Ägypter verlangen, dass Israel Eilat den Palästinensern übergibt

David Bedein, IsraelInsider.com, 22. Dezember 2006 (nicht mehr online)

Man wird sich daran erinnern, dass der Krieg von 1967 ausbrach, nachdem Ägypten die Straße von Tiran schloss und [damit] den Handelsweg Israels aus seinem südlichen Hafen Eilat strangulierte.

Kaum gekannt hingegen ist, dass Ägypten Anspruch auf die Stadt Eilat erhob, seitdem die Ägypter Eilat an den frisch entstandenen Staat Israel verlor, nachdem die Israelis die ägyptische Armee im Krieg von 1948 besiegten und die Ägypter aus dieser südlichen Hafenstadt am Roten Meer hinauswarfen.

Jetzt, im Zuge von Berichten über Pläne einen Kanal zu bauen, der das Rote Meer auf der israelischen Seite und das Tote Meer auf seiner jordanischen Seite miteinander verbindet, brach im ägyptischen Parlament eine hitzige Debatte aus, in der sich die Parlamentarier gegen das „israelische Komplott“ aussprachen „den Suezkanal abzuwürgen“ [wörtlich: tot zu würgen].

Im Verlauf der Debatte, die seit zwei Tagen im Parlament läuft, wurde Abed al-Aziz Sayef a-Nasser, ein Berater des ägyptischen Außenministers, als Experte zur Zeugenaussage aufgerufen. A-Nasser ist der Direktor der Rechtsabteilung des ägyptischen Außenministeriums.

„Eilat, oder wie es früher hieß, Umm Rashrasch, gehört den Palästinensern“, sagte er in Darstellung der Meinung des ägyptischen Außenministeriums.

Sein Vorgänger, Dr. Nabil el-Arabi, war Leiter der Rechtsabteilung des Außenministeriums und führte die Delegation für die Verhandlungen um Taba. Er erklärte ebenfalls nachdrücklich: „Eilat gehört den Palästinensern.“

A-Nassers Antwort sollte die Gemüter in der rüpelhaften Debatte im ägyptischen Parlament beruhigen, nachdem Dutzende Oppositionsabgeordnete verlangten, man solle Verhandlungen zur Rückgabe Eilats unter ägyptische Hoheit führen.

Oppositionsabgeordnete rekrutierten einige Rechtsexperten, Dozenten für internationales Recht und Experten für Geographie und Topographie, die Dokumente und Meinungen zeigten, dass Eilat Territorium ist, das zu Ägypten gehört und 1949 von Israel erobert wurde. Sie machten geltend, dass das ägyptische Verhandlerteam für Taba vor 20 Jahren Eilat an Israel abgab „im Rahmen des Wunsches Vertrauen aufzubauen und ägyptischen guten Willen im Geist des Friedensvertrages zu zeigen“.

Das war nicht das Ende in dieser Sache. Ein ägyptischer Experter für internationales Recht präsentierte im Parlament eine Zwischenposition: „Eilat gehört formell zu Ägypten, administrativ den Palästinensern.“

In der Debatte vor zwei Tagen im Parlament zückte der Oppositionsabgeordnete Mohammed al-Aadali, ein Dokument aus dem Jahr 1906, das im Namen des ottomanischen Sultans erklärt: „Umm Raschrasch gehört zu Ägypten. An dieser Stelle – sagten die ägyptischen Experten für Topographie und Geographie – sollten ägyptische Pilger halten und auf dem Weg in die heiligen Städte in Saudi Arabien ausruhen.

Ein weiteres Dokument betrifft Zeugnis zu den 350 ägyptischen Polizisten, die in Umm Raschrasch waren, kurz bevor es im März 1949 erobert wurde und die in Kämpfen mit IDF-Soldaten getötet wurden.

Es ist bedeutsam, dass in der Debatte unter den ägyptischen Abgeordneten, den Experten und den Vertretern des Außenministeriums keinerlei mögliche legitime Souveränität Israels in Eilat erwähnt wird. Die Debatte in Kairo läuft zwischen zwei Lagern: dem ägyptischen Außenministerium, das behauptet Eilat gehöre den Palästinensern, und den Abgeordneten der Opposition, die behaupten Eilat gehöre Ägypten.

Die ägyptischen Oppositionsabgeordneten drohten gestern ihre Forderung nach einem israelischen Rückzug aus Eilat an die Arabische Liga weiterzuleiten, damit die sich der Sache annimmt. Trotz Israels Friedensvertrag mit Ägypten von 1979 bleibt die Erklärung der Arabischen Liga von 1948, den Staat Israel zu liquidieren, gültig. Während Ägypten von 1948 bis 1977 der Hauptakteur der Arabischen Liga war, ist ihre derzeit dominante Kraft Saudi Arabien, das sich bis heute in einem konstanten Kriegszustand mit dem jüdischen Staat befindet. Dazu finanziert Saudi Arabien alle islamischen Terrorgruppen, die gegen Israel kämpfen, und verbietet weiterhin jedem Juden einen Fuß auf den Boden des saudischen Königreichs zu setzen.

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