50 Jahre Dämonisierung und Verdrehung der Wahrheit

Elder of Ziyon, 3. Mai 2017

Zwei aktuelle Artikel über den Sechstage-Krieg im Forward illustrieren, wie vergiftet falsch das palästinensische Narrativ gewesen ist.

Der Foward grub einen wunderbaren Aufsatz von Elie Wiesel aus, der nach dem Krieg geschrieben wurde. Auszüge:

Zukünftige Generationen werden es vermutlich nie glauben. Lehrer werden Probleme haben ihre Schüler zu überzeugen, dass das, was legendär klingt, tatsächlich passierte. Die Kinder werden natürlich jedes Wort schlucken, aber später, als Erwachsene, werden sie mit dem Kopf nicken und lächeln, anmerken, dass das Fantasien der Geschichte waren.

Sie werden nicht glauben, dass dieser kleine Staat, umgeben von Hass, Feuer und Mord, so schnell ein Wunder bewerkstelligt hatte. Es wird schwer zu beschreiben sein, wie eine winzige Armee inmitten eines Meers des Hasses mehrere gut ausgerüstete Militärhorden aus wer weiß wie vielen arabischen Ländern zurückschlagen und demütigen konnte.

Wie formulierte es das gefeierte Talmud-Genie Shaul Lieberman? In weiteren 2.000 Jahren werden die Leute diese Ereignisse so betrachten, wie wir über die Beschreibungen der Makkabäer und ihrer Siege denken.

Sagte ich in 2.000 Jahren? Nein, sagen wir: in einem Jahre oder sogar morgen schon.

Letzten Sonntag bedrohten die Araber und ihre Verbündeten Israel prahlerisch, wenn es wagen würde sich zu rühren, dann würde es mit seiner Existenz dafür bezahlen. Und mehrere Stunden später gingen unsere jüdischen Helden vor und die gesamte Welt folgte jeder ihrer Bewegungen mit angehaltenem Atem.

Sie werden sich an die Radiosendungen zu Beginn der Woche erinnern, die praktisch arbeitsmäßig klangen. Jede Stunden erklärte ein weiterer arabischer Staat Israel den Krieg. Ägypten, Jordanien, Syrien, der Jemen, der Libanon, Saudi-Arabien. Und dann: Marokko, Tunesien, Algiers. In Tunesien veranstaltete ein aufgehetzter Mob ein Pogrom im jüdischen Viertel. Weitere muslimische – oder teilweise muslimische – Länder beeilten sich sich dem „heiligen Krieg“ [des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel] Nasser anzuschließen. Malaysia, der Sudan, Mali, Guinea und weitere.

Wir bissen uns auf die Lippen, knackten mit den Knöcheln und konnten keinen angenehmen Ort für uns finden. In aller Stille fragten wir uns, wie schlimm der Test diesmal werden würde. Wurde dem jüdischen Volk und seinem Volk zu viel abverlangt? Wie konnten wir erwarten erlöst zu werden, im Wissen, dass der Feind Dutzende Millionen, gar Hunderte Millionen zählte – gegen nur zwei Millionen Juden in Israel?

Und dann geschah zwischen Pessah und Schawuot das Hanukkah-Wunder. Es dauerte nicht lange, bevor der vermeintlich mächtige Feind sprachlos gemacht wurde und die Nerven verlor. Selbst der sowjetische UNO-Botschafter Nikolai Fedorenko änderte plötzlich den Ton. Statt sich darüber zu sorgen, ob Nasser endlich seinen Heißhunger auf Macht zügeln würde, begannen die Führer der Welt nach Wegen zu suchen, dem israelischen Premierminister Levi Eschkol Abbitte zu leisten.

Es war so, als habe ein Theater-Regisseur, dem die Rollenbesetzung nicht vertraut ist, einen Teil seiner Schauspieler ausgewechselt: Diejenigen, die stur gegen uns waren, baten jetzt um Gnade, während ihre ehemaligen Beschützer sich jetzt von ihnen distanzierten. Über Nacht schien die Stimmung im UNO-Sicherheitsrat nicht wiederzuerkennen zu sein.

