Aus heiterem Himmel, Unkonventionelles und draußen auf den Straßen Jerusalems in Israel

The Real Jerusalem Streets, 6. Juni 2018

Blau. Blau ist die Farbe der Woche.

Blau ist die Farbe für viel Glück und viele Türen und Fenster in Jerusalem in Israel sind blau angemalt.

Crayola kündigte an, dass es einen Namen für seinen neuen, besonderen blauen Buntstift sucht.

Die Bibelland-Museum Jerusalem (BLMJ) eröffnete eine neue Ausstellung mit dem Titel „Out of the Blue“ (aus heiterem Himmel).

Das hebräische Wort für blau wird in der Bibel nicht genannt. Allerdings wird techelet in der biblischen Literatur Dutzende Male erwähnt.

An einem besonderen Pressetermin vor der offiziellen Eröffnung des BLMJ gab es eine Demonstration der Färbung von techelet-Wolle.

Wir sie Sonnenlicht und Oxidation ausgesetzt, sorgt das dafür, dass die Wolle, die in die Farbe getaucht wurde (die aus den Absonderungen der Drüse einer bestimmten Schnecke gewonnen wird, der murex trunculus), techelet wird.

Dieses dauerhafte Blau und das königliche Purpur sind die Basis für eine neue Ausstellung zu Ehren von 70 Jahren Israel. Eine Vielzahl antiker Stücke sind ausgestellt.

Diese blaue Halskette aus Südmesopotamien sieht nicht schlecht aus; sie stammt aus der Zeit von 2700 – 2600 v. Chr., ist aus Gold und Lapis Lazoli gefertigt, einem blauen Halbedelstein, der von antiken Königshäusern verwandt wