Der Ärger mit der UNO

Joseph Farah, WorldNetDaily, 4. Oktober 2002

Es gibt viele Gründe, warum es falsch ist sich an die UNO zu wenden um die Erlaubnis für die Verteidigung der USA zu bekommen.

Es gibt sogar noch mehr Gründe, Iraks Verletzungen der UN-Resolutionen nicht als prinzipielle Rechtfertigung für einen Angriff zu nutzen.

Die üblichen Verdächtigen erklären bereits das Offensichtliche: Wenn wir den Irak angreifen, weil er UN-Resolutionen verletzte, warum greifen wir Israel nicht an?

Die Befürworter dieser Argumentation erkennen, dass die UNO in den letzten 50 Jahren eine übertriebene Menge Zeit und Energie damit verbracht hat den jüdischen Staat zu verurteilen. Es gibt schlicht keine Auseinandersetzung darüber. Die UNO hasst Israel. Das tut sie fast seit dem Moment, als sie 1948 für die Schaffung des Staates stimmte. Israel wird von der UNO als die vielleicht größte Bedrohung des Weltfriedens angesehen.

Man braucht sich nur die Fakten anzusehen: Von 175 Sicherheitsrats-Resolutionen, die die UNO bis 1990 beschloss, waren 97 gegen Israel gerichtet. Von 690 Resolutionen der Vollversammlung bis 1990 verurteilten 429 Israel.

Die UNO ist besessen von Israel.

Und das ist ein hervorragendes Beispiel, warum wir die UNO als das behandeln sollten, was sie ist: eine bösartige und belanglose Gruppe globaler Wichtigtuer.

Israel ist für niemanden eine Bedrohung, außer für die, die es vernichten wollen. Offen gesagt, sogar für diese Leute ist es keine wirkliche Bedrohung. Israels größtes Problem ist, dass es außer in Kriegszeiten, wenn es seiner Auslöschung direkt gegenüber stand, so feige und beschwichtigend gewesen ist.

Die UNO sieht keine große Gefahr in totalitären Staaten, die ihren Nachbarn ihren Willen aufdrücken – in Regimen wie dem Syriens. Syrien hat sogar im Juni diesen Jahres den Vorsitz im Sicherheitsrat gehabt. Dabei gibt es derzeit nur einen Staat, der tatsächlich im Nahen Osten einen anderen besetzt, und das ist Syrien, das den Libanon politisch und militärisch im Würgegriff hält.

Die UNO sieht keine große Gefahr darin, dass ein Staat wie der Sudan aus rassischen und religiösen Gründen Krieg gegen das eigene Volk führt. Die islamischen Radikalen, die das Land beherrschen, haben in der Vergangenheit Osama bin Laden geholfen. Heute sind sie zufrieden, den Massenmord an Christen und Animisten im Süden des Landes und in den nubischen Bergen weiter zu führen.

Die UNO sieht keine große Gefahr im Stammeskriegen wie dem, der in Ruanda aufflammte und mit dem Tod von über einer Million Menschen endete. Tatsächlich ist es so, dass es inzwischen klare Beweise dafür gibt, dass die UNO im Vorhinein von dem bevor stehenden Schlachten erfuhr und nichts tat, um es zu verhindern oder es zu verurteilen.

Die UNO sieht z.B. keine große Gefahr in dem ausverkaufsmäßigen, von der Regierung geförderten, rassistischen Landraub in Simbabwe. Weiße Farmer werden in einer systematischen, organisierten und gewalttätigen Kampagne der Verteilung fremden Wohlstands als Geiseln festgehalten und ermordet. Von der UNO-Konferenz gegen Rassismus wurde dazu nicht einmal ein kleiner Muckser der Besorgnis geäußert.

Und dennoch hat es die UNO geschafft den jüdischen Staat als rassistisches Konzept zu bezeichnen. Aber war es rassistisch, als die Menschen im Kosovo – ethnische Albaner, hauptsächlich Muslime – die Unabhängigkeit von Serbien haben wollten?

Nach Ansicht der UNO offensichtlich nicht. Stattdessen bombardierte die NATO Serbien in dem Bemühen, das Ziel eines autonomen Kosovo zu erreichen.

War es rassistisch, als die mehrheitlich muslimischen Bosnier einen eigenen Staat schaffen wollten? Nach Ansicht der UNO offensichtlich nicht; sie half, die Schaffung und den Erhalt eines solchen Staates zu sichern.

Man denke an all die nationalen Unabhängigkeitsbewegungen, die sich auf Volkszugehörigkeit und Religion gründen und die in den letzten Jahren die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft erhielten. Warum wird nur Israel in dieser Weise angegriffen?

Es ist Zeit für die USA zu begreifen, dass die UNO ein kompletter Schwindel ist. Es ist eine Schande, dass wir weiterhin versuchen, diesen modernen Turmbau zu Babel zu umwerben. Es ist an der Zeit, dass wir uns von dieser gefährlichen und nutzlosen Gruppe machtbesessener, hochstaplerischer Diktatoren verabschieden.

Wenn die USA ohne Provokation angegriffen worden ist, liegt es an uns unsere Nation zu verteidigen. Wir brauchen dafür nicht den Segen der UNO.