Mord in der 101. Luftlandedivision

Daniel Pipes, New York Post, 25. März 2003

„Wie kam der Feind in unser Lager?“

Das ist die Frage, die Bart Womack, Oberfeldwebel der 101. Luftlandedivision sich stellte, als eine Granate um 1 Uhr Sonntagmorgen in einem amerikanischen Lager in Kuwait an ihm vorbei rollte.

Der Angreifer arbeitete methodisch; er zerstörte einen Generator, warf Granatein in Womacks Zelt und zwei andere Kommandeurszelte. Ein Soldat starb, 15 wurden verwundet.

In diesem Fall scheint der Feind nicht zu sein, was man erwarten sollte – ein irakischer Soldat oder ein kuwaitischer Islamist. Der einzige Verdächtigte ist Hassan Karim Akbar, 31-jähriger Unteroffizier der 101. Luftlandedivision.

Wenn Akbar für die Ausschreitungen verantwortlich ist, was könnte seine Motivation sein? Erste Berichte deuten an, dass sich er als gläubiger afro-amerikanischer Konvertit zum Islam mit dem irakischen Feind gegen seine Soldatenkameraden identifiziert.

Die „Los Angeles Times“ zitiert ihn nach seiner Festnahme: „Ihr Typen kommt in unsere Länder und vergewaltigt unsere Frauen und tötet unsere Kinder.“

NBC fand heraus, dass er „gegen das Töten von Muslimen und gegen den Krieg im Irak“ war. Reuters zitiert eine Quelle: „Er ist ein Muslim und es scheint, dass er einfach gegen den Krieg war“, während eine andere der Nachrichten-Agentur sagte, dass die Gewalt „politisch motiviert“ war.

Es gibt Belege, die darauf hinweisen, dass Akbar schon erwartete in Schwierigkeiten zu kommen, bevor er in Kuwait ankam. Sein früherer Stiefvater zitiert, dass Akbar „nicht in diesem Krieg kämpfen wollte, er wollte nicht da drüben hin“. Ein Nachbar erklärt, warum: „Amerika sollte da nicht hin“, sagte ihm Akbar; er beurteilte es als „nicht richtig“, den Irak anzugreifen. Und seine Mutter zitiert ihn: „Mama, wenn ich da drüben ankommen, habe ich das Gefühl, sie werden mich verhaften, nur wegen des Namens, den ich trage.“

Dieser Vorfall bringt zwei Fragen auf.

Erstens: Die erste Reaktion der US-Regierung deutet an, dass – einmal mehr – sie die Gewalt durch einen amerikanischen Muslim rein persönlichen Gründen zuschreibt. Hier ist ihr Verständnis früherer Morde:

* Mit „einem Rezept für Medikamente gegen Depressionen oder mit damit vereinbar“ wird erklärt, warum El Sayyid A. Nosair 1990 auf Rabbi Meir Kahane schoss.

* „Wut auf der Straße“ erklärt, warum Raschid Baz 1994 auf der Brooklyn Bridge auf einen chassidischen Jungen schoss.

* „Viele, viele Feinde in seiner Einbildung“ erklärt, warum Ali Hassan Abu Kamal 1997 auf der Aussichtsplattform des Empire State Buildings auf einen Touristen schoss.

* „Eine Auseinandersetzung wegen der Arbeit“ ist der Grund, dass Hesham Mohammed Ali Hadayet im Jahr 2002 zwei Menschen am El Al-Schalter des Los Angeles International Airport erschoss.

Akbar im Jahr 2003? Sprecher der US Army reden auf verschiedene Weise über ein „Einstellungs-Problem“, einer Sehnsucht nach „Vergeltung“ und „Groll“.

Der oberste Pfarrer in Akbars Heimatbasis Fort Campbell (Kentucky) verkündet (ohne jeden Beweis), dass der Vorfall „kein Ausdruck seines Glaubens“ sei.

Niemand kennt bisher Akbars Motive, aber zu ignorieren, dass seine Tat einem anhaltenden Muster politischer Gewalt durch amerikanische Muslime entspricht, grenzt an willentliche Selbsttäuschung. Wann wird die Bürokratie anerkennen, was ihm da ins Gesicht starrt?

Ihr Ausweichen vor der Realität hat echte Folgen, erhöhen die Gefahren, der die Amerikaner gegenüber stehen. „Die Beamten dieses Landes befinden sich ein einem Zustand der Verleugnung und Verwirrung, der fast genauso beängstigend ist wie der Terrorismus, den sie bekämpfen sollten“, bemerkt Dennis Prager und übertreibt kaum.

Zweitens: Der Vorfall Akbar zeigt die verdächtige Ergebenheit einiger Muslime in der Regierung. Der Fall von Gamal Abdel-Hafiz kam kürzlich auf: ein FBI-Agent, dessen Kollegen sagen, er habe es zweimal abgelehnt, Gespräche mit verdächtigen Finanziers des militanten islamischen Terrorismus aufzuzeichnen („Ein Muslim nimmt keinen anderen Muslim auf Band auf“). [Die „Seattle Times“ berichtet, dass drei Zeigen sich erinnern, dass John Allen Mohammed – das ist der Mann, dem die Heckenschützen-Morde vom letzten Herbst in der Gegend um Washington angelastet werden – während des 1991-er Golfkriegs gegen den Irak eine Granate in ein Zelt geworfen hatte.] Es wird auch in anderen Fällen ermittelt.

All das bekräftigt, was ich im Januar schrieb: „Man sich vor der unglücklichen Tatsachen nicht drücken, dass muslimische Regierungs-Angestellte in den Gesetz durchsetzenden Organen, dem Militär und dem diplomatischen Korps müssen wegen Verbindungen zum Terrorismus beobachtet werden, wie auch muslimische Geistliche in Gefängnissen und den Streitkräften. Muslimische Besucher und Immigranten müssen zusätzliche Sicherheits-Überprüfungen unterzogen werden. Moscheen benötigen genauere Überprüfung als die gegenüber Kirchen und [jüdischen] Tempeln gegenüber angewandten.“

Wie Feldwebel Womack bemerkte, hat der Feind es schon geschafft „in unser Lager hinein zu kommen.“ Haben wir den Willen ihn aufzuhalten, bevor er wieder zuschlägt?