Quo vadis, Palästinenser?

Das Nicht-Nahost-Land, in dem palästinensische Araber sich komplett integriert haben, Wohlstand und ein gutes Leben finden

Ron Jontof-Hutter, Israel National News, 14. März 2018

Die palästinensischen Araber werden von ihren Führern ständig gedrängt wütend zu sein. Abbas verließ das Treffen des UNO-Sicherheitsrats, ohne sich darum zu kümmern die Rede von Botschafterin Haley anzuhören. Während die Uhr scheinbar nicht auf ihrer Seite tickt, sich die politischen Landschaften in den USA und Europa verändern, Frust traditioneller arabischer Verbündete, die nervös den Iran beobachten und die UNRWA neu bewertet und als Teil des Problems betrachtet wird, können die Palästinenser nur bestürzt darüber sein, wie ihre Leben ins Nichts zu gehen scheint.

Die weniger Wohlmeindenden könnten sagen, sie gehen den Bach runter. Leider sind Wut, Gier, Veruntreuung internationaler Hilfe und sich ständig in der Opferrolle zu sehen keine Politik, ganz zu schweigen davon talentierten palästinensischen Arabern, die von einem erfolgreichen und friedlichen Leben träumen, eine vielversprechende Zukunft zu bieten.

Während Experten verschiedene Lösungen für das palästinensisch-arabische Problem überlegen, die von einer Zweistaatenlösung, über Landtausch, einem einzigen Staat, einer jordanischen Lösung, einer Gaza-Sinai-Lösung bis zu Bevölkerungstransfer mit Entschädigung und anderen Varianten reicht – von denen keine  die PA zufriedengestellt hat – ist Chile ein Beispiel für das, was möglich sein könnte.

Chile hat Berichten zufolge die größte palästinensisch-arabische Gemeinde außerhalb des Nahen Ostens, geschätzte 500.000 in einer Gesamtbevölkerung von fast 18 Millionen, gegen die die jüdische Gemeinschaft mit 25.000 zwergenhaft wirkt. Die palästinensischen Araber sind daher ein weit größerer Anteil an Chiles Bevölkerung als bei Juden irgendwo in Europa. In Frankreich gibt es ebenfalls etwa 500.000 Juden, aber in einer Bevölkerung von fast 67 Millionen.

Zusätzlich zu den verzweifelnden, gebildeten PA-Millenials in Judäa/Samaria sind die so gut wie vergessenen palästinensischen Araber im Libanon und Syrien arm gemacht und massakriert worden. Andererseits genießen palästinensische Araber in Chile weiterhin beträchtlichen Erfolg – egal, nach welchem Standard.

Palästinensische Araber kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Chile, zumeist arm und als Analphabeten; sie waren in Haifa, Beirut und Alexandria an Bord von Schiffen gegangen. Das geschah währen der osmanischen Herrschaft, lange vor Israels Gründung 1948.

Anfangs waren sie nicht willkommen. El Mercurio schrieb im April 1911: „Ob sie Mohammedaner oder Buddhisten sind, was man schon von weitem sehen und riechen kann, ist, dass sie schmutziger sind als die Hunde von Konstantinopel.“

Ein Jahr später gründeten palästinensische Araber ihre erste arabisch-chilenische Zeitung, Muerched.

Rund 40 Jahre später hatte diese Gemeinschaft beträchtliche wirtschaftliche und politische Macht erworben. Sei genießen weiterhin viel Beachtung in Politik, Handel, Literatur, Medien, Sport und den Künsten.

Während „palästinensische“ Bäckereien, Cafés und Restaurants sich in Santiagos Distrikt Patronato ausbreiten, ist das der „palästinensische“ Sportverein wohl das Vorzeigestück. Die 27 Morgen Club Palestino weist stolz modernste Tennis-, Schwimm- und Speiseanlagen auf, die eine bedeutende Quelle für Stolz sind. Die „palästinensische” Fußballmannschaft gehört zu Chiles besten, einige der Spieler spielen in der Nationalmannschaft.

Die Weltbank ordnet Chile als Hochlohnland ein, wohlhabend und politisch stabil.

Die jüngere Generation der palästinensischen Araber sprechen Spanisch, viele haben eine von Palästinensern betriebene Grund- und Sekundarschule besucht. Rund 70% heiraten außerhalb ihrer Gemeinschaft. Palästinensisch-arabische Familien gehören zu den reichsten in Chile.

Politisch haben 10% der Senatoren und 11% der Unterhausabgeordneten einen palästinensisch-arabischen Hintergrund.

Der Staatssekretär für Inneres und Öffentliche Sicherheit ist Mahmud Aleuy.

Trotz der Integration der palästinensischen Araber in alle Sektoren der chilenischen Öffentlichkeit und des Privatlebens betrachten sie sich erstaunlicherweise als „staatenlos“.

Das spiegelt die Haltung des ehemaligen peruanischen stellvertretenden Präsidenten Omar Chehade, der behauptete, Israel sei ein „fiktiver Staat“ und dass südamerikanische palästinensische Araber wie er selbst „staatenlos“ seien.

Doch niemand wirft Fragen bezüglich ihrer doppelten Loyalität auf, ganz zu schweigen von der palästinensisch-arabischen Lobby oder dass „Palästinenser die Medien und Banken kontrollieren“.

Während palästinensische Araber in Chile sich assimilieren, Macht, Wohlstand und Erfolg genießen, könnte ihre fortgesetzte Behauptung und das Narrativ, sie seien staatenlos, als für ihre Landsleute beleidigend angesehen werden.

Palästinensische Araber in Ramallah, 14.000 km entfernt, können angesichts des Lebensstils ihrer chilenischen Cousins nur neidisch mit dem Kopf schütteln.

Mit Israel als mächtigstem Staat im Nahen Osten, untermauert von einer pulsierende Wirtschaft auf Grundlage von Hightech-Innovation, können die palästinensischen Araber nur sich selbst für Jahrzehnte korrupter Führung, schlechter Entscheidungen und einer fragwürdigen Zukunft verantwortlich machen, die jedes Jahr noch trostloser zu werden scheint.

Viele palästinensische Araber haben das Gefühl, dass die den Anschluss verpasst haben; sie glauben unangebrachterweise, dass die Zeit auf ihrer Seite sei. Präsident Trumps plötzliche Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und die Entscheidung, während Israels 70. Feiern zur Unabhängigkeit die Botschaft dorthin zu verlegen, spiegelt diesen bequemen, aber irrationale Glauben. Statt den Staat aufzubauen haben sie von großzügigen Zuwendungen der USA und der EU gelebt, von denen viel für Renten für Terroristen ausgegeben werden, die man als Helden und Märtyrer betrachtet. Vetternwirtschaft, die eine Teil ihrer Kleptokratie bildet, wurde zum integralen Bestandteil palästinensisch-arabischer Kultur, was Skepsis bezüglich einer existenzfähigen Zukunft bekräftigt.

Wenn palästinensische Araber sehen, dass arabische Israelis die Pharmaindustrie dominieren, Abteilungsleiter in angesehenen Krankenhäusern sind, die besten Schulabgänger aufzuweisen haben, in der Knesset, am Obersten Gerichtshof und im Militär repräsentiert sind, dann müssen sie wohl erkennen, dass sie betrogen und belogen wurden.

Immerhin: Wie erklärt man Erfolg sowohl in Israel als auch im weit entfernten Chile, aber nicht in der „Westbank“ und dem Gazastreifen, obwohl die internationale Gemeinschaft Hilfe bietet, die weit über das hinausgeht, was Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt?

Israel ist für palästinensisch-arabische „Flüchtlinge“ keine Option mehr, wie es das noch vor Jahrzehnten war. Viele gebildete palästinensische Araber sind in der zynischen Agenda ihrer Führung gefangen. Sie sind frustriert und verzweifelt, verdienen einen Bruchteil dessen, was sie wert sind.

Hinzu kommt, dass viele bang auf den Untergang und Abgang von Abbas warten. Wahrscheinlich folgt mehr davon, aber mit Blutvergießen zwischen den Gruppen in Verfolgung der „stabilen Demokratie“, die sie der Welt glauben machen wollen.

Während Israel weiterhin sein Ansehen und seine Macht in der Welt steigert und während die internationale Gemeinschaft es müde wird einen weiteren gescheiterten Staat in Wartestellung zu unterstützen, könnte es den palästinensischen Arabern gut tun an  Chile als brauchbare Lösung zu denken, so wie ihre Vorfahren es vor 150 Jahren taten.