Die Kultur des Hasses

MEMRI-Sonderbericht Nr. 328 – Arabischer Antisemitismus, 8. Januar 2002

Die saudische Regierungszeitung zur „Kultur des Hasses“:
Im Folgenden bringen wir Auszüge aus einem Artikel von Abdallah Al-Ka’id in der saudischen Tageszeitung „Al-Riyadh‘ mit dem Titel „Die Kultur des Hasses“ (Al-Riyadh, Saudi Arabien, 22. November 2001):

Wenn eine bestimmte Kultur durch negative Merkmale wie Aggressivität, Piraterie, Rassismus oder einen anderen abstoßenden Begriff charakterisiert wird, muss sie von anderen Gesellschaften gehasst werden, außer von denen, die dieselben Merkmale teilen. Das ist eine natürliche Reaktion…

Wenn andererseits sich in einer Gesellschaft der Hass gegen eine andere Gesellschaft oder Nationen [d.h. der westliche „Hass“ gegen die Nation des Islam] wegen deren Glauben oder ihrer Lebensform einpflanzt oder weil sie nicht mit bestimmten Traditionen oder Bräuchen klar kommt – dann kann das nicht akzeptiert werden!!!

Zum Beispiel kann man über den Hass der meisten Nationen der Welt gegen das „zionistische Gebilde“ erstaunt sein – wegen seiner Geschichte, die nicht voll ist von menschlichen Errungenschaften, sondern von barbarischen Massakern, Betrug und teuflischem Geist. Wegen dem, was sie durch die Besatzung des arabischen Staates Palästina durch sie [die Juden] zu leiden haben, der Katastrophen, der Grausamkeit und der Ungerechtigkeit, die allen bekannt sind, ist der Hass besonders unter den Arabern im Steigen begriffen.

Hass gegen den zionistischen Feind wird mit der Muttermilch aufgesaugt

Aus diesem Grund saugen arabische Säuglinge – bevor sie das Alter der Selbsterniedrigung und Unterwerfung erreichen – den Hass gegen den zionistischen Feind mit der Muttermilch auf; dieser Hass kann nicht ausgemerzt werden, trotz allen Geredes über falsche Friedensabkommen.

Wie warm auch immer die Küsse, wie kräftig das Händedrücken auch sein werden, ihre Herzen sind voll Hass, ihre Seelen voller Wut und ihre Augen blicken mit Ekel auf die Flagge des zionistischen Gebildes im Herzen [einiger] arabischer Hauptstädte.

Ehrenmänner wollen die Flagge in Stücke reißen, sie auf dem Boden verschmutzen. Sie wollen diese Fremden hinaus werfen, die in unser Land kamen, so dass unsere palästinensischen Brüder in ihrem Land in Frieden und Sicherheit leben können wie andere Völker auch. Haben sie nicht das Recht dazu?

Unser Hass in unseren Seelen verwurzelt

Ich predige den Hass nicht oder lobe ihn als eine Methode des menschlichen Verhaltens. Aber das gehasste Individuum oder die gehasste Gesellschaft muss sich selbst hinterfragen, um zu verstehen, warum es so ist, denn keine Gesellschaft oder Person kann ohne Grund so gehasst werden…

Ich möchte ein gutes Beispiel dafür anführen, wie der Hass gegen das zionistische Gebilde in den Seelen der Araber Wurzeln schlägt… Ich nahm an einer internationalen Konferenz über Verkehrsunfälle im Militär teil, die in Paris statt fand. Bei mir war ein Kollege, einer der enthusiastischen, jungen Offiziere, dessen Laune umschlug, als er erfuhr, dass ein Mann, der bei einem Randgespräch zwischen den Treffen neben uns gestanden hatte, ein Transport-Offizier des verabscheuten zionistischen Gebildes war.
Mein Kollege schäumte vor Wut und schwor, dass er nicht neben diesem Kriminellen stehen würde, mit ihm sprechen würde oder den Saal beträte, in dem er saß… Er beruhigte sich nicht, bevor ich ihm schwor, dass ich nicht gewusst hatte, welche Staatsbürgerschaft dieser Mann inne hatte, denn er war in der Gesellschaft von Offizieren aus aller Welt – und dass ich selbst nicht in der Lage war, neben jemandem zu stehen, von dessen Händen das Blut unschuldiger Araber tropfte.

Dies sind unserer Feinde und unser Hass gegen sie ist in unseren Seelen verwurzelt; das einzige, das ihn beseitigen kann, ist ihr Abzug aus unserem Land und die Reinigung unserer heiligen Stätten von der Schändung durch sie!!!

Ich denke, dieser Text spricht für sich. Wenn den Israelis auf arabischer Seite schon bei den „moderaten“ Staaten eine solche Haltung entgegen schlägt, was kann man dann erst von den „Extremisten“ erwarten?
Dass diese Meinung nicht die eines Einzelnen ist, kann man daran erkennen, dass sie in der Zeitung der saudischen Regierung veröffentlicht wurde. Dort wird wohl kaum etwas abgedruckt, was der Haltung der saudischen Herrscher (offen) widerspricht.

Der Autor macht jede Hoffnung zunichte, dass sich am arabischen Hass etwas ändern könnte. Er erklärt fest und unwiderruflich, dass alles andere als der Hass auf Israel unglaubwürdig ist, Täuschung. Wenn das so ist, dann spielen alle Verhandlungen der Israelis mit den Palästinensern oder jedem anderen arabischen „Gebilde“ (seien es Staaten, Organisationen oder andere Gruppierungen) keine Rolle – denn sie werden keinerlei Wirkung haben; sie werden nur ein Ziel haben: Die Schritte zur Vernichtung Israels weiter voran zu treiben und die Ausgangsposition für den nächsten Schritt zu verbessern.

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