Die Doppelzüngigkeit von Fayyad und Abbas: Gewaltlosigkeit predigen, aber Terroristen ehren

Itamar Marcus/Nan Jacques Zilberdik, Palestinian Media Watch, 7. April 2010

Anders als Äußerungen sowohl von PA-Premierminister Salam Fayyad als auch des Vorsitzenden Mahmud Abbas, sie würden „gewaltfreien Widerstand“ unterstützen, sprechen ihre Taten weiterhin dafür, dass sie Gewalt und Terror unterstützen. Wie PMW berichtete, haben die PA-Führer wiederholt Terroristen in deutlich veröffentlichten Handlungen der letzten Monate Terroristen geehrt.

Die jüngste Vorstellung der Unterstützung von Terror durch die PA-Führung fand letzte Woche statt, als sowohl Abbas als auch Fayyad einen der berüchtigtsten Terroristen der ersten fünf Jahre des palästinensischen Terrorkriegs (der „Intifada“) ehrten. Der Terrorist Abdallah Daud führte den palästinensischen Geheimdienst in Bethlehem und war aktiv am palästinensischen Terror gegen israelische Zivilisten beteiligt. Als Israel 2002 in dem Versuch in Bethlehem eindrang, den palästinensischen Terror auszumerzen, war Abdallah Dau einer der meist gesuchten palästinensischen Terroristen, die in die Geburtskirche stürmten. Mehrere Wochen lang kämpften Daud und seine Mitterroristen gegen Israel aus dem Inneren der Kirche heraus, wobei sie praktisch die Mönche und den religiösen Ort als ihr Schutzschild benutzten.

Israel stimmte schließlich zu, die Terroristen ohne Gerichtsverfahren gehen zu lassen; sie wurden ins Ausland und den Gazastreifen deportiert. Daud wurde nach Zypern und später nach Mauretanien geschickt, wo er letzte Woche eines natürlichen Todes starb.

Unter Ignorierung der Verbrechen und des Terrors, der zu Dauds Deportation führte, entschieden sich die PA-Führer letzte Woche den Terroristen Daud zu ehren, indem sie ihm ein „offizielles“ Begräbnis gaben. Die offizielle PA-Zeitung berichtete von der Beerdigung mit einem großen Bild auf der Titelseite.

Abbas schickte einen persönlichen Abgesandten zu der Beerdigung. Er sprach in Abbas‘ Namen:

„Wir müssen den Weg des Schahid [Märytrers] Daud weitergehen, der immer an den Kampf glaubte, in Liebe zu seiner Heimat und in der Erkenntnis nationaler Einheit.“ [Al-Quds, 28. März 2010]

Der palästinensischen Premerminister Fayyad entschied sich den Terroristen öffentlich und persönlich zu ehren, indem er einen Kondolenzbesuch im Haus der Familie absolvierte. Fayaad „zählte die Tugenden des Shahid auf“ und stellte fest, dass er „an der Ungerechtigkeit seiner Ausweisung litt“. Die Geschichte hinter der Ehrung des Terroristen wurde ebenfalls auf der Titelseite der offiziellen Tageszeitung der PA berichtet.

Weitere Beispiele der Ehrung von Terroristen durch Fayyad in der jüngsten Vergangenheit:
Am 26. Dezember 2009 machte Fayyad Kondolenzanrufe in den Häusern jedes der drei Terroristen, die den israelischen Rabbi Meir Avsahlom Hai aus einem vorbeifahrenden Auto heraus schießend ermordeten.
Am 14. Februar 2010 machte Fayyad einen Kondolenzanruf bei der Familie des Terroristen, der versuchte einen israelischen Soldaten zu erstechen.

Weitere Beispiele der Ehrung von Terroristen durch Abbas in der jüngsten Vergangenheit:
Am 27. Dezember ehrte Abbas drei Terroristen, die den israelischen Rabbi Meir Avshalom Hai aus einem vorbeifahrenden Auto heraus schießend ermordeten; er nannte sie „Shaide der palästinensischen Revolution…“
Am 29. Dezember 2009 ehrte Abbas die Terroristin Dalal Mughrabi mit einer Geburtstagsfeier.
Am 17. Januar 2010 verteidigte Abbas die Benennung eines Platzes nach der Terroristin Dalal Mughrabi.
Am 6. März 2010 beförderte Abbas den in einem israelischen Gefängnis einsitzenden Terroristen Mahmud Damra zum Generalmajor.
Am 9. März 2010 ehrte ein Vertreter Abbas‘ die Terroristin Dalal Mughrabi, indem er sie die „Brücke, über die wir den Weg in unsere Freiheit gehen“ nannte.

Es folgt der Bericht über Fayyads Kondolenzbesuch in der letzten Woche, der auf der Titelseite der offiziellen PA-Tageszeitung erschien:

Premierminister Dr. Salam Fayyad gab gestern im Flüchtlingslager Balata in Nablus seinem Beileid zum Tod des Shahid (Märtyrers) Abdallah Daud Ausdruck. Der Premierminister zählte die Tugenden des Shahid auf und sagte, sein Tod so weit entfernt von seiner Heimat und unter der Ungerechtigkeit seiner Ausweisung leidend verleihen seinem Märtyrertum ein klares nationales und menschliches Ansehen.“

[Al-Hayat Al-Jadida, 31. März 2010]

Nachfolgend der Bericht zu Abbas Erklärung, die von Mahmud al-Aloul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, auf der Beerdigung verlesen wurde:

Mahmud al-Aloul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, hielt im Namen von Präsident Mahmud Abbas eine Rede, während der er die Lebensgeschichte des Shahid (Märtyrers) wiedergab, der sein Leben für sein Land und für sein Volk opferte. Al-Aloul sagte, wir müssten den Weg des Shahid Daud gehen, der immer an den Kampf glaubte, in Liebe seines Heimatlandes und der Erkenntnis nationaler Einheit.“

[Al-Quds, 28. März 2010]

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