Muslime fordern ungewollt Verbot des Islam

Raymond Ibrahim, 23. April 2018 (PJ Media)*

Genau dieselbe Logik, die Muslime in westlichen Ländern für ihre fortgesetzten Bemühungen zur Kriminalisierung von antiislamischem Reden anführen, würde erfordern, dass der Islam selbst kriminalisiert wird.

Mohammed al-Issa, Generalsekretär der Muslimischen Weltliga, argumentiert: „Europa muss mehr tun um … religiöses Hassreden zu kriminalisieren.“ In einem Interview mit Reuters sagte dieser prominente Saudi am 9. April: „Wir glauben, dass die europäischen Länder, in denen es heute so viel Diskussionen gibt, und andere Länder rund um den Globus … Hass und Verachtung für Anhänger von Religionen kriminalisieren müssen, weil dies die Sicherheit der Gemeinschaft gefährdet.“

„Hass und Verachtung für Anhänger von Religionen“, über die sich Muslime beschweren, ist ein überkonfessionelles Codewort für „Islamophobie“. So verkündete am 5. April Ömer Serdar, ein ranghoher Vertreter der in der Türkei herrschenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, dass er und eine „Gruppe türkischer Abgeordneter ins Herzen Europas reisen werden“, wo sie „untersuchen werden, ob die Behörden Maßnahmen gegen die Feindseligkeit der islamophoben Diskriminierung des Alltagslebens von Muslimen treffen“. Danach „werden sie sich während ihrer Besuche in Deutschland, Frankreich und Belgien mit staatlicher Obrigkeit treffen“ und „das Thema der Ausgrenzung diskutieren“.

All das steht im Einklang mit Politik der Organisation der Islamischen Zusammenarbeit (OIC), der „kollektiven Stimme der muslimischen Welt“ und zweitgrößten zwischenstaatlichen Organisation nach den Vereinten Nationen. Seit Jahren – besonders nachdem ein Muslim ein Dutzend Menschen in den Büros von Frankreichs Charlie Hebdo massakrierte, weil die satirische Karikaturen Mohammeds veröffentlichte – hat die OIC die Vereinten Nationen aufgefordert die „Verunglimpfung von Religionen“ zu kriminalisieren – heißt die Kritik am Islam.

Jeder – insbesondere Muslime – scheinen die große Ironie zu übersehen. Wenn internationales Recht Reden, Karikaturen, Bücher und Filme auf der Grundlage verbieten würde, dass sie Religionen verunglimpfen, dann würden diese Gesetze die gesamte Religion des Islam verbieten.

Bedenken Sie, was „Verunglimpfung“ bedeutet. Typische Wörterbuch-Definitionen beinhalten „verleumden des Rufs eines anderen“ und „falsche oder ungerechtfertigte Verletzung des guten Rufs eines anderen, so durch Verleumdung oder üble Nachrede“. Aber im muslimischen Gebrauch bedeutet Verunglimpfung einfach alles, was islamische Sensibilitäten verletzt oder beleidigt.

Um aber in der internationalen Gemeinschaft an Boden zu gewinne, bleiben die OIC und andere zynisch dabei, dass solche Gesetze alle Religionen vor Verunglimpfung schützen sollten, nicht nur den Islam (während muslimische Regierungen selbst Kirchen verbieten, Kruzifixe zerstören und Bibeln verbrennen). Unaufrichtige oder nicht, die Formulierung der OIC legt nahe, dass jede Äußerung, die die religiösen Gefühle anderer „beleidigt“, verboten werden sollte.

Was müssen wir dann mit den religiösen Kerntexten des Islam tun –angefangen beim Koran höchstselbst?

Der Koran verleumdet, verunglimpft und diffamiert wiederholt den Ruf bestimmter anderer Religionen. Beachten Sie diese Textstellen über das Christentum:

  • Sure 5,73: Fürwahr, ungläubig sind, die da sagen: «Allah ist der Dritte von Dreien.»
  • Sure 5,72: Fürwahr, ungläubig sind, die da sagen: «Allah ist kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria.»
  • Sure 9,30: Die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. … Allahs Fluch über sie!

