Wo er recht hat… und wo nicht

Auf Facebook ging einmal mehr ein Poster rum (z.B. hier):

Die das Bild posten, wollen damit ihrer Empörung Ausdruck verleihen, dass Schulz diese Meinung vertritt.

Was ist an dieser Aussage falsch?

Nicht die Aussage ist hier das Problem, sondern die Haltung, die dahinter steckt.

Schulz hat recht, wenn er feststellt, dass der Terror heute ein Risiko ist, das zum Leben dazugehört. Wir treffen überall auf ihn, er kann jeden treffen, egal wo er/sie sich aufhält. Man muss damit rechnen von einem Terroristen geschädigt bis ermordet zu werden, wenn man sich in einem Kaufhaus aufhält, in einem Zug sitzt, sich auf einem Volksfest oder sonst einer Versammlung befindet usw. Auch das Land, in dem wir uns befinden, ist egal; in Frankreich, Belgien und Großbritannien ist es vermutlich wahrscheinlicher einem Terroranschlag zu Opfer zu fallen als in Deutschland, aber spätestens seit dem LKW-Massenmord auf dem Berliner Weihnachtsmarkt sollte wohl auch dem letzten klar sein, dass der Terror schlicht überall zuschlägt.

Was ist an Schulz Äußerung dann problematisch?

Es ist die Haltung, mit der sie abgegeben wurde. Bei Schulz und vielen (den meisten) anderen Vertretern der hohen Politik und der Medien habe ich das Gefühl, dass sie uns damit sagen wollen, wir sollten das eben hinnehmen wie einen Sturm, ein Erdbeben oder sonst ein von der Natur ausgehendes Problem. Du wohnst direkt am Rheinufer? Dann musst du halt damit rechnen, dass es Hochwasser gibt und dein Keller vollläuft. Das ist so und gehört dazu. Kannst ja umziehen, wenn dir das nicht passt. Huch, beim Terror geht das eher nicht… den musst du einfach hinnehmen.

Diese Haltung der naturgegebenen Lebensgefährdung ist kennzeichnend für unsere Eliten. Sie sind nicht bereit die Ursachen zu analysieren, denn das Ergebnis könnte ihrem Weltbild widersprechen. Und das darf schlicht nicht sein, wir passen uns die Wirklichkeit an, nicht unsere Meinung. Und wer anderer Meinung ist, der ist nazi und pöse und gehört ausgegrenzt.

Denn die Analyse würde ergeben, dass eine als Religion daherkommende Ideologie ganz gewaltig für den Terror verantwortlich ist. Sehen wir uns den Terror an, der verübt wird, dann wird er zu annähernd 100% von Menschen begangen, die sich als Muslime bezeichnen und im Namen ihres Gottes diejenigen morden, die sie als Ungläubige bezeichnen. Trotz der Massivität der Vorfälle wird weiterhin behauptet, das seien Einzelfälle und die Täter hätten nichts mit dem Islam zu tun. Geht’s noch? Wie lange, meinen diese Eliten, soll dieser Unsinn noch geglaubt werden? Die Leute rennen ihnen weg, weil sie die Verlogenheit nicht mehr ertragen – und werden von denselben Eliten dann als Nazis, Rassisten usw. verleumdet. Warum? Nur weil sich einige Typen nicht eingestehen wollen, dass sie die Wirklichkeit endlich zur Kenntnis nehmen müssen, statt sich weiter ihre Wolkenkuckucksheime zu bauen.

Unsere Eliten haben sich ihre eigene Ideologie geschaffen, die mit allen Mitteln verteidigt und durchgesetzt werden muss. Flüchtlinge sind aufzunehmen, egal wie und welche. Muslime sind immer und überall friedlich und integrationsfähig/-bereit, auch wenn sich Parallelgesellschaften bilden. Parallelgesellschaften sind nicht hinzunehmen, aber etwas gegen sie zu tun ist rassistisch. Nichtintegration von Muslimen ist die Schuld der Gesellschaft, das liegt nie an den Muslimen, die sich nicht integrieren wollen. Integrierte Muslime, die sich gegen den Wahn aussprechen, sind auch rassistisch und auszugrenzen (s. Bassam Tibi). Wer eine andere Meinung vertritt als die Eliten sie uns vorschreiben, ist mundtot zu machen. Am besten über Ausgrenzung, Entzug der Lebensgrundlagen (s. Akif Pirincci), aber wenn es mit Gewalt geschieht, ist das auch nicht so schlimm – kann bei jeder „Auseinandersetzung“ zwischen (nicht nur) Antifa und Leuten, die anders als diese denken und das sagen, beobachtet werden.

Meinungsfreiheit und Diskussionskultur sind den Bach runter gegangen. Es gibt sie nicht mehr wirklich. Wir werden gemaasregelt bis zum Geht-nicht-mehr – neuerdings über ein „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, das z.B. die sozialen Medien dazu bringt ihre Einseitigkeit gegen Islamkritiker und Whistleblower noch stärke zu betreiben. Wer wird denn z.B. auf Facebook gesperrt oder gelöscht? Es gibt fast täglich Meldungen, dass wieder jemand „wegen Verletzung der Communitystandards“ gesperrt oder gelöscht wurde, der lediglich auf hetzerische Posts aufmerksam machte, die von muslimischen Usern eingestellt wurden – der Antisemit ist z.B. nur noch in den seltensten Fällen derjenige, der sich antisemitisch äußert, sondern derjenige, der diese Äußerungen dokumentiert und postet, um aufzurufen dagegen vorzugehen. Meldet man den tatsächlichen Antisemiten und Volksverhetzer, dann ist die Regel, dass festgestellt wurde dieser habe nicht gegen die Standards verstoßen.

Was hat das jetzt mit Schulzens Äußerung vom Terror als Lebensrisiko des 20. Jahrhunderts zu tun? Nun, es entspringt genau demselben Denken, derselben arroganten Haltung, die Menschen gängeln und lehrmeistern zu müssen statt Analyse zu betreiben und die tatsächlichen Gefahren anzugehen. Sich diejenigen Muslime vorzunehmen, die den Hass predigen, den Hass leben und dafür sorgen, dass Terroristen sich im Recht und akzeptiert fühlen können.

Schulz‘ Äußerung ist ein Paradebeispiel dafür, wie man mit einer korrekten Äußerung etwas völlig falsch sehen kann, die falsche Botschaft vermittelt und sich als Charakterschwein, realitätsfern und hochnäsig erweist. Solche Leute sind keine Volksvertreter (Schulz ohnehin nicht, er ist schließlich – noch – nicht im Parlament), sondern Volkserzieher. Der Untertan hat zu kuschen. Haben wir nicht zu ersten Mal, aber zum ersten Mal behaupten die Volkserzieher, das sei Demokratie.

Noch ein Gedanke zur Realität der Meinungsfreiheit in unserem Lande: Wenn wir so gemaasregelt werden, dass Diskussionen unterdrückt werden, dass Islamkritik auf diese verleumdende und ausgrenzende Weise behandelt wird – zeigen die Volkserzieher damit nicht nur, dass sie keine Diskussion zulassen wollen, sonder sogar, dass sie keine Argumente haben? Demonstrieren sie damit nicht mehr als deutlich, dass sie Angst haben, dass die Kritiker die besseren Argumente haben? Oder warum stellen Sie sich der Diskussion nicht, um die Menschen zu überzeugen, statt sie zu unterdrücken und ihre eigenen Ansichten mit „Rechtsgewalt“ (Gesetzen) durchsetzen zu wollen?

Wer Englisch kann und etwas über Meinungsfreiheit, Diskussionsbedarf/-kultur und Demokratie erfahren möchte, sollte sich anhören, was Douglas Murray dazu zu sagen hat. Er nutzt als Beispiel die Migrationswelle und wie mit ihr umgegangen wird.

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