Die Friedensbewegung verursacht das Töten von Juden

Die Friedensbewegung der 1930-er machte den Holocaust unausweichlich – unabsichtlich.
Die Friedensbewegung von heute will keine Unfälle mehr – nur den Tod der Juden

Sam Schulman, Jewish World Review, 6. März 2003

Vorbemerkung heplev: Ich denke, dass der Autor in einigen Bereichen etwas über das Ziel hinaus schießt. Aber die Grundtendenz der Einstellung der „Friedensbewegung“ ist überall zu verfolgen – man muss nur die Augen auf machen.

Die Antikriegs-Verbündeten unserer Großeltern ermöglichten den Holocaust – unabsichtlich. Unsere heutigen Antikriegs-Verbündeten wollen die „jüdischen Interessen“ recht gezielt zerstören – und in diesem Prozess das Leben vieler, vieler Juden. Und das ist kein ungewolltes Nebenprodukt guter Absichten – sondern für viele Führer der Friedensbewegung ein wertvolles Ziel.

In den 1930-ern war das nicht ganz so. Wie heute passten sich die freundlichsten Leute, die nachdenklichsten Leute, die fortschrittlichsten Leute, die Leute mit dem höchsten sozialen und moralischem Bewusstsein, kurz gesagt: Leute wie du und ich, den Interessen Hitlers an und brachten den völlig unnötigen Zweiten Weltkrieg über die Welt – der beinahe verloren worden wäre – mit dem Tod von 50 Millionen Menschen. Und obwohl er letztendlich gewonnen wurde, wurde er nicht schnell genug gewonnen, um das Undenkbare – den Holocaust – unvermeidlich zu machen.

In dieser Kategorie von Leuten – den nettesten, den nachdenklichsten, den progressivsten, denen mit dem höchsten Grad an sozialem und moralischem Bewusstsein – ist es nicht Eigennutz, nicht nur die Crème des amerikanischen Judentums zu zählen, sondern vermutlich seine Mehrheit. Es ist keine Eigen-Schmeichelei, denn das Verhalten dieser Leute in den 1930-ern – Unterzeichner von Friedenspetitionen, Unterstützer der Entwaffnung, idealistische Kommunisten und Sozialisten, Anhänger des New Deal, Mitglieder des „Komitees Amerika zuerst“, Unterstützer des Völkerbundes – unterstützten „objektiv“ Hitler. Wie? Die verdammten „einseitige“ Bemühungen ihn dazu zu zwingen, den Versailler Vertrag zu befolgen (oder einseitige Bemühungen Mussolini von der Invasion Äthiopiens abzuhalten) als Kriegstreiberei; indem sie an die Wirksamkeit der Diplomatie glaubten – oder sogar des Gebets – und das der Vorbereitung vorzogen, ermöglichten sie es Hitler, sein Arsenal aufzubauen und sich für den totalen Krieg zu präparieren – extern gegen freie (aber ach so fehlerhafte und unmoralische) Länder, intern gegen die Juden.

Die Päpste der 30-er Jahre – wie der heutige Papst es leider auch tun würde – fügten den Juden mehr Schaden zu, weil sie „Frieden“ wünschten und wollten, als sie es durch eventuell vorhandene antisemitische Gefühle taten.

Es wurde als furchtbar geschmacklos angesehen die Wahrheit über den bevor stehenden Holocaust zu sagen. Als progressive, vom Gewissen getriebene Personen wie Robert Maynard Hutchins von der University of Chicago aktive Unterstützer des „America First“ waren, wurden Zeugenaussagen über die Unzivilisiertheit der Deutschen als Lügen und jüdische Propaganda abgetan. So wurde Bruno Bettelheim, frisch aus Buchenwald und Dachau gekommen, entmutigt, seine Berichte über die Lager vor 1944 zu veröffentlichen.

Die bleibenden Auswirkungen des Antikriegs-Gefühls hatten einen unheilvollen Effekt auf den Verlauf des Krieges selbst; und für das Schicksal der Juden. Politiker wie Roosevelt konnten es sich nicht erlauben, als aktiv eingreifend gesehen zu werden, um die Militärmaschine zur Hilfe besonders für die Juden in Gang zu bringen – weil die Antikriegs-Aktivisten so hart und so erfolgreich dafür gearbeitet hatten, jede jüdische Klage als Eigeninteresse und selbstsüchtigen Versuch zu diskreditieren, die Welt in einen Krieg zu stürzen, nur um ihre eigene, feige Haut zu retten.

Hätte FDR mehr tun können, um die Juden zu retten? Ob er das militärisch hätte tun können oder nicht, die Peaceniks der 30-er Jahre hatten es ihm jedenfalls unmöglich gemacht, es politisch zu tun.

So ist es auch heute – nur schlimmer. Die Kräfte, die mit der Antikriegs-/pro-Saddam-Bewegung in Einklang stehen – die Interessen, die die Antikriegs-/pro-Saddam-Bewegung leiten – und vor allem: Die Stärke, die die Antikriegs-/pro-Saddam-Bewegung aus jüdischen Unterstützern gewinnt – einschließlich, so scheint es, der meisten Juden Hollywoods, den Herausgebern des „Forward“, den Lesern der „New York Times“ – unterstützen objektiv, wenn nicht absichtlich, die Leute, die ihnen schaden, sie tot sehen und total eliminieren wollen.

Sprache hat ihre Bedeutung geändert. Vor drei Jahren meinten die, die sagten, sie seien anti-israelisch, aber nicht antisemitisch, dass sie gegen bestimmte Maßnahmen der israelischen Regierung waren, die diese traf um seine Zivilisten gegen Terroristen zu verteidigen. Zu sagen, dass man antiisraelisch, aber nicht antisemitisch ist, bedeutet heute im Allgemeinen, dass man – wenn man ein Moderater ist – gegen die Existenz Israels als selbstbestimmter jüdischer Staat dort ist, wo es seit über einem halben Jahrhundert besteht. Wenn man aber wirklich progressiv ist, bedeutet es, dass man gegen die Annahme ist, dass es Juden erlaubt sein sollte, als Individuen in Palästina zu leben, wo sie seit über zwei Jahrtausenden frei lebten und kamen und fort gingen und dass sie statt dessen mit Gewalt dort entfernt und enteignet werden sollten.

Jetzt könnte man darüber streiten, ob diese Haltung richtig sein könnte. Und wen man einen der Führer der Antikriegs-Bewegung dazu befragt, wird man Argumente dafür hören – wie man sie auch von den führenden Geistlichen der Mainstream-Protestanten hören würde – aber man kann kaum behaupten, dass die moderaten oder progressiven Versionen nicht als antisemitisch angesehen werden sollten. Progressive, Friedfertige, Bewusste, gut Meinende – und eine Politik, die, wird ihr erlaubt Einfluss zu gewinnen, in der Enteignung und Abschlachtung von Juden enden wird – eher früher als später.

Lasst uns also Platz schaffen in den Ausstellungsräumen der über die Welt verstreuten Holocaust-Museen, für einige der Namen, die jetzt zweifelsohne auf der Liste der Spender stehen. Die Vorfahren der heutigen Friedensdemonstranten aus den 30-er Jahren erlaubten den Nazis (und ihrem teuflischen Gegenteil, den Kommunisten) zu erblühen und ein genau ausgearbeitetes Mord-Programm zu beginnen.

Unter dem Friedensprogramm, das wir heute erleben, ist dem Baathismus, dem mörderischen Nachfahren des Nationalsozialismus, ein lebenswichtiger Raum zum Atmen gegeben worden. Wenn die Friedensmarschierer ihren Willen bekommen, würde er weiter an Stärke zunehmen, bis er ungefährdet gegen Israel und die Türkei losschlagen kann; er würde die Terrorzellen bei uns bewaffnen, während er gleichzeitig die eigenen Intellektuellen, die Schiiten, assyrischen Christen, Kurden und andere Anhänger von für vogelfrei erklärten Religionen, Rassen oder politischen Ansichten ins Gefängnis wirft, ins Krankenhaus und ins Grab.

Vor langer Zeit zeigte Orwell auf: Pazifismus angesichts des bewaffneten Bösen ist das Gleiche wie blinde Verehrung der Macht. Für die Mitglieder unserer „Rasse“ – der historischen Opfer so vieler Dinge – würde es katastrophal sein, denselben Fehler zweimal zu machen und das Schicksal unserer Kinder in die Hände dieser traurigen Komplizen-Pazifisten legen.