Pädagogik des Hasses

Itamar Marcus und Barbara Crook (Jerusalem Post, 4.1.2004)

Wenn Sie wissen wollen, was wirklich der Kern des palästinensischen Konflikts mit Israel ist, fragen Sie nicht die Politiker oder die Diplomaten. Gehen Sie zu den Experten: den palästinensischen Kindern. Anders als der Rest der Welt haben sie genau aufgepasst, was ihre Führer und Lehrer sie gelehrt haben und sind bereit umzusetzen, was sie gelehrt wurden.

Z.B. erklärten in der letzten Woche auf PA-TV interviewte Kinder klar und ohne Zögern, dass Israel kein Recht hat zu existieren und dass ihre Ziele, für die sie ihr Leben zu opfern bereit sind, die Vernichtung Israels und die Vertreibung aller Israelis sind.

„Sie [die Juden] kamen, um Palästina zu stehlen; das sind Tel Aviv, Jaffa, Haifa, Akko, Ramle. All diese Städte gehören Palästina“, erklärte ein Jugendlicher in der Sendung, was Jahre der Standard-Indoktrination der Palästinensischen Autonomiebehörde widerspiegelt. Und weil er überzeugt ist, dass Israel kein Recht hat zu existieren: „Wir hoffen, hoffen, hoffen, und ich betone dies, dass die arabischen Länder und die ausländischen Staaten, alle Länder der Welt, die Palästinenser unterstützen werden und die Israelis vertreiben werden.“

„Wir müssen alle Israelis aus Palästina vertreiben. Weil Israel – es gibt nichts in der Welt, das Israel hei&zslig;t. Die Israelis kamen aus Holland, Amerika, dem Iran.“

Man sieht die Kinder, wie sie versprechen, dass sie weiter kämpfen werden, Generation um Generation, „bis sie Palästina befreien“.

Darüber hinaus fürchten sie den Tod im Kampf nicht, denn er ist „Schahada“ – Tod für Allah. „Selbst, wenn alle palästinensischen Kinder, palästinensischen Jugendlichen, palästinensischen Frauen und palästinensischen Männer sterben, werden wir nicht kapitulieren!“

Nichts davon überrascht jemanden, der aufgepasst hat, was im palästinensischen Bildungssystem und Bildungsfernsehen der PA abläuft. Israel ist von den Landkarten, aus den Schulbüchern der PA gestrichen, seine Historiker leugnen Israels Geschichte und sein Existenzrecht und die Lehrer auf allen Ebenen lehren, dass Israel ein ausländisches, koloniales Implantat ist.

Trotz ihrer Behauptung des Gegenteils delegitimisieren die Schulbücher der PA Israel weiter und tun es als fremden Besatzer ab: „Palästina sah sich nach dem ersten Weltkrieg der britischen Besatzung gegenüber und ab 1948 der israelischen Besatzung.“ [Nationale Bildung, 6. Klasse, S. 16] Kinder werden gelehrt, dass ganz Israel Teil (des Staats) „Palästina“ ist, z.B.: „Unter den berühmten Felsen Südpalästinas sind die Felsen von Beerscheba und dem Negev.“ über „Palästinas“ Wasserquellen werden Kinder gelehrt: „Die wichtigste ist der See Genezareth…“ [Unsere schöne Sprache, 6. Klasse, Teil A, S. 64; Nationale Erziehung, 6. Klasse, S. 9-10.]

Solche Botschaften der Delegitimierung sind von Premierminister Ahmed Qurei bestätigt worden. Von ihm gibt es Aufzeichnungen, dass er die Idee Israels als jüdischem Staat ablehnt. „Präsident Bush sagte, dass Israel ein jüdischer Staat sei, was Grund zur Besorgnis ist. Das hätte nicht gesagt werden dürfen.“ [Al-Nahar Libanon und Al-Hayat al-Jadida, 15. Juni 2003]

Mit der PA verbundene Historiker treten regelmä&zslig;ig im Bildungsfernsehen auf, um diese Botschaft zu verstärken. Erst letzte Woche betonte der Historiker und Bildungsfernseh-Moderator Dr. Isam Sisalem einmal mehr, was er in zahlreichen Sendungen sagte: dass Juden „… keine Geschichte und keine Verbindung zu diesem Land haben und nichts als ein „Krebsgeschwür“ sind, das die Briten pflanzten um den Nahen Osten zu kontrollieren.

In derselben Bildungssendung lie&zslig; ein weiterer Historiker die berüchtigte antisemitische Fälschung „Die Protokolle der Weisen von Zion“ wieder aufleben, die er als eine der Grundlagen des Ersten Zionistischen Kongresses von 1897 zitierte: „Die zionistische Bewegung begann auf dem Baseler Kongress die Ausbeutung des Machtkampfs zu planen, den Kampf Europas um den Nahen Osten…“, sagte Dr. Riad Al-Astal, ein Geschichts-Dozent der Al-Azhar-Universität in Gaza.

Die Konsequenz ist: Wenn wir Kinder im PA-Fernsehen sehen, die sagen, sie wollen Israel vernichten um „Tel Aviv, Jaffa, Haifa, Akko und Ramle“ zu befreien und die Juden zu vertreiben, dann sehen wir Kinder, die sehr genau die Meinungen nachplappern, die ihnen von der Gesellschaft der PA beigebracht und verstärkt werden.

Die Jahre anti-israelischer Indoktrination sind in der Tat alarmierend effektiv darin gewesen die palästinensische Jugend zu lehren, dass die Juden keine Beziehung zu Israel haben, dass Israel kein Recht hat zu existieren und dass das überragende Ziel der nächsten Generation ist – selbst, wenn es ihr Leben kostet – Israel zu eliminieren.

Das Wesen des Konflikts ist Israels Existenzrecht – nicht die Frage der Grenzen, der Territorien oder der Flüchtlinge. Friedensverhandlungen, in denen es nicht um das Bildungssystem der Palästinenser und seine Indoktrination geht, werden kurzfristige Papier-Vereinbarungen sein, die zum Scheitern verurteilt sind.

Die palästinensischen Kinder haben das schon begriffen. Vielleicht sollte der Rest von uns nachsitzen.

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