Die palästinensischen Miesepeter stehlen Weihnachten

Lahav Harkov, The Jerusalem Post, 20. Dezember 2017

Egal wie die Stadt irgendwann aussehen wird, Israel ist die richtige Wahl für die Kontrolle über Altstadt, denn nur Israel wird die religiösen Freiheiten von Juden, Christen und Muslimen schützen

Ein Gesamtblick zeigt den Felsendom in Jerusalems Altstadt auf dem Gelände, das Muslime als Edles Heiligtum kennen, Juden als Tempelberg – 6. Dezember 20107 (Foto: REUTERS)

Es war keine Überraschung, dass die Palästinenserführung wütend auf US-Präsident Donald Trumps Anerkennung des offensichtlichen Realität reagierten, dass Jerusalem Israels Hauptstadt ist.

Aber über den üblichen „Tag des Zorns“, auf israelische Kindergärten geschossene Raketen und auf vorbeifahrende israelische Autos geworfenen Brandsätze hinaus entschied sich die palästinensische Autonomiebehörde den Miesepeter zu geben und Weihnachten zu stehlen, womit sie nur bewiesen, dass Trump recht hatte vor den Launen der Seite nicht einzuknicken, die ein Muster der Verletzung der religiösen Freiheiten hat, wenn es um eine Stadt geht, die drei Religionen heilig ist.

Bethlehem, von dem man annimmt, dass es Jesu Geburtsort ist, und Ramallah, die palästinensische de facto-Hauptstadt, schalteten ihre Weihnachtslichter innerhalb einer Stunde nach Trumps Ankündigung ab.

In Nazareth, der Stadt, in der Jesus aufwachsen sein soll, heute die größte arabische Stadt in Israel, fuhr der muslimische Bürgermeister die Weihnachtsfeiern in Identifikation mit den Palästinensern herunter.

Und vor dem – inzwischen verschobenen – geplanten Besuch von US-Vizepräsiden Mike Pence in Jerusalem in der nächsten Woche kündigte Adeeb Joudeh, der Muslim, dessen Familie seit Generationen die Schlüssel zur Grabeskirche in der Hand hat, dass er Pence, einen frommen evangelikalen Christen, nicht hineinlassen würde.

Diese Taktik des Protests, bei der Christen ihre christlichen Feste verweigert werden, bestätigt einmal mehr, dass Trump das Richtige tat, als er Jerusalem zu Israels Hauptstadt erklärte und dass seine Administration letzten Freitag sagte, sie stelle sich vor, dass die Westmauer bei einem Endstatus-Ergebnis  innerhalb des israelischen Jerusalem liegt.

PA-Präsident Mahmud Abbas behauptet er sei ein Verteidiger christlicher Araber in Bereichen unter seiner Kontrolle. Er sagte in seiner Rede vor der Organisation der Islamischen Konferenz letzte Woche wiederholt, Jerusalem sei eine muslimische und christliche – aber nicht jüdische – heilige Stadt.

Aber die Bilanz der Palästinenser, schon vor dem Weihnachtsdämpfer dieses Jahr, sollte Christen zweifeln lassen.

1950 betrug die christliche Bevölkerung des Bereichs Bethlehem nach Angaben des National Catholic Reporter 86%. Heute sind es nur noch 12% und Christen stellen nur 2% der palästinensischen Bevölkerung, während es vor einer Generation noch doppelt so viele waren. Die Lage im Gazastreifen, der von der Terrororganisation Hama kontrolliert wird, ist noch schlimmer. Als die Hamas dort 2006 die Kontrolle übernahm, gab es dort 6.000 Christen; vor einem Jahr gab es 1.100. In Israel ist die christliche Bevölkerung sehr stabil um 2% geblieben; ihre Zahl nahm in den letzten 20 Jahren um etwa 5.000 zu.

Christen sind aus den palästinensisch kontrollierten Gebieten geflohen und es ist leicht zu verstehen warum, angesichts ihrer systematischen Misshandlung 2002 stürmten mit dem PA-Vorsitzenden Yassir Arafat verbundene Terroristen die Geburtskirche in Bethlehem, hielten Mönche in der Kirche als Geiseln, was zu einer Pattsituation mit der israelischen Armee führte. Einer der Palästinenser des Angriffs sagte später, sie wählten die Kirche gezielt als Stützpunkt ihres Kampfs, damit sie Israel schlecht aussehen zu lassen konnten.

Im Gazastreifen sind Christen um ihres Glaubens willen ermordet worden, darunter Rami Ayad, ein Leiter der Baptistenkiche von Gaza und Geschäftsführer des einzigen christlichen Buchladens. Die Kirche ist von der Hamas für den Kampf beschlagnahmt worden, weil sei eines der höchsten Gebäude von Gaza Stadt ist.

Nach all dem behauptet die Palästinenserführung immer noch, dass sie die beste Wahl zur Kontrolle der christlichen Stätten ist.

Juden haben natürlich gewusst, dass unsere heiligen Stätten in Jerusalem nicht den Palästinensern oder anderen arabischen Staaten anvertraut werden können.

Nachdem 1948 der Staat Israel gegründet wurde, übernahm Jordanien bis 1967 die Kontrolle der Altstadt Jerusalems und es gab ein pauschales Verbot für Juden die heiligsten Stätten des Judentums zu besuchen – den Tempelberg oder die ihn stützende Westmauer, wo Juden Jahrtausende lang für den Wiederaufbau des Heiligen Tempels auf dem Berg darüber beteten. Das Verbot wurde von Heckenschützen gestützt, die auf jeden schossen, der sich der Barriere zwischen der israelischen und der jordanischen Seite Jerusalems näherte.

Seit Israel 1967 die Altstadt befreite steht es Menschen aller Religionen frei Jerusalems heilige Stätten zu besuchen und zu beten. Das folgt dem Vers in Jesaja, der in jüdischen Gebeten verwendet wird und besagt, dass Gottes „Haus“ (gemeint ist der Tempel) „ein Haus des Gebets für alle Nationen heißen wird“.

Die Ausnahme ist der Tempelberg, der zwar unter israelischer Souveränität steht, aber entsprechend einer Auflage aus dem Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien von einer islamischen Stiftung verwaltet wird. Nichtmuslimen ist Gebet auf dem Templeberg verboten, obwohl der Ort allen drei großen monotheistischen Religionen heilig ist. Die Regel wird strikt durchgesetzt und Menschen sind vor die Tür gesetzt worden, weil sie sie verletzten.

Dass die Muslime die Verbindung aller anderen zum Tempelberg bestreiten ist so stark, dass, nachdem drei israelische Araber zwei israelisch-arabische Polizisten an der Stätte töteten, die ihnen angeblich so heilig ist und Israel beschloss aus Sicherheitsgründen Metalldetektoren zu installieren, palästinensisch und israelische Muslime gewalttätig randalierten.

Diese Leugnung wurde in Abbas‘ Rede letzte Woche und in von den Palästinensern gestützten Petitionen deutlich, die die UNESCO beschloss, die praktischerweise die Tatsache ausließen, dass der Tempelberg und die Westmauer dem jüdischen Volk heilig sind. Arabische Mitglieder des israelischen Parlaments sagen regelmäßig, die Israelis hätten die jüdische Verbindung zum  Tempelberg erfunden; diese Woche protestierten sie lautstark gegen archäologische Grabungen in dem Bereich, die das Gegenteil beweisen können – und schon bewiesen haben.

Es geht aber noch weiter zurück. Arafat sagte einst Präsident Bill Clinton, dass die jüdische Verbindung zu Jerusalem eine Fälschung sei. Clinton sagte Arafat, dass er damit falsch liege; als Christ wisse er, dass der jüdische Tempel dort stand.

Trump sagte in seiner Rede, dass Jerusalem Israels Hauptstadt ist, aber dass seine Grenzen in zukünftigen Verhandlungen festgelegt werden, was impliziert, dass die Palästinenser einen Teil der Stadt bekommen werden.

Egal, wie die Stadt am Ende aussehen wird: All das oben Geschriebene ist überwältigender Beleg dafür, dass Israel die richtige Wahl für die Kontrolle des Herzens Jerusalems – der Altstadt – ist, weil nur Israel bereit ist die religiösen Freiheiten von Juden, Christen und Muslimen – die sie heilig nennen – zu schützen bereit ist.

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