19 Fotos aus Jerusalem zu Tischa B’Av

The Real Jerusalem Streets, 2. August 2017

Die neun Tage vor Tischa B’Av
sind immer heiß, außer man leb in der Südlichen Hemisphäre.
Dieses Jahr war keine Ausnahme,
außer man zählt die noch heißeren Temperaturen als normal.

Jerusalem in Israel ist bekannt für seine kühleren Abende,
aber der Abend von Tischa B’Av blieb feuchtwarm.

Ungeachtet des ungemütlichen Wetters wagten sich Tausende ins Freie,
um sich auf die Steine und Straßen zu setzen,
um einer Lesung des Eichah, der Klagelieder Jeremias zuzuhören.

Im Gan Ha’aztmaut, dem Unabhängigkeitspark,

saß diese Frau auf einem Poller um zuzuhören,

während dieser Polizist auf dem Boden saß.

Seit 2011 habe ich mich dem Gang um die Stadtmauern angeschlossen;
Sicherheitsbedrohungen schienen ein jährlicher Bestandteil dieses Ereignisses zu sein.

Wegen der jüngsten Morde und Krawalle auf dem Tempelberg
erhielt der Gang erst in letzter Minute die Genehmigung.

Es war schwer die lange Schlange der Teilnehmer auf ein Foto zu bekommen.

Als wir uns dem Damaskustor näherten,
dem Ort vieler jüngster Unruhen,
warteten die arabischen Medien, um die Mitlaufenden festzuhalten.

Berittene Polizisten waren bereit,

als die Menge mit israelischen Flaggen vorbeikam.

Ein paar hielten an, um nahe des Damaskustores,

kurz bevor die Stufen zu sehen waren, auszuruhen.

Dieses Jahr war Tischa B’Av nach dem Ramadan
und am Damaskustor war es ruhig.

Dies ist die einzige Zeit des Jahres,
in der ich an diesem Tor vorbei

und um es herum gehe, um den dramatischen nächtlichen
Anblick auf dieser Seite der Mauer auf dem Weg zum.

Löwentor einzufangen.

Das war der Ort, an dem muslimische Gottesdienstbesucher
die Straßen füllten und randalierten und von der Polizei kontrolliert wurden.

Jetzt aber füllten hunderte Juden dieselben Straßen
und saßen bis spät in die Nacht auf den Steinen, wo sie
friedlich den Sprecherinnen der Women in Green zuhörten.

Geht man weiter um die Mauern und geht durch das Dungtor hinein,

sieht man die gewaltigen Steine, die im Verlauf der Jahrhunderte
am unteren Teil der Mauer übrig geblieben sind,
Erinnerung an die historische Zerstörung Jerusalems.

Weiter zu Kotel, der Westmauer,

wo sich tausende versammelten, um sich hinzusetzen und zu trauern,

um sogar die Nacht auf dem Boden zu verbringen.

Die ganze Nacht über kamen Menschen an.

Die vergoldete Kuppel des Felsendoms,
gebaut über den Grundstein, schimmerte über den Lichtern der Kotel.

Jerusalem, die Stadt des Friedens, hat viele Herrscher
und tausende Jahre Konflikt erlebt.
Dieses Jahr verlief friedlich,
die einzigen Worte, die ich auf dem Gang um die Mauern hörte,
waren immer wieder „תודה – Danke!“
an die Polizei und das Sicherheitspersonal,
die entlang der Route wachten.

Die Lichter auf den Straßen der Altstadt waren
für Tischa B’Av abgeblendet,
aber die große Tempel-Menorah brannte hell.

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