Dummdreister Powell, Widersprüche des Außenministeriums

Am 6. März 2002 sagte US-Außenminister Colin Powell vor einem Parlamentsausschuss an die Israelis gerichet:
„Wenn ihr den Palästinensern den Krieg erklärt und glaubt, ihr könntet das Problem lösen, indem ihr heraus findet, wie viele Palästinenser getötet werden können, dann weiß ich nicht, dass uns das irgendwie weiter bringt.“

IMRAs Kommentar dazu:

Colin Powell sollte es besser wissen

US-Außenminister Colin Powell war 35 Jahre lang Berufssoldat; in dieser Zeit hatte er unzählige Kommando- und Generalstabs-Positionen inne und stieg zum 4-Sterne-General auf. Seine letzte Stelle war vom 1. Oktober 1989 bis zum 30. September 1993 die des 12. Generalstabschefs, der höchsten militärischen Position im Verteidigungsministerium (der USA). In dieser Zeit führte er durch 28 Krisen, darunter der Operation Desert Storm im Golfkrieg von 1991.

Colin Powell weiß, was eine Armee tun kann, wenn sie will – wie viele hunderte, tausende, sogar zehntausende eine Armee töten kann, wenn sie sich auf dem Schlachtfeld einer überwältigender Überlegenheit erfreuen kann.

Aber gestern (am 6.3.02) behauptete Herr Powell bei einer Anhörung im Kongress, dass Israel versuche das Problem dadurch lösen zu wollen, dass es „heraus findet, wie viele Palästinenser getötet werden können“.

Schämen Sie sich, Herr Powell.

Sie kennen die Opferzahlen. Sie wissen, dass diese Opferzahlen nicht durch eine Aktion entstanden sind, die heraus finden will, „wie viele Palästinenser getötet werden können“.

Schämen Sie sich.

Durch die Benutzung dieser Sprache stellen Sie sich mit der gleichen Widerwärtigkeit dar wie die Propagandisten, die behaupten, Israel sei nicht besser als Nazideutschland.

Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als den gegenwärtigen für Herrn Powell, eine „Klärung“ vorzunehmen.

Ich empfinde Mr. Powells Erklärung als widerwärtig. Er weiß, dass Israel dem pausenlosen palästinensischen Terror ausgesetzt ist und sich wehren muss. Er verlangt von Israel, was er selbst als Generalstabschef für die USA niemals akzeptiert hätte und was der Powell-Doktrin diametral entgegen steht: Statt dem Verbrecher und Feind mit allen Mitteln zu begegnen um ihn zu besiegen (Powell-Doktrin!), fordert er von ihnen, sich still und ohne zu klagen dem Terror zu beugen. Statt die Selbstverteidigungsaktionen Israels als notwendig und gerechtfertigt anzuerkennen (weit mehr noch als die der USA wegen der Anschläge vom 11.9.), behauptet er, die Israelis würden aus Lust und Schießwütigkeit, ohne Notwendigkeit Palästinenser über den Haufen schießen. Er muss es wirklich besser wissen – Arafat tut nichts (hat Powell selbst zugegeben und angemahnt), der Terror nimmt zu und Israel muss handeln. Statt wirkungsvoll Druck auf Arafat auszuüben, ohrfeigt er Israel. Er macht den Täter zum Opfer und die Opfer zu Tätern. Das nenne ich verlogen und verleumderisch!

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Pressemitteilung der Zionist Organization of America
6. März 2002

ZOA: Das Außenministerium sagt, die Veröffentlichung der Namen von palästinensisch-arabischen Mördern von Amerikanern würde sie „glorifizieren“ – trotzdem veröffentlich das Außenministerium die Namen von Terroristen, die keine palästinensischen Araber sind

New York – Das State Department versucht seine unglaubliche neue Politik zu rechtfertigen, die Namen arabisch-palästinensischer Mörder von Amerikanern öffentlichen zu machen; es behauptet, dass diese Veröffentlichung diese Terroristen „verherrlichen“ würde – obwohl das State Department selbst fort fährt, die Namen und Fotos vieler anderer terroristischer Mörder von Amerikanern auf der ganzen Welt zu veröffentlichen.

Auf Nachfrage der Jerusalem Post (vom 6.3.02) zur neuen Politik der Nichtveröffentlichung der palästinensisch-arabischen Mörder von Amerikanern antwortete Außenministeriums-Sprecher Gregg Sullivan: „Es gibt Sorgen über die Verherrlichung dieser Leute… In genau diesem Fall entschieden wir uns, sie nicht zu verherrlichen.“

Morton A. Klein, nationaler Präsident der Zionist Organization of America (ZOA) – die als erste diese neue Politik des State Departments enthüllte – sagte: „Das ist die neueste Aktion einer ganzen Serie des State Departments, die uns auf die Frage konzentriert, warum das Ministerium nicht alles ihm mögliche tut um palästinensisch-arabische Mörder von Amerikanern zu fangen. Es erschein doch sehr eigentümlich, dass das State Department in jedem anderen Fall bereit ist, die Terroristen zu ‚verherrlichen‘, indem es ihre Namen und Fotos veröffentlicht, aus demselben Grund aber dann, wenn es zu den palästinensisch-arabischen Terroristen kommt, seine Politik auf einmal ändert. Erwartet das State Department wirklich von der amerikanischen Öffentlichkeit, dass sie glaubt, die Veröffentlichung von Fotos der Terroristen der Fatah und Hamas, die Amerikaner töten, würde sie ‚verherrlichen‘, während auf irgendeine Weise die Veröffentlichung der Fotos von Terroristen von Al-Kaida, Hizbollah, dem ägyptischen Islamischen Jihad und Libyens durch das State Department selbst diese nicht verherrlicht?“

Beispiel für Terroristen, die derzeit auf der Website des State Departments (www.RewardsForJustice.net) veröffentlicht sind:

  • Fotos und Namen von 19 flüchtigen Al-Kaida-Terroristen
  • Fotos und Namen von 2 flüchtigen Hizbollah-Terroristen
  • Foto und Name eines Terroristen, der zum ägyptischen Islamischen Jihad wie auch zu Al-Kaida gehört
  • Foto eines Terroristen, der in die TWA-Flugzeugentführung von 1985 verwickelt ist, wenn auch sein Name und die Organisation, der er angehört, nicht bekannt sind
  • Fotos und Namen von 5 Terroristen, die vor Jahren verhaftet wurden. Im Fall eines darunter befindlichen Libyers bietet die Website des Außenministeriums zwei Fotos aus unterschiedlichen Zeiträumen
  • Fotos und Namen dreier verdächtiger jugoslawischer Kriegsverbrecher

ZOA-Präsident Klein fügt hinzu: „Diese unglaubliche Doppelmoral ist Teil der Appeasement-Politik des State Departments, sich selbst zu überschlagen, um Yassir Arafat nicht in Verlegenheit zu bringen. Das State Department weiß, dass die öffentliche Erwähnung der Namen der Verdächtigen in diesem Fall bedeuten würde, die Aufmerksamkeit auf zwei alte Vertraute Arafats zu lenken; auf drei Beamte aus Arafats Autonomiebehörde; auf drei Mitglieder von Arafats ‚Präsidentengarde‘ Force 17; und auf fünf Mitglieder von Arafats Sicherheitskräften. Stellen Sie sich vor, die Fahndungsliste der meist gesuchten Verbrecher des FBI führte nur die Namen der Opfer auf, aber nicht die Namen und Fotos der Verdächtigen – es würde ihr Verhaftung praktisch unmöglich machen.“

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