ – US-Offiziere: Verständnis für die Armee-Aktion in Chan Junis [Übersetzt von Daniela Marcus]

Letzte Woche sahen sich Offiziere der US-Armee Filmmaterial der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) an, das von unbemannten Flugzeugen aufgenommen worden war und die Armee-Operationen im Gazastreifen zeigte. Unter diesen Filmszenen befand sich auch die Operation in Chan Junis in der letzten Woche, bei der 16 Palästinenser getötet worden waren. Israel wurde vom amerikanischen Außenministerium wegen seiner Aktionen in dieser Operation heftig kritisiert.

Die amerikanischen Offiziere, die den Gazastreifen besichtigten, trafen sich mit ranghohen Offizieren vom Kommando Süd der israelischen Armee. Armeequellen teilten Ha‘aretz mit, dass die Amerikaner Filme gesehen hatten, die unter anderem massives Feuer gegen IDF-Truppen aus dem Gebiet der Moschee in Chan Junis zeigten, und zwar kurz bevor ein Hubschrauber der israelischen Luftwaffe (IAF) eine Panzerabwehrrakete auf die bewaffnete Gruppe abfeuerte. Der Film zeigt auch das Abfeuern der Rakete, die die meisten dieser Gruppe tödlich traf. Laut Armee-Quellen drückten die Amerikaner Verständnis für die Beweggründe der israelischen Kommandeure vor Ort aus und deuteten an, dass das Bild des Geschehens nach Ansicht des Filmmaterials ein vollkommen anderes sei als dasjenige, das Amerika zuvor hatte, als es die Operation verurteilte.

Innerhalb der israelischen Armee sagt man, dass das Filmmaterial deutlich zeige, dass die abgefeuerte Rakete auf bewaffnete Männer gezielt hatte. Die Armee hatte ursprünglich beabsichtigt, das Filmmaterial nach dem Tag der Operation den Medien zu übergeben, hätte sich aber schließlich dagegen entschieden. Im Verlauf des Treffens, das zwischen ranghohen israelischen und amerikanischen Offizieren stattgefunden hatte, haben die Amerikaner Unterstützung und Verständnis für die Art der Operation, die die IDF in den Territorien (besetzte Gebiete) durchführt, ausgedrückt.

Die Kommentare, die zur Zeit kontrovers zur offiziellen Position des amerikanischen Außenministeriums stehen, wurden auch von ranghohen Piloten der amerikanischen Luftwaffe geäußert. Die amerikanischen Offiziere waren besonders von dem hohen professionellen Können beeindruckt, das die israelische Armee bei den Kämpfen im Stadtbereich und beim Ausführen von Operationen, die auf palästinensische Individuen gezielt sind, zeigt. Sie hoben hervor, dass bei allem die Zahl der palästinensischen Zivilisten, die während solcher Operationen verletzt werden, relativ gering sei, was den Maßnahmen, die die israelischen Streitkräfte benutzten, zuzuschreiben sei.

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