Vergleichen Sie das mit dem, was Forward-Redakteurin Jane Eisner heute über ihre miteinander kämpfenden Gefühle zum Sechstage-Krieg schreibt:

Ich nähere mich dieser 50-Jahre-Marke mit einer verwirrenden Mischung aus Verwunderung und Grauen, Freude und Verzweiflung, Stolz und Beschämung. Der vernichtenden militärische Sieg, der Israels Landfläche verdreifachte und Jerusalem dem jüdischen Volk zurückbrachte, verwandelte das Israel, das ich liebe, in einen manchmal brutalen Besatzer von schätzungsweise 2,9 Millionen Palästinensern, ohne dass ein Ende in Sicht wäre.

Ich glaube, viele andere teilen diese schmerzliche Ambivalenz. Man ist versucht sich abzuwenden, weil es sich zu verdammt schwer anfühlt sich auszusöhnen, aber unsere Verantwortung als Juden meidet das.

Warum fühlt sie so? Wegen der große Lüge, die die Welt seit 1967 durchdringt:

„Von Anfang an haben wir sie nicht als Israelis betrachtet. Wir waren versessen auf ihr Land. Wir wollten sie nicht“, sagte mir Danny Seidemann, einer der Top-Experten des Landes zu Jerusalem, vor ein paar Tagen. „Und sie betrachteten sich selbst nicht als israelisch. Alles rührt von da her.“

Es war ein historischer Sieg für Israel, absolut. Für andere Völker war es auch eine Katastrophe.

Damals wurden die Araber in Judäa und Samara nicht als „Palästinenser“ betrachtet. Sie wurden waren Jordanier. Sie bekundeten Loyalität zu Jordanien, sie waren jordanische Staatsbürger und das Wort „Palästinenser“ wurde kaum jemals für sie benutzt; bestenfalls waren sie „palästinensische Araber“, selbst in der Fatah-Charta von 1964.

Ihre neue Verwandlung in ein Volk – und ich stimme zu, dass sie heute ein Volk sind – war eine politische Entscheidung der arabischen Führung sie staatenlos und im Elend zu halten.

Der gesamte Grund, dass heute das palästinensische Volk existiert, besteht darin Israel zu vernichten.

Das ist die fundamentale Wahrheit, die nur allzu wenige zu erwähnen wagen. Es scheint grausam. Und das ist es. Aber die Grausamkeit kommt aus der arabischen Welt und den Palästinenserführern, ihrer zynischen und systematischen Verwendung menschlichen Lebens als Kanonen- und Propagandafutter gegen Israel, innerhalb wie außerhalb der Gebiete.

Jeder einzelne politische oder militärische Schritt der arabischen Welt und der Palästinenserführung hinsichtlich der palästinensischen Araber soll letztlich Israel vernichten. Manche sind dazu gedacht das früher zu tun und manche es in Phasen zu erledigen, aber das ist der eine, beständige Faktor, der die ansonsten unsinnige Geschichte der letzten fünfzig und 69 Jahre erklärt.

Warum entschied sich Jordanien 1988 Millionen Menschen staatenlos zu machen? Warum unterschrieb Arafat die Oslo-Vereinbarungen und behauptete dem Terror abzuschwören? Warum hat die arabische Welt es abgelehnt die Palästinenser – und nur die Palästinenser – Staatsbürger werden zu lassen? Warum lehnten die Palästinenser 2000 und 2001 die Eigenstaatlichkeit ab und begannen einen Terrorkrieg? Warum verwenden sie so viel Zeit auf symbolische Siege in der UNO statt tatsächlich irgendetwas zu tun, um ihrem Volk zu helfen? Warum lehnen Palästinenserführer es ab europäische Initiativen für Graswurzelinitiativen wie Jugend-Fußballspiele zwischen ihnen und israelischen Kindern zuzustimmen? Warum hat es trotz gewaltiger Finanzunterstützung durch den Westen keinerlei von der PA gebauten, maßgeblichen neuen Universitäten oder Krankenhäuser gegeben? Warum gibt es immer noch „Flüchtlings“-Lager in Gegenden unter palästinensischer Kontrolle? Warum gibt es immer noch die UNRWA? Warum bestehen Palästinenser darauf, dass Jerusalem, eine Stadt die in tausend Jahren muslimischer Herrschaft weithin ignoriert wurde, ihre Hauptstadt sein muss?