Das Wort „Ungläubiger“ (kafir) ist einer der abfälligsten Begriffe des Islam. Was wäre, würde ein Kerntext des Christentums – oder auch nur eine westliche Kariktur – erklären: „Ungläubige sind, die, die sagen Mohammed sei der Prophet Gottes – möge Gott sie verfluchen“?

Wenn Muslime das als heftige Verunglimpfung des Islam ansehen – und das würden sie, mit all den dazugehörigen Krawallen, Morden usw. – dann muss zugestanden werden, legt man dasselbe Maß an, dass der Koran Christen und das Christentum verunglimpft.

Bedenken Sie, wie das christliche Kreuz, von Milliarden verehrt, im Islam verunglimpft wird. Gemäß kanonischen Hadithen, wird Jesus (der „Prophet Isa“), wenn er wiederkehrt, alle Kreuze vernichten. Mohammed, der niemals erlaubte, dass das Kreuz in seiner Gegenwart auftauchte, befahl einmal jemandem, der ein Kreuz trug, „dieses Götzenstück von sich zu werfen“.

Was wäre, wenn christliche Bücher und westliche Filme besonders die heiligen Symbole des Islam – vielleicht den schwarzen Stein in Mekkas Kaaba – als „Götzentum“ bezeichneten, die Mohammed selbst bei seiner Wiederkehr zerstören wird? Wenn Muslime das als Verunglimpfung des Islam betrachten würden – und das würden sie, mit all den dazugehörigen Krawallen, Morden usw. – dann müsste, legt man dasselbe Maß an, eingestanden werden, dass islamische Lehre das christliche Kreuz verunglimpft.

Hier ist vielleicht die ausdrücklich widerlichste Form der Verunglimpfung christlicher Gefühle: Gemäß den höchst maßgeblichen Koranauslegern, einschließlich dem verehrten Ibn Kathir, wird Mohammed im Paradies mit der Jungfrau Maria verheiratet und mit ihr kopulieren.

Stellen Sie sich irgendetwas – in einem christlichen Kerntext oder einer Karikatur – vor, das, sagen wir, Mohammeds „Lieblingsfrau“ Aische, die „Mutter der Gläubigen, als im Himmel mit einem falschen Propheten verheiratet darstellt, mit dem sie Sex hat.

Wenn Muslime das als große Verunglimpfung des Islam betrachten – und das würden sie, mit all den dazugehörigen Krawallen und Morden usw. – dann müsste, legt man dasselbe Maß an, eingestanden werden, dass die maßgeblichsten Koranausleger die Jungfrau Maria verunglimpfen.

Solche Verunglimpfungen des Christentums ist kaum fast nicht auf die heiligen Kernschriften des Islam beschränkt. Fakt ist, dass moderne muslimische Gelehrte und Scheiks übereinstimmen: Es ist erlaubt das Christentum zu verunglimpfen und zu verspotten. „Islam Web“, das der Regierung von Qatar gehört, gab sogar eine Fatwa aus, die die Beleidigung des Christentums legitimiert.

Die größte Ironie in all dem besteht darin, dass die „Verunglimpfung“, über die die Muslime sich beschweren – und die immense Gewalt und Blutvergießen überall auf der Welt veranlasst – sich um Dinge wie Karikaturen und Filme dreht, die von Einzelnen gemacht werden, die nur sich für sich selbst stehen. Andererseits verleumdet und verurteilt der Islam – mit einem anderen Wort: „verunglimpft“ – über seine heiligsten und verbindlichsten Texte alle anderen Religionen.

Es ist dieses Problem – das gefühlt „göttliche“ Recht des Islam zu verunglimpfen und zu vernichten – das die internationale Gemeinschaft thematisieren müsste.

Und das Recht frei und offen den Hang des Islam zu Verunglimpfung und Vernichtung zu diskutieren ist das, was die internationale Gemeinschaft schützen muss.

* Ibrahim schreibt vom Christentum. Dasselbe gilt für den Umgang mit und das Verhältnis des Islam und seiner Gelehrten zum dem Judentum.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s