IslamicTerror.com?

Joseph Farah, WorldNetDaily, 13. November 2001

Von seinem vornehmen High-Tech-Hauptquartier in London aus betreibt Scheik Omar Bakri Muhammad eine weltweit tätige islamistische Organisation, die für Osama bin Laden eintritt. Teil seines „Al-Muhajiroun“-Reichs ist eine englischsprachige Internetseite – die mit Aufrufen zur Kreuzigung oder Schlimmerem gegen die wahren Terroristen aufruft: Amerikaner und ihre muslimischen Stellvertreter in Pakistan.

Nach Scheik Omar tragen die Muslime im Westen sehr große Verantwortung darin, die Menschen darauf vorzubereiten den Islam zu empfangen oder die islamische Lebensweise anzuerkennen. Al-Muhajiroun ruft die Muslime im Westen auf, „die Vorkämpfer des kommenden Khilafah zu sein…, stark und vereint zu werden, um in der Lage zu sein, die weltweite muslimische Ummah zu unterstützen.“ Die Organisation glaubt, dass „die muslimische Gemeinschaft im Westen mit den Muslimen weltweit zusammen zu binden“ das Geheimnis ist, eine „weltweite islamische Revolution“ auszulösen.

Scheik Omar macht hält mit seiner totalen Unterstützung der Taliban nicht hinter dem Berg und erklärt Osama bin Laden für unschuldig an den Angriffen auf die USA vom 11. September oder irgendwelchen anderen terroristischen Vorfällen. Statt dessen gibt es von ihm viele öffentliche Interviews, in denen er den Mossad für die Zerstörung verantwortlich macht.

Almuhajiroun.com veröffentlicht eine Fatwa gegen den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf und die USA.
Wie lautet das Urteil? „Die Bestrafung derer, die gegen Allah und seinen Apostel Krieg führen und danach streben Unheil ins Land zu bringen, ist lediglich die, dass sie ermordet oder gekreuzigt werden sollten oder ihre Hände und Füße sollten abgeschnitten werden oder sie sollten in Gefängnis gesteckt werden; dies soll für sie eine Entehrung in dieser Welt sein und danach sollen sie eine schwere Strafe tragen.“

Wer ist dieser Scheik Omar?
Er wurde 1958 in Aleppo (Syrien) geboren und wuchs – wie bin Laden – unter den Privilegierten einer wohlhabenden Familie auf. Er wurde eine ernsthafter Student des Islam und des Koran. Er machte seinen Universitätsabschluss über die Schariah und die Grundlagen des islamischen Rechts an der Universität Al-Imam Al-Uzaie in Beirut. Er behauptet 43 Bücher und Hefte über den Islam auf Arabisch und Englisch geschrieben zu haben. Über die Internetseite vertreibt er Videos und Bücher und kündigt Demonstrationen und Vorträge an – zumeist in Großbritannien.

Er behauptet hunderttausende Anhänger weltweit zu haben – einschließlich vieler in den USA. Er ist außerdem Richter des Schariah-Gerichts in Großbritannien, Generalsekretär der Islamischen Weltliga und Sprecher der Internationalen Islamischen Front.

Sein Ziel, wie auch das bin Ladens, ist die Wiedererrichtung der Khilifah – der weltweiten islamischen Vorherrschaft. „Al-Muhajiroun hat viele Organe, die in der Gesellschaft unter seiner Führung tätig sind“, behauptet er. „Diese Organe spezialisieren sich in unterschiedlichen Bereichen wie der Gesellschaft der muslimischen Anwälte, der Gesellschaft der zum Islam Konvertierten, der Gesellschaft der muslimischen Eltern, die Londoner Schariah-Schule, das Schariah-Gericht von Großbritannien, der Gesellschaft der muslimischen Studenten, der Islamischen Weltliga, der Muslimisch-kulturellen Gesellschaft und der Partei der Zukunft.“

Almuhajiroun.com ist nur eine von Dutzenden radikal-islamischer, englischsprachiger Internetseiten, die besonders dafür konzipiert zu sein scheinen, den Westen zu beeinflussen und dort zu rekrutieren.

Eine weitere ist Khalifornia.org – das ist keine Seite, die für Kalifornien als nächsten islamischen Staat wirbt – noch nicht.
Die Macher dieser Internetseite erklären den Namen so: „Als uns die folgende Erklärung des Namens Kalifornien begegnete, dass es der Grundbesitz der Khilafah sei, dachten wir, dass dies ein herausfordernder Name für eine Veröffentlichung ist, die die Muslime zur vollen Anwendung des Islam und einer Rückkehr zum Khilafah-Staat aufruft. Immerhin ist damit nicht gemeint, dass Kalifornien in irgendeiner Weise auserwählt oder berufen als solcher Staat berufen ist. Edward Hale, Verfasser von ‚Der Mann ohne Land‘, berichtete in ‚Die Berichte der Amerikanischen Antiquarischen Gesellschaft‘, dass der Name ‚Kalifornien‘ im Werk Montalvos gefunden wurde, einem spanischen Schriftsteller populärer Kavaliersromanzen des frühen 16. Jahrhunderts. Das war die Zeit der spanischen Eroberung Amerikas. … ‚Kaliferne war der Grundbesitz des Kalifen, des Herrschers der mohammedanischen Welt.’“
Während also einige Mexikaner darauf schielen, Kalifornien zurück zu verlangen, könnten sie Konkurrenz von Islamisten bekommen.

Dann gibt es die Internetseite der Islamischen Gesellschaft der Sheffield Hallam University, auch aus Großbritannien.
Wie viele andere radikal-islamische Seiten behält sich diese besondere Drohungen für das Regime von Musharraf in Pakistan vor: „Pakistan ordnet sich derzeit der internationalen Ordnung unter, die von Amerika beherrscht wird“, erklärt sie. „Es ist der wirtschaftlichen Versklavung durch den IWF (Internationaler Währungsfond) und der Weltbank unterworfen und akzeptiert die Oberhoheit der UNO. Derzeit plant die Regierung einen 1,5 Millionen-US-Dollar-Kredit vom IWF zu bekommen.“

Aus diesem Grund beklagt die Seite, dass „Russland nicht keinerlei Sorgen über das atomare Waffenarsenal Pakistans machte, bevor es die Muslime in Tschetschenien bombardierte.“

Ramadhan.org bringt ein groß heraus gestelltes Interview mit bin Laden und Horror-Geschichten über Muslime, die in den USA in der Nachfolge der Terrorangriffe vom 11. September verfolgt werden. Man kann dort auch elektronische Grußkarten an Freunde, die den Ramadan halten, verschicken.

Khilafah.com, eine der anspruchsvolleren Seiten dieser Art, lässt kaum Zweifel daran, wo sie in diesen Fragen des Tages steht:
„Präsident Bushs ‚gesucht – tot oder lebend‘-Aufruf weckte Erinnerungen daran, wie ‚der Westen gewonnen‘ durch ein gefühlloses und arrogantes Volk gewonnen wurde“, notiert ein markanter Artikel mit dem Titel „Wie der Westen verloren wurde“. „Die eingeborene indianische Zivilisation wurde ausgelöscht. Könnte es sein, dass der Westen durch sein fortgesetzt gefühlloses und arrogantes Verhalten verloren gehen?“

Der Artikel fährt mit dem Vorschlag fort, dass Amerikas Aktion in Afghanistan „durchaus der Beginn des Endes der Vormachtstellung der westlichen Zivilisation sein könnte, sofern eine lebensfähige alternative Weltordnung entsteht, die wirklich universal ist. Das ist nicht so verrückt, wie es klingen mag.“

Die von Khilafah.com vorgeschlagene lebensfähige alternative Weltordnung ist natürlich eine, die vom Islam bestimmt wird.

Glauben Sie nicht den moderaten Muslimen in den westlichen Medien, die Ihnen erzählen, dass Jihad die „Überwindung von Missgeschick“ bedeutet, sagt Khilafah.com. „Tatsache ist, dass für die Schariah Jihad bedeutet, die größtmöglichen Bemühungen im Kampf gegen die Ungläubigen zur Ehre Allahs auszuführen – direkt durch den Kampf auf dem Schlachtfeld oder indirekt durch die Unterstützung dieses Kampfes durch Gelder, gelehrte Urteile und die Ermutigung zur Teilnahme am Jihad“, verkündet ein Artikel auf der Internetseite. „Andere Aufgaben, die schwierig sein können und daher einige Anstrengung einschließen, aber nicht mit dem direkten Kampf in Verbindung stehen, wie z.B. die Reparatur eines Boilers oder die Herstellung von Stühlen, werden nicht Jihad genannt, wie er in der Schariah verstanden wird.“

Hizb-ut-tahrir.org warnt, dass eine „Allianz mit Amerika ein großes Verbrechen ist, das der Islam verbietet.“ Die Internetseite fährt mit der Erklärung fort, dass sie sich nicht darum kümmert, wer das World Trade Center am 11. September angriff – glaubt aber gleichzeitig, dass die Beweise gegen bin Laden fehlen. Die Seite macht die Juden dafür verantwortlich, die Herrschenden Amerikas dazu aufzustacheln wegen der Anschläge Vergeltung gegen die gesamte islamische Welt zu üben – für die natürlich inzwischen bin Laden die Verantwortung übernommen hat.

Isla.org hebt ebenfalls ein Interview mit bin Laden heraus. Der Rest der Seite ist weitgehend auf Arabisch verfasst.

Rechtfertigt der Koran terroristische Angriffe, wie sie Amerika am 11. September erlebte? Ohne jeden Zweifel, antwortet Tanzeem.org.
„Amir von Tanzim-e-Islami erklärt, dass die islamische Sichtweise zur Sache die ist, dass ein Angriff von Muslimen geführt werden darf, ohne jedes Ultimatum, gegen einen Feind, mit dem die Muslime nicht vertraglich gebunden sind“, erklärt die Internetseite. „Dagegen ist es nicht erlaubt, eine Nation ohne Ultimatum anzugreifen, mit dem Muslime einen Vertrag geschlossen haben (für den Fall, dass sie die Vertragsvereinbarungen zuerst verletzen). Er sagt, dass auch ein Guerillakrieg im Islam in einer Situation entschuldigt werden kann, in der entweder ein Volk gegen die Wand gedrückt wird und keine anderen Möglichkeiten hat, seine Stimme zu erheben, oder wo der Feind überwältigend stark ist und nicht anders besiegt werden kann. Er sagt, dass ein Angriff, in dem Zivilisten getötet werden, im Islam überaus unbeliebt ist. Die Unterdrückten und Verfolgten haben das Recht, Terror mit Terror zu vergelten.“