Meinungsumfragen, die damit behelligen die angemessenen Fragen zu stellen, decken die Antworten auf: Der „Palästinenserstaat“, von dem die Welt glaubt, dass die Palästinenser ihn ersehnen, ist nur als Phase zur Vernichtung Israels gedacht; und die Palästinenser geben es selbst zu. Das ist der Grund, warum das „Rückkehrrecht“ immer noch als offene Frage außerhalb der Eigenstaatlichkeit gehalten wird. Das ist der Grund, dass die Hamas einen Staat in den Gebieten „akzeptiert“. Das ist der Grund, warum es so viel Widerstand gegen Kompromisse in allen Verhandlungen gibt – weil Kompromiss bedeutet, dass die Ansprüche enden müssen; darauf zu warten, dass die Welt 100% der Phase liefert, bedeutet, dass es einen Phase 2 geben wird.

Die traurige Tatsache lautet, das jeder Palästinenser mit falschen „Flüchtlings“-Status, innerhalb oder außerhalb der Gebiete, eine Schachfigur ist. Das wurde seit den 1950-er Jahren erkannt, aber die Sehnsucht Israel irgendwann zu vernichten ist das, was die Sache heute noch am Leben erhält, nicht „Gerechtigkeit“. Welche Art von Gerechtigkeit findet sich darin Menschen künstlich im Elend zu halten und vorzugeben, das würde zu deren eigenem Guten geschehen?

50 Jahre Propaganda und Lügen haben enorme Auswirkungen gehabt. Das Ende von Elie Wiesels Aufsatz ist heute deprimierend, weil die Antisemiten der Welt es geschafft haben ihre Propaganda so gründlich zu verbreiten, dass es klingt, als sei es in einem anderen Zeitalter geschrieben worden:

Erinnern Sie sich , wie tausende jüdische Jugendliche die israelischen Konsulate belagerten und darum bettelten als Freiwillige nach Israel geschickt zu werden? Erinnern Sie sich an die Massendemonstrationen auf den Straßen? Und an die zahllosen Juden, einschließlich der Ärmsten der Armen, die ihre dürftigen Ersparnisse in Puschkes [Wohlfahrtsspardosen] des United Jewish Appeal steckten?

Dieses neue jüdische Erwachen ist Teil dieses Wunders, ein Teil des jüdischen Sieges. Diejenigen, die glaubten, die Juden würden durch riesige Armeen in Angst versetzt, haben sich geirrt; und diejenigen, die glauben, man könne den jüdischen Staat vom jüdischen Volk überall in der Welt trennen, haben uns eindeutig unterschätzt.

Leider haben sie im Verlauf von fünfzig Jahren ein einem gewissen Ausmaß Erfolg gehabt, denn nur allzu viele Juden haben das Instant-Getränk des Palästinenserstaats getrunken und betrachten Israel nicht als liberale Bastion, die versucht den jüdischen Staat in der uralten jüdischen Heimat zu schützen, sondern als grausamen Kolonialbesatzer von „palästinensischem Land“ – eine Redewendung, die 1967 nie jemand hervorbrachte.

Wenn die Palästinenser einen Staat und Frieden haben wollten, hätten sie einen Staat und Frieden. Ihr Verlangen ist es einen solchen Staat als Startrampe zur Vernichtung Israels zu verwenden, das sie staatenlos gemacht hat.

Das ist die einzige beständige Bedrohung, die die gesamten fünfzig Jahre der Propaganda, Lügen, falschen „Moderatheit“ und Terror erklärt.

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