Propaganda statt humanitäre Prinzipien

Gerald M. Steinberg, Australian Financial Review, 7. Juni 2002

Der Begriff „non government organization“ (NGO – Nichtregierungs-Organisation) ruft in der Regel Bilder von Uneigennützigkeit und Mitleid hervor, besonders unter den Antiglobalisierungs-Freunden, die glauben, dass Staaten – und die Politiker, die in ihnen herrschen – mit Mängeln behaftet sind und dass ihre Taten abgemildert werden müssen. Von NGOs wird erwartet, dass sie für die Schwachen und Unterdrückten eintreten und die Rechte des Einzelnen und der Minderheiten vertreten.

In diesem Geist sind zehntausende von NGOs entstanden, die sich auf Umweltfragen, Menschenrechte, Wohlfahrtsthemen und Kampagnen gegen gefährliche Waffen wie Landminen konzentrieren. Diese Gruppen sind gut finanziert und nutzen ihre großzügigen Budgets um für sich selbst und ihre Sache zu werben. Die größten und wohlhabendsten NGOs, wie z.B. Greenpeace, Amnesty International, Human Rights Watch und Oxfam , sind inzwischen echte Markennamen und die wichtigsten Personen dieser Gruppen haben mehr Macht als manche Regierungsbeamte.

Gleichzeitig haben diese Organisationen in vielen Fällen zu Ungerechtigkeiten und Doppelzüngigkeit beigetragen, besonders im Nahen Osten. Wie die UNO und ihr Zweig UNRWA, sind prominente NGOs von der pro-palästinensischen und anti-israelischen Lobby fasziniert. Diese Organisationen spielten im letzten Jahr eine Hauptrolle bei der unrühmlichen Konferenz in Durban, die Rassismus bekämpfen sollte, aber in Beiträgen zum Hass auf Israel und zum Antisemitismus endete. Ähnlich wurden die Mythen des „Massakers von Jenin“ von NGOs wie Human Rights Watch, Amnesty International, Oxfam, Ärzte für Menschenrechte (die Liste kann beliebig verlängert werden) hinaus posaunt; ihre einseitigen und nicht belegten Berichte wurden von den Medien aufgegriffen und wiederholt.

Um die Sache schlimmer zu machen, kommt ein großer Teil der Gelder für diese „Nichtregierungs-Organisationen“ gerade von Regierungen. Hohe Zuweisungen aus staatlichen Steuern erfolgen zu Gunsten der NGOs, bestimmt für „humanitäre“ Projekte, die Politikern und Beamten erlauben, ihre privaten Vorhaben durch die Hintertür zu fördern. Diese Praxis ist in Europa, Australien und Kanada als Maßnahme zum verstärkten Flagge zeigen und zur Beeinflussung der UNO und internationaler Organisationen weit verbreitet. Sie bringen auch die Karrieren der beteiligten Politiker voran. Die Europäische Union steckt volle 15 Prozent ihres Gesamtbudgets in die Unterstützung von NGOs. Prominente Organisationen haben Budgets von mehreren hundert Millionen Dollar.

Die meisten dieser Gruppen arbeiten mit einem noch erschreckenderen Fehlen an Transparenz und Verantwortlichkeit als die Regierungen, die sie genau wegen dieser Missstände kritisieren. Die Dutzende von Millionen Dollar, die durch NGOs in Projekte gesteckt werden und die einfach und ambitiös als „Projekte humanitärer Hilfe“ oder „zur Unterstützung des Friedens“ bezeichnet werden, unterstehen nicht der peinlichen Aufsicht direkter Ausgaben wie Regierungen und Ministerien. Die Ergebnisse werden selten von außen begutachtet und die jährlichen Zuteilungen fließen weiter, egal, was sie bewirken. Im Nahen Osten haben riesige Summen internationaler humanitärer Hilfe an die palästinensischen Flüchtlingslager nicht dafür sorgen können, dass sich die Lage verändert und das meiste Geld ist verschwunden.

Zusätzlich unterstützt diese großzügige Finanzierung viele anti-israelische Propaganda-Gruppen, die sich als NGOs maskieren, darunter Human Rights Watch und Amnesty International. Oxfam International, mit einem Jahresbudget von 720 Millionen Australischen Dollar, hat eine massive Kampagne gestartet, die zur Verurteilung Israels wegen „grober Verletzungen des internationalen Menschenrechts“ drängt. Der australische Zweig, als Community Aid Abroad (CAA) bekannt, erhält 21 Prozent seiner Gelder von der australischen Regierung für Projekte in den palästinensischen Flüchtlingslagern. CAA behauptet, eine „humanitäre Organisation“ zu sein. Wie andere unter Arafats Herrschaftsbereich arbeitende Gruppen schaute sie weg, wo es Rekrutierung, Ausbildung und Entsendung von Selbstmord-Bombern gab.

In ihrem emotionalen Aufruf schreiben Oxfams Leiter, dass „unsere Partner … in Ramallah und anderen Städten die fürchterliche Lage bestätigt haben, die wir alle in unseren Fernsehern erleben: schwere Verletzungen der Menschenrechte, darunter: die Beschießung medizinischen Personals, die Verweigerung medizinischer Hilfe für Verwundete und chronisch Kranke; tatsächliche und angedrohte Gewalt gegen eindeutig identifiziertes Personal des Roten Kreuzes, der palästinensischen Rot-Halbmond-Gesellschaft und der UNO…“ usw. Die Liste ist recht lang und gefüllt mit vielen Augenzeugenberichten.

Eine flüchtige Untersuchung zeigt, dass die eifrigen Propagandisten von CAA geruhen, die lange Geschichte völlig unzureichender (soll heißen: falscher) Berichte zu ignorieren, die darauf abzielen Israel zu delegitimisieren wie auch den Hintergrund der brutalen palästinensischen Terrorkampagne, die zur israelischen Antwort führte. Oxfam und seine Partner mit ihrem schicken Eindreschen auf Israel als „humanitäre“ Organisationen zu bezeichnen, spottet dem Begriff. Diese falschen Behauptungen untergraben die unpolitischen und weniger im Rampenlicht stehenden Gruppen, die wirklich humanitäre Dienste leisten, statt Politik und Ideologie zu verbreiten.

Diese Beispiele dienen dazu, die versteckten politischen und ideologischen Ziele der NGOs zu verdeutlichen. Ihr Nimbus verfliegt und ihre Aktivitäten in der ganzen Welt werden kritischer betrachtet, besonders im so stark propagierten Bereich der Nahost-Politik. Wie das gesamte UNO-System, mit dem diese Organisationen sehr eng zusammen arbeiten und für einander Reklame machen und sich gegenseitig schützen, ist eine totale Reform der NGOs dringend notwendig.

 

Ein Gedanke zu “Propaganda statt humanitäre Prinzipien

  1. NGO’s sind eine weitere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für ansonsten zurecht arbeitslose Sozial- und Geistes’wissenschaftler‘, die auf der Uni kaum etwas über ihr Fach lernten, jedoch umfassend linksextremistisch indoktriniert wurden, wobei der Hass auf den Westen, den heterosexuellen ‚weißen Mann‘ und damit Israel und die Hebräer zentrale Indokrinationsthemen sind.

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