Europa, seine Muslime und Probleme des „Multikulti“: Ist etwas faul im Staate Dänemark?

Daniel Pipes/Lars Hedegard, New York Post, 27. August 2002

Eine muslimische Gruppe in Dänemark verkündete vor ein paar Tagen, dass für die Ermordung einiger prominenter dänischer Juden $30.000 ausgesetzt seien. Diese Drohung gewann weite internationale Aufmerksamkeit. Weniger bekannt ist, dass dies nur eines der Probleme ist, die sich mit Dänemarks rund 200.000 muslimischen Immigranten verbinden. Das Schlüsselproblem ist, dass viele von ihnen nur sehr wenig Neigung zeigen, sich in ihre neue Heimat einzugliedern.

Jahre lang priesen die Dänen den Multikulturalismus und bestanden darauf, dass sie keine Probleme mit den muslimischen Gebräuchen hätten – bis sie eines Tages heraus fanden, dass sie doch welche hatten. Die wichtigeren davon sind:

* Leben von der Stütze: Immigranten aus der Dritten Welt – die meisten von ihnen Muslime aus Staaten wie der Türkei, Somalia, Pakistan, dem Libanon und dem Irak – bilden 5 Prozent der Bevölkerung, erhalten aber über 40 Prozent der Sozialausgaben.

* Kriminalitätsbeteiligung: Muslime stellen nur 4 Prozent von Dänemarks 5,4 Millionen Menschen, machen aber eine Mehrheit der verurteilten Vergewaltiger des Landes aus, ein besonders leicht entzündlicher Tatbestand, da praktisch alle weiblichen Opfer nicht muslimisch sind. Ähnliche, wenn auch nicht so stark unproportionale Verhältnisse sind in anderen Kriminalitäts-Kategorien zu finden.

* Selbst gewählte Isolation: Mit der Zeit, während die Zahl der muslimischen Zuwanderer zunimmt, wünschen diese immer weniger Mischung mit der einheimischen Bevölkerung. Eine jüngere Umfrage fand heraus, dass nur 5 Prozent der jungen muslimischen Immigranten bereit wären eine Dänin zu heiraten.

* Import nicht akzeptabler Bräuche: Erzwungene Ehen – in Dänemark neu geborene Töchter männlichen Vettern im Heimatland zu versprechen, sie dann zur Heirat zu zwingen, manchmal unter Androhung des Todes – sind ein Problem.

Ein anderes sind die Todesdrohungen an Muslime, die durch Konvertierung den Islam verlassen. Eine Kurdin, die zum Christentum konvertierte und öffentlich erklärte, warum sie den Glauben gewechselt hatte, fand es nötig ihr Gesicht zu verbergen und ihre Identität zu verschweigen, weil sie um ihr Leben fürchtete.

* Antisemitismus schüren: Muslimische Gewalt bedroht Dänemarks rund 6.000 Juden, die sich zunehmend auf Polizeischutz verlassen müssen. Jüdischen Eltern wurde von einer Schulleiterin gesagt, dass sie die Sicherheit ihrer Kinder nicht garantieren könne; sie erhielten den Rat eine andere Schule zu suchen. Anti-Israel-Märsche sind in antijüdische Straßenschlachten ausgeartet. Eine Organisation namens Hizb-ut-Tahrir ruft offen Muslime auf „alle Juden zu töten… wo immer ihr sie findet.“

* Islamisches Recht durchsetzen: Muslimische Führer erklären offen die Einführung des islamischen Rechts als ihr Ziel, so bald Dänemarks muslimische Bevölkerung weit genug angewachsen ist – was in nicht allzu ferner Zukunft liegt. Wenn die derzeitigen Trends anhalten, schätzt ein Soziologe, wird in 40 Jahren jeder dritte Einwohner Dänemarks ein Muslim sein.

Andere Europäer (wie der verstorbene Pim Fortuyn in Holland) waren auch wegen dieser Sachverhalte alarmiert, aber die Dänen machten sie als erste zur Grundlage eines Regierungswechsels.

Nach einer folgenschweren Wahl im letzten November [2001] kam eine Mitte-Links-Regierung an die Macht, die – zum ersten Mal seit 1929 – die Sozialisten aus der Regierung ausschloss. Die Rechte durchbrach ihre 72-jährige Verlierer-Strähne und gewann eine solide parlamentarische Mehrheit, weil sie versprach die Zuwanderungsfragen anzugehen. Das war, anders als bei den Sozialisten, die Hauptsorge der Wählerschaft.

Die folgenden neun Monate brachten einige Feinabstimmungen der Abläufe: Zuwanderer müssen jetzt sieben Jahre in Dänemark leben (statt vorher drei Jahre), um unbegrenztes Aufenthaltsrecht zu erhalten. Die meisten derer, die keine Flüchtlinge sind, können nicht länger mit dem Betreten des Landes Wohlfahrtszahlungen erhalten. Niemand kann einen gewünschten Ehepartner ins Land bringen, der jünger als 24 Jahre ist. Und der Generalstaatsanwalt überlegt, die Hizb-ut-Tahrir wegen ihrer Todesdrohungen gegen Juden zu verbieten.

Diese geringfügigen Anpassungen lösten internationales Gebrüll aus – europäische und UN-Berichte verurteilten Dänemarks Rassismus und „Islamphobie“; die Washington Post berichtete, dass muslimische Zuwanderer „gewohnheitsmäßiger Diskriminierung ausgesetzt“ seien und eine Schlagzeile des Londoner Guardian verkündete: „Kopenhagen flirtet mit dem Faschismus“.

In Wirklichkeit ging die Regierung aber die Probleme kaum an. Sie verhinderte auch keine neuen, wie die Todesdrohungen gegen Juden oder einen kürzlich ergangenen Erlass, der Muslime aufruft, die Dänen aus dem Norrebro-Viertel von Kopenhagen zu vertreiben.

Die Behörden bleiben nachsichtig. Das Militär erlaubt muslimischen Soldaten der dänischen internationalen Freiwilligenbrigade, an Einsätzen nicht teilzunehmen, die ihnen nicht gefallen – ein Privileg, das Anhängern keines anderen Glaubens gewährt wird. Mohammed Omar Bakri, selbst erklärte „Augen, Ohren und Mund“ Osama bin Ladens in London, erhielt die Erlaubnis einen Zweig seiner Organisation Al-Muhajiroun aufzubauen.

Entgegen der Medienberichte flirtet Dänemark nicht mit dem Faschismus, sondern versinkt in Trägheit. Das sind die wirklichen Neuigkeiten. Eine Regierung, die besonders deshalb gewählt wurde, damit sie eine bestimmte Gruppe von Problemen angeht, hat minimale Schritte in diese Richtung gemacht. Ihre Abneigung hat möglicherweise wichtige Konsequenzen für den Westen als Ganzes.

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