Richard Goldstone widerruft (1): Wo steht der Preis jetzt für die Hexenjagd gegen Israel?

Melanie Phillips, The Spectator, 2. April 2011

In einem außergewöhnlichen Artikel in der Washington Post hat Richard Goldstone jetzt zugegeben, dass sein berüchtigter Bericht falsch war. Dort hatte er die Mordvorwurf-Lüge geschürt, Israel habe bei der Operation Gegossenes Blei im Gazastreifen gezielt auf Zivilisten geschossen und wahrscheinlich Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen; jetzt sagt er, als Ergebnis des Abschlussberichts des UNO-Komitees unabhängiger Experten und anderer Beweise, die seit der Veröffentlichung seines Berichts auftauchten, akzeptiere er, dass

Zivilisten nicht als Routinepolitik absichtlich beschossen wurden

und erklärte weiter:

Hätte ich damals gewusst, was ich jetzt weiß, würde der Golstone-Bericht ein anderes Dokument gewesen sein.

Was für ein eigennütziger Müll! Es gab damals reichlich Beweise aus zahlreichen Quellen, dass die Hamas Lügen zur Zahl der durch israelisches Feuer getöteten Zivilisten erzählte. Es gab damals reichlich Beweise, dass die Hamas gezielt Zivilisten in Gefahr brachte. Es gab damals reichlich Beweise, dass die Hamas nicht unter Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit agierte oder die Menschenrechte einhielt. Es gab damals reichlich Beweise, dass die israelischen Einsatzregeln von der IDF verlangten, dass vermieden wird Zivilisten zu treffen, wann immer das möglich ist. Es gab damals reichlich Beweise, dass Israel immer gegen seine Soldaten erhobene Vorwürfe zu Fehlverhalten untersucht und sie rechtsstaatlich zur Rechenschaft zieht. Doch Goldstone akzeptierte den Giftkelch des UNO-Menschenrechtsrats Israel einem Schauprozess zu unterwerfen, dessen Urteil der Feststellung der Beweislage vorausging (trotz seiner Beteuerungen, er habe den widerlichen Auftrag geändert); er entschied sich der Propaganda zu glauben, die von der Hamas und ihrer Stellvertreter unter den NGOs mit einer langen Geschichte böswilliger Feindseligkeit gegen Israel gestreut wurde.

Selbst jetzt, mit diesem angeblichen mea culpa, übernimmt Goldstone keine Verantwortung für die Große Lüge, die zu verbrechen mit so furchtbaren Folgen half den Raketentreibstoff für Israels Delegitimierung als Paria in den Augen der Welt zu bieten. Stattdessen machte er für seine falschen Schlussfolgerungen Israels Weigerung zur Kooperation mit seiner Untersuchungsarbeit verantwortlich.

Er macht also Israel erneut dafür verantwortlich, dass es schikaniert wird – zuerst durch die Hamas und nun durch ihn selbst.

Lächerlicherweise sagt er nun, die

Vorwürfe der Absicht in seinem Bericht gründeten auf dem Tod und den Verletzungen von Zivilisten in Situationen, zu denen seine Faktenermittlungs-Mission keine Beweise hatte, aus denen andere plausible Schlüsse gezogen werden konnten.

Die Beteuerungen, er habe keine Alternative gehabt als der Hamas zu glauben, sind ziemlich erstaunlich. Die Hamas ist eine Terrororganisation mit einer soliden Geschichte an Lügen, Verdrehungen und „pallywood“-artigen Fälschungen als Strategie aggressiver Kriegsführung. Israel, das Opfer dieser Aggression, hat eine solide Geschichte die Wahrheit zu sagen. Dennoch entschied sich Goldstone der Hamas-Version der Ereignisse zu glauben. Und das war nicht alles. In der Washington Post sagte er:

Einige haben vorgeschlagen, dass es absurd war von der Hamas – einer Organisation, die eine Politik der Vernichtung Israels vertritt – zu erwarten, dass sie das untersucht, von dem wir sagten, es seien ernste Kriegsverbrechen. Ich hatte die Hoffnung, auch wenn die unrealistisch war, dass die Hamas das tun würde, besonders da Israel eigene Ermittlungen unternahm. Als Minimum erhoffte ich mir, dass angesichts einer klaren Feststellung, das ihre Mitglieder ernste Kriegsverbrechen begingen, die Hamas ihre Angriffe einschränkt. Leider ist das nicht der Fall gewesen. Hunderte weitere Raketen und Mörsergranaten sind auf zivile Ziele im südlichen Israel abgeschossen worden…

Letztendlich könnte die Hamas aufzufordern Untersuchungen durchzuführen ein fehl geschlagenes Unterfangen gewesen sein. Der Menschenrechtsrat sollte daher auch die gerade erfolgte unentschuldbare und kaltblütige Abschlachtung eines jungen israelischen Paares und dreier seiner kleinen Kinder in ihren Betten verurteilen.

Ich glaube weiterhin an die Sache der Einführung und Anwendung des internationalen Rechts in langwierige und tödliche Konflikte… Bedauerlicherweise hat es keine Bemühungen der Hamas im Gazastreifen gegeben, die Vorwürfe zu ihren Kriegsverbrechen und möglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu untersuchen.

Soll man es glauben? Er scheint erwartet zu haben, dass der völkermörderische Aggressor Hamas sich zivilisiert verhält, indem er die vorgeworfenen Missbräuche untersucht – während er dessen demokratischen Opfer Israel haufenweise einschlägiger Verbrechen bezichtigt. Und jetzt ist das Höchste, was er zuzugeben breit ist, dass die Erwartung, die Hamas würde das tun,

könnte ein fehl geleitetes Unterfangen gewesen sein.

Der Mann gibt selbst zu, dass er bestenfalls als erbärmlicher Idiot und schlimmstenfalls als moralisch und juristisch bankrott offenbart da steht. Sein Bericht verleumdete den Namen Israels dafür, dass es sich gegen Angriffe auf seine Existenz wehrt; er ermutigte die Angreifer ihren Ansturm in dem sicheren Wissen zu verstärken, dass die internationale Gemeinschaft jetzt die offizielle Bestätigung hatte, dass Israel moralisch völlig inakzeptabel ist; er setzte die israelischen Zivilisten, zusammen mit Israels bloßem Überleben einem erhöhten Risiko aus, indem er bei der Delegitimierung Israels zu einem globalen Paria half; und er schürte den Druck auf Israel, seine Zivilisten nicht mit militärischen Mitteln gegen die Angriffe zu verteidigen, die sowohl in Dreistigkeit wie in Umfang unaufhaltsam zunahmen.

Doch unabhängig von seinen manifesten moralischen wie intellektuellen Unzulänglichkeiten hat seine Widerrufung unausweichliche Konsequenzen. All jene, die Goldstones Bericht zur Grundlage ihrer eigenen Delegitmierung Israels genutzt haben, stehen als solche da, die eine der schlimmsten offiziell sanktionierten internationalen Lügen der Geschichte gut hießen. All ihre Angriffe gegen Israel, die sich auf Goldstones verließen, erweisen sich als gleichermaßen grundlose wie diskreditiert. Jeder zukünftige Angriff dieser Art, der diesen Bericht als Quelle nutzt, wird nachweisbar falsch und arglistig sein. Die UNO sollte jetzt erklären, dass der Goldstone-Bericht null und nichtig ist. Alles darunter wird sie zur wissentlichen und nachweislich die Gerechtigkeit verzerrenden Partei machen.

Aber natürlich gibt es für das Gift – wie alle vorherigen Blutschuld-Vorwürfe gegen die Juden – dass er in den globalen Blutfluss eingeimpft hat, kein Gegenmittel. Der Schaden ist angerichtet – und keine noch so vielen eigennützigen Widerrufe des Richard Goldstone werden die furchtbaren Schaden ungeschehen machen, der angerichtet worden ist.