Palästinensische Umweltverschmutzung: ein schmutziges kleines Geheimnis

Stephen M. Flatow, JNS.org, 20. Juni 2017

Exzessive Steinbrucharbeiten der Palästinenser in einem Naturschutzgebiet in der Judäischen Wüste wurde von der israelischen Zivilverwaltung gestoppt. (Foto: Israelische Zivilverwaltung)

Die israelischen Behörden beschlagnahmten letzte Woche zwei Traktoren, einen hydraulischen Bagger und weitere Ausrüstung, die von Palästinensern für illegale Steinbrucharbeiten genutzt wurden, was ein außerordentliches Naturschutzgebiet in der Judäischen Wüste schädigte.

Würde eine große amerikanische Zeitung darüber berichten, dürfte die Schlagzeile vermutlich lauten „Israel beschlagnahmt palästinensische Traktoren.“

Ich sage „würde“, weil es nicht wirklich wahrscheinlich ist, dass die New York Times oder die Washington Post jemals eine Geschichte bringen würden, die die palästinensische Sache schlecht aussehen ließe. Das würde ihren Drang für die Gründung eines Palästinenserstaats zu werben untergraben.

„Die Palästinenser haben in dem Bereich mehrere Jahre lang illegale Steinbruchaktivitäten durchgeführt und die Steinbrüche im Verlauf der letzten Monate beträchtlich ausgeweitet, besonders im oberen Teil der Darga-Schlucht, einem saisonalen Wasserlauf, der aus der Judäischen Wüste ins Tote Meer verläuft.“, berichtete Israel HaYom. „Die umfangreichen Steinbrucharbeiten haben das Ökosystem in dem außerordentlichen Naturschutzgebiet systematisch zerstört…“

Nach Angaben von Marco Ben-Shabbat, dem Leiter der Inspektoreneinheit der israelische Zivilverwaltung, „gehen die Palästinenser einfach von einem Ort zum nächsten auf der Suche nach Stellen, wo sie graben können. Es ist undenkbar, dass ein Ort, der 2000 Jahre lang ungestört war, auf diese Weise innerhalb eines Monats geschädigt wurde.“ Ben-Shabbat sagte, er „hatte die PA kontaktiert, in dem vergeblichen Versuch, dass diese den Schaden für das Naturschutzgebiet ohne israelische Intervention verhindert.“

All diese illegalen Steinbrucharbeiten sind zudem eine eklatante Verletzung der Oslo-Vereinbarungen, die jegliche derartigen Aktivitäten ohne israelische Zustimmung verbieten. Doch da die Nachrichtenmedien und die internationale Gemeinschaft die vielen anderen palästinensischen Verstöße gegen die Vereinbarungen gewohnheitsmäßig ignorieren, warum sollten sie wegen dieser den Mund aufmachen?

Im letzten Oktober deckte Ha’aretz-Korrespondent Zafrir Rinat, dass „seit Jahren Abwässer aus Bereichen der von der palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Westbank Flüsse innerhalb Israels verschmutzen… letzte Woche führte das Problem zum ersten Mal dazu, dass im Bereich von Netanya ein Strand nahe der Mündung des Alexander-Flusses gesperrt werden musste.“

Und der Beit-Yannai-Strand war nach Aussage von Rinat nicht das einzige Opfer der Abwässer der Olivenöl-Fabriken aus dem Bereich Nablus: „Die Naturschutzbehörde sagt, dass diese Abwässer eine Menge Wildtiere töten und die in einem Gebiet gemachten Wiederherstellungsarbeiten zunichte gemacht werden. Die Behörde hat vor diesem Problem in der Vergangenheit häufig gewarnt.“

Amerikanische und europäische Zeitungen zitieren Ha’aretz oft, wenn sie Artikel veröffentlicht, die Israel in ein schlechtes Licht stellen. Sie loben Ha’aretz als die „New York Times Israels“ nd stellen sei als maßgebliche Informationsquelle zu Israel und den Palästinensern dar. Aber in den seltenen Fällen, in denen Ha’aretz etwas druckt, das die PA in ein schlechtes Licht stellt, verlieren die großen US-Tageszeitungen das Interesse.

Man erinnert sich: Die internationalen Nachrichtenmedien schauten weg, als die israelischen Behörden eine Holzkohle-Fabrik im von der PA beherrschten Ya’bad schlossen, die in der Region schlimme Luftverschmutzung verursachte. Israel warnte die PA wiederholt wegen des Problems, aber diese lehnte es ab zu handeln – obwohl die örtlichen palästinensischen Dörfer wegen des Rauchs aus der Fabrik unter einer unverhältnismäßig hohen Rate an Problemen mit den Atemwegen litten.

Die Auswirkungen der palästinensischen Umweltverschmutzung sind für die Frage von erheblicher Bedeutung, ob es einen Palästinenserstaat geben sollte oder nicht. Jeder Versuch Israels gegen Umweltverschmutzung vorzugehen, die von einem Staat „Palästina“ ausgeht, würde eine Verletzung der nationalen Souveränität eines anderen Landes darstellen. Die Israelis würden verurteilt und sähen sich vielleicht sogar internationalen Sanktionen ausgesetzt. Giftiger Rauch würde Israels Luft füllen und tödliche Abwässer würden in seine Flüsse fließen und Israel wäre nicht in der Lage das zu beenden.

Das ist der Grund, warum Fürsprecher der Palästinenser in den Nachrichtenmedien und „Friedens“-Gruppen niemals von der Holzkohle-Fabrik in Ya’bad oder den Olivenöl-Fabriken in Nablus reden, auch nicht von den Steinbrucharbeiten in der Judäischen Wüste. Sei wissen, dass das schmutzige kleine Geheimnis der palästinensischen Umweltzerstörung ernste Fragen bezüglich der Frage der palästinensischen Eigenstaatlichkeit aufwerfen würden – Fragen, die sie lieber nicht beantworten wollen.

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