Jerusalem, Israels Kinder

The Real Jerusalem Streets, 14. Juni 2017

Der Juni ist voll von Schulabschlussfeiern und Schuljahresendefeiern,
angefangen von Kindergärten bis zu Ehrendoktoraten.
Dazu all die verschiedenen Festivals in Jerusalem.
Es ist unmöglich mit allem auf dem Laufenden zu bleiben.

Das Säle des Jerusalem Theater waren gefüllt vom
dem 56. Jährlichen Israel-Festival, das jedes Jahr im Juni stattfindet.

„Tirzas Lieder“, eine einzigartige Aufführung von Nathan Slor
mit Musik und Lesungen seiner Mutter Tirza Atar (sel. Angedenkens)
war ein unvergesslicher Abend für einen ausverkauften Saal.

Draußen konnte jeder die Chopin-Straße entlang
und hinunter bis zum Hansen-Haus

Musik und Lichter der Jerusalem Design-Woche

sehen und hören.

Außer von diesen Musikern, die nur von den Besuchern
der Festivals zu hören waren, besondere Kopfhörer trugen,

Die zwei großen Jerusalemer Buchmessen waren dieses Jahr
so geplant, dass sie einander überlappten.

Aber die großen Schilder für die Buchmesse, das am Alten Bahnhof aufgestellt waren,

sind schon von denen für das Lichterfest ersetzt worden.

Im Inneren des Takhana Rischona, dem Alten Bahnhof,

waren am Eingang Kinderbücher ausgestellt

und tägliche Auftritte von Kindern geplant.

Die Flaggen der Teilnehmer der internationalen Messe

wehten außerhalb der Bahnhofshalle,

die mit Auslagen gefüllt war,

mit den Ständen der Verlage und Reihen an Büchern
und mit Autoren, die kamen um Einkäufe zu signieren.

So viel zu tun, so viel geschieht
und so viel Aufmerksamkeit für Kinder.

Aber…

Ebenfalls im zentralen Zelt des Alten Bahnhofs
gab es gestern Abend eine sehr andere Veranstaltung.

Hunderte Menschen kamen auf kurzfristige Ankündigung,
nur von ein paar Facebook-Posts am Nachmittag informiert.

Eltern von Kindern mit Krebs hielten Schilder,
mit denen sie den israelischen Gesundheitsminister Litzman
drängten ihre Kinder zu retten.

Ein weißes, großes, klimatisiertes Zelt wurde auf dem Basketball-Platz
des Gan Sacher, dem Sacher-Park, aufgebaut.
Der Park war schon früher ein Ort von Protestzelten.

Aber dieses ist ein provisorisches Kinderkrankenhaus,

das sogar Medizin-Clowns hat.

An der Lage ist allerdings nichts lustig.
So wie ich diese komplizierte Sache verstehe,
schloss das Hadassah-Krankenhaus seine Kinder-Krebsstation,
um diese mit der für Erwachsene zusammenzuschließen
und die Kinder-Onkologen kündigten scharenweise.

Einige Eltern haben die Hoffnung auf eine adäquate Behandlung
ihrer schwer kranken Kinder in Jerusalem aufgegeben
und fahren für medizinische Behandlung nach Tel HaSchomer.

Andere Eltern wollen, dass das Schaare Zedek-Krankenhaus
eine Kinderonkologie eröffnet.

Ärzte, Eltern und Politiker sind involviert.
Hoffentlich wird diese schmerzhafte Situation bald gelöst,

und ich kann wieder über
Live-Musik in den Kunstgärten des Israel Museums berichten.

Ramadan-Beleuchtungen säumen die Straßen
und der rekordverdächtige Anstieg des Tourismus,

füllt die einst leeren Hotelräume und -Lobbys.

Derweil ein refuach schelama,
Gedanken und Gebete für eine rasche und vollständige Genesung
all den Kindern und eine Lösung des Dilemmas.

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