Es gibt eine Menge Israelis, die in der Westbank leben und dort Geschäfte haben – aber sie sind keine „Siedler“. Nur Juden können „Siedler“ sein.

Elder of Ziyon, 22. März 2018

Ha’aretz berichtet:

Zu einer Zeit, in der die Zahl der Studenten an Universitäten in Israel allgemein fällt (Studenten strömen stattdessen in Scharen an private Colleges), zeigt ein Bericht des palästinensischen Bildungsministeriums, den Ha’aretz erhalten hat, dass die Zahl der Israelis an der Universität in Jenin innerhalb eines Jahrzehnts von 36 auf 5.294 gestiegen ist.

Ein organisiertes Transportsystem bringt Studenten aus ihren Häusern in Galiläa und dem Kleinen Dreick arabischer Städte in Zentralisrael in die Westbank. Tatsächlich stellen israelische Araber heute die Mehrheit der Studentenschaft an der AAUJ (Arab American University in Jenin), der ersten palästinensischen Privatuniversität. Die im Jahr 2000 gegründete Institution befindet sich südöstlich von Jenin in der Area A der Westbank – d.h. unter der vollen zivilen und Sicherheitskontrolle der PA.

Offiziell ist Israelis das Betreten der Area A verboten, aber die israelischen Verteidigungskräfte setzen das Verbot gegenüber arabischen Bürgern nicht durch. Der Bericht des palästinensischen Bildungsministeriums zeigt, dass mehr als 8.000 Israelis in diesem Studienjahr in der Westbank studieren, 66 Prozent davon an der Universität Jenin. Sie stellen 55 Prozent aller Studenten der AAUJ und ihre Anwesenheit macht sich deutlich in dem bemerkbar, was an der Schule studiert wird und in ihrer Atmosphäre. Während eines Besuchs dort könnte man einen Moment lang das Gefühl haben, man befände sich an einer israelischen Institution für höhere Bildung in einer Stadt in Galiläa.

Die Studenten der AAUJ sagen, die Beziehungen zu ihren palästinensischen Kommilitonen seien warm und freundschaftlich, trotz der erwarteten akademischen Konkurrenz. Viele leben in israelischen Arabern gehörenden Wohnungen nahe des Campus, der von Cafés und Restaurants umgeben ist, die ebenfalls von Israelis betrieben werden. Mehr als 2 Prozent der Vollzeitbeschäftigen der Universität haben die israelische Staatsbürgerschaft.

Es gibt also Israelis, denen Wohnungen in Palästinensergebieten gehören – und niemand bezeichnet sie als „Siedler“.

Es gibt Israelis, denen Geschäfte in der Westbank gehören – und niemand fordert, dass diese Geschäfte boykottiert werden. Im Gegenteil, die Palästinenser kaufen fröhlich Produkte von diesen Israelis.

Der einzige Unterschied zwischen diesen Israelis und den Israelis, bei denen die Welt darauf besteht, dass sie illegal und Friedenshindernisse sind, besteht darin, dass diese Israelis nicht jüdisch sind.

Was braucht man noch mehr als Beweis dafür um zu wissen, dass diejenigen, die am lautesten wegen „israelischen Siedlern“ brüllen, einfach nur Antisemiten sind?