In den Händen der Wenigen

Beim jüdischen Hanukkah-Fest danken wir für den Sieg der winzigen jüdischen Armee über das mächtige griechisch-syrische Reich 164 v. Chr. in Jerusalem. Damals fielen die Vielen in die Hände der Wenigen. Und auch heute können wir jeden Tag bezeugen, wie sich das kleine Israel den gewaltigen Herausforderungen der Welt stellt — die Wenigen inspirieren uns weiterhin.

Israel ist eine der kleinsten Nationen der Welt und hat dennoch extrem positiven Einfluss auf globale Gesundheit, Lebensmittel- und Wassersicherheit, Katastrophenhilfe sowie auf die Volkswirtschaften von Entwicklungs- und Industrieländern. Hier nur einige Beispiele aus den letzten drei Monaten:

Nach wie vor ist Israel sehr groß beim Kampf gegen den Krebs. Europa hat jüngst die bahnbrechende Tookad-Prostatakrebsbehandlung des Weizmann-Instituts genehmigt, über welche die BBC bereits im Januar berichtet hat. Und die israelische Biotechfirma Ayala hat sich zu den vielen israelischen Firmen gesellt, die für den jeweiligen Patienten maßgeschneiderte Krebsbehandlungen entwickeln.

Nachdem es Westafrika im Kampf gegen den Ebola-Virus geholfen hat, führt Israel jetzt Ausbildungen zur Bekämpfung von Epidemien durch. Unterdessen arbeiten Forscher der Hebräischen Universität an optimalen Behandlungsverfahren, um die Unter- bzw. Überbehandlung von Infektionen zu vermeiden — Grund hierfür ist die Antibiotikaresistenz, welche weltweit zu einem immer schwerwiegenderen Problem wird.

Ein von Israel entwickeltes Weltraumlabor umkreist derzeit unseren Planeten an Bord der Internationalen Raumstation. Es ermöglicht auf der Erde befindlichen Wissenschaftlern einzigartige medizinische Forschung per Fernsteuerung. Das israelische Ministerium für regionale Zusammenarbeit finanziert Chirurgen der israelischen Wohltätigkeitsorganisation Save a Child’s Heart, damit diese 500 kurdischen Kindern aus dem Irak, der Palästinensischen Autonomiebehörde, Syrien und Jordanien lebensrettende Operationen spendieren können. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Prof. Leonid Eidelman, der Vorsitzende der Israel Medical Association, zum Präsidenten der World Medical Association (WMA) gewählt wurde — einem Dachverband mit mehr als neun Millionen Mitgliedern, der nationale medizinische Verbände vertritt.

Bei all den vielen Wutausbrüchen bei den Vereinten Nationen haben die Leser womöglich die jüngste israelische Resolution verpasst, die die Nutzung landwirtschaftlicher Technologien für eine nachhaltige Entwicklung fördert. Sie wurde vom Wirtschafts- und Finanzausschuss der Vereinten Nationen mit 141 zu 1 angenommen. Die israelischen Unternehmen Evogene und Rahan Meristem haben gentechnikfreie Bananen entwickelt, die gegen den schwarzen Sigatoka-Pilz resistent sind, der die weltweite Ernte bedroht. Und außerdem empfehle ich diesen Artikel über israelisches Wassersparen und dieses Video über israelische Lebensmitteltechnologien:

Wahrscheinlich ist Ihnen bereits die aus 71 Spezialisten bestehende IDF-Rettungseinheit bekannt, die nach dem Erdbeben in Mexiko Leben gerettet hat. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto war sehr dankbar. Und was andere Katastrophen betrifft: Die israelische Organisation IsraAID schickte ein Notfallteam nach Puerto Rico, um den Opfern des Hurrikans Maria zu helfen, und das israelische Außenministerium schickte gemeinsam mit dem südafrikanischen Zweig von Magen David Adom medizinische Hilfe nach Madagaskar, um den laut Weltgesundheitsorganisation „schlimmsten Ausbruch der Beulenpest seit 50 Jahren“ zu bekämpfen.

Die Lage in Syrien ist eine absolute Katastrophe, egal wie man es betrachtet. Israel hat mittlerweile insgesamt 4000 verwundete Syrer behandelt. Das Ziv-Krankenhaus in Safed beginnt bald mit der Behandlung syrischer Kinder, die einen Hörverlust erlitten haben. Und die IDF hat kürzlich sogar geholfen, ein Entbindungskrankenhaus auf der syrischen Seite der Golanhöhen zu errichten. Wenn die Vereinten Nationen humanitäre Hilfe nach Syrien schicken, verläuft der einzige sichere Weg über Israel.

JNF / KKL hilft aktuell der kenianischen Regierung, ihre Wüsten in Wälder zu verwandeln. Die humanitäre Organisation IsraAID hat kürzlich u. a. beim Bau eines Zentrums im Südsudan geholfen, in dem Wissenschaft und Technologie gelehrt werden. Die Fluence Corporation hat eine Wasserentsalzungsanlage nach Südafrika geliefert. Und der 13jährige Eytan Kramer aus Ra’anana beging seine Bar Mitzva, indem er 18.000 Dollar sammelte, um Solarstrom für die Bukalikha-Grundschule in Uganda bereitzustellen.

Israel hat sich der Power-Africa-Initiative angeschlossen, damit israelische Unternehmen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent helfen können, die Energiekrise zu überwinden und die Verbraucher miteinander zu verbinden. Hierbei arbeitet die israelische Regierung auch mit der US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) zusammen.

Israel ist für die Sicherheit der westlichen Nationen äußerst wichtig, wie der ehemalige Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan, Oberst Richard Kemp, erklärt. Israel spielt auch eine wichtige Rolle in der NATO und hat erst kürzlich ein Abkommen unterzeichnet, das dazu beitragen soll, den Austausch von Geheimdienstinformationen zwischen Israel und der NATO auszuweiten. Und im November nahmen 1.000 Piloten und Besatzungen aus Indien, den USA, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Polen und Israel an den umfangreichsten Flugübungen teil, die je in Israel stattgefunden haben — ganze elf Tage lang!

Das Vereinigte Königreich kauft Israels Kurzstrecken-Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel, um seine Verteidigung der Falklandinseln zu stärken. Und die US-Armee wird das „Trophy“-Aktivschutzsystem von Rafael Advanced Defense Systems auf vielen seiner M1A2-Abrams-Panzer installieren. Sogar Papst Franziskus setzte bei seinen Besuchen in Uganda und Kolumbien zu seinem Schutz das israelische Überwachungsballonsystem Skystar 180 ein.

Griechenland, Zypern, Italien und Israel haben sich darauf geeinigt, die längste Unterwasserpipeline der Welt zu bauen, um israelisches Erdgas nach Europa zu liefern. Große Delegationen aus dem Vereinigten Königreich und aus Florida besuchten Israel, um das anhaltende Interesse an israelischen Geschäftskontakten und Innovationen zu untermauern.

Zum Schluss nochmal ein paar Zeilen über Medizin, indem ich mich auf einen Israeli konzentriere, der fast jeden Tag einen gewaltigen Unterschied macht. Meir Farkash ist in seiner Heimatstadt Ramat Hasharon eine Legende. In seinen vier Jahren als freiwilliger Sanitäter für den Rettungsdienst United Hatzalah hat Meir auf seinem Tretfahrrad auf mehr als 2.500 Notrufe reagiert, darunter über 300 lebensbedrohliche Fälle. Die Bewohner von Ramat Hasharon wollten ihm danken, also kauften sie ihm ein Elektrofahrrad.

Wir Israelis mögen zwar nur Wenige sein, aber keine Sorge…

Sie sind in guten Händen!

Michael Ordman schreibt einen kostenlosen und (fast) wöchentlich erscheinenden Newslettermit guten Nachrichten rund um Israel, der hier im „Abseits vom Mainstream“-Blog auf Deutsch erscheint, übersetzt von Yvaine De Winter.
Ein durchsuchbares Archiv gibt es unter www.IsraelActive.com
und eine Liste der übersetzten Einträge hier.
Wer die guten Nachrichten auf Englisch abonnieren möchte, schreibt bitte ein E-Mail an michael.goodnewsisrael@gmail.com — auf Deutsch genügt es, dem „Abseits vom Mainstream“-Blog zu folgen.