Antizionismus ist der neue Antisemitismus

Forest Rain, 2. Februar 2018

So sieht es aus, wenn man einen Markennamen erschafft.

Sie haben ein Produkt zu verkaufen. Sie müssen den Markt überzeugen es zu kaufen.
Das Problem: Das Produkt ist alt. Die Leute kennen es schon und es ist von vielen als fehlerhaft abgelehnt worden. Die Durchschnittsbürger wird das Produkt nicht so kaufen, wie es ist. Was ist zu tun?

Man muss ihm ein neues Image verpassen. Das Produkt muss in eine neuen Sprachgebrauch verpackt werden, brauchte eine neue Hintergrundgeschichte, ein neues Aussehen und Gefühl und viele, vermutlich genügend Kunden werden überzeugt sein, dass sie ein neues Produkt sehen und es kaufen.

Das „Produkt“ ist Judenhass. Die „Kunden“ sind alle, überall und viel sind begierig ihn zu kaufen. Manche sind weniger enthusiastisch, aber mit erfolgreichen Marketingkampagnen im Lauf der Zeit ebenfalls überzeugt werden.

Vor der Wiedergründung des jüdischen Staates, als Zion noch ein Traum war, hätte es nicht viel Sinn gemacht sich zum Antizionisten zu erklären.

Im politischen Klima von heute ist es sozial inakzeptabel eine Minderheit zu diskriminieren, geschweige denn unverblümt Hass oder Abscheu gegenüber eine gewissen sozialen Gruppe zu erklären. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keinen Hass gibt; es heißt nur, dass derjenige, der hasst, eine Ausdrucksform finden muss, die als sozial akzeptabel betrachtet wird.

Israelhass ist nichts anderes als Judenhass mit neuem Markennamen:

  • Die Sprache hat sich verändert, „Jude“ ist durch den Begriff „Zionist“ oder „Kolonialist“ ersetzt worden.
  • Die Hintergrundgeschichte ist verändert worden; heute ist Israel der Aggressor, Israel, das den Palästinensern das antut, was die Nazis den Juden antaten (was es plötzlich möglich und sogar akzeptabel macht Juden mit Nazis gleichzusetzen“.
  • Die Symbolik hat sich verändert, von der des Wucherer-Juden zum grausamen IDF-Soldaten, der palästinensische Kinder misshandelt.

Wirft man einen Blick hinter die Pyrotechnik des Marketings, dann ist leicht erkennbar, dass der Inhalt derselbe geblieben ist, der einzige Unterschied ist die Verpackung. Vor allem ist das Ziel dasselbe.

Antisemitismus dämonisiert Juden für die Missstände der Welt, bis zu dem Punkt, an dem Juden das Recht auf Leben bestritten wird (Progrome, Holocaust).

Antizionismus verweigert Juden das Recht auf Selbstbestimmung in ihrer angestammten Heimat, Zion. Er ist eine Verweigerung des Rechts eine Heimat zu haben und sich in dieser Heimat zu verteidigen. Das ist die Verweigerung des Rechts auf Leben.

Um klarzustellen: Kritik an einem oder vielen Teilen der Politik Israels ist nicht illegitim. Das kann nicht als Antizionismus betrachtet werden, während pauschale Kritik an Israels Existenz oder auf Politik zu bestehen, die dazu führt, dass Israel aufhört zu existieren, sowohl antizionistisch als auch antisemitisch ist.

Der üblichste Standpunkt des modernen Antisemiten lautet: „Ich habe nichts gegen Juden, ich hasse nur Israel.“ Es ist interessant festzustellen, dass dieses Paradigma gegenüber keinem anderen Staat akzeptiert wird. „Ich hasse Amerikaner nicht, ich hasse nur Amerika.“ „Ich hasse die Franzosen nicht, ich denke nur, Frankreich sollte nicht existieren.“ Das sind Äußerungen, die von einem Durchschnittsmenschen nicht einmal in Betracht ziehen. Warum ist dasselbe Gefühl akzeptabel, wenn der Fokus auf Israel liegt?

Die heißen Themen von heute sind soziale Gerechtigkeit, Frauenrechte, Minderheitenrechte. Es ist „cool“ geworden ein „Krieger für soziale Gerechtigkeit“ zu sein. Gleichzeitig Judenhass in der Form von Antizionismus wird normal.

Bei der Bewegung Women’s March zum Beispiel sollte um Feminismus gehen, um Frauenrechte. Es war Linda Sarsour, die jüdischen Frauen die Rechte nahm, als sie erklärte, es sei unmöglich zionistisch und feministisch zu sein. Sei schuf eine neues Paradigma, mit dem ihre Anhänger akzeptieren mussten oder von ihren Genossen ablehnt werden. Darüber hinaus normalisierte sie Judenhass mit weiteren Erklärungen, indem sie Zionisten mit weißen Herrenmenschen und Rassisten gleichsetzte.

Wenn Zionisten in dieselbe Gruppe gehören wie weiße Herrenmenschen und Rassisten, dann ghört der Zionist nicht länger zu einer geschützten Minderheitsgruppe, stattdessen zu einer Gruppe, die abgelehnt und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden muss.

Um das Problem weiter zu verschlimmern, loben sozial einflussreiche Institutionen Sarsour, machen ihre antizionistischen (lies: antisemitischen) Äußerungen noch akzeptabler. Das Magazin Glamour wählte Sarsour zu einer seiner Frauen des Jahres 2017. Die berühmte Schule von New York wählte Sarsour zur Vorsitzenden ihres Panels zu Antisemitismus (angesetzt für den 28. November).

Das Problem ist aber nicht Linda Sarsour oder Ihresgleichen. Zur Freiheit gehröt die Freiheit zu hassen.

Das Problem sind alle, die Antisemitismus nicht erkennt, wenn sie Antizionismus sehen. Das Problem sind alle, die die Marketing-Kampagne geschluckt und vergessen haben, was Zionismus ist.

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass die Entmenschlichung der Juden nicht an einem einzelnen Tag gemacht wird. Es handelt sich um einen langsamen Prozess der Delegitimierung. Wir haben das bereits erlebt. Die Kostüme und die Szenerie sind anders, aber der Inhalt ist genau derselbe, der alte Horror, mit neuem Markennamen.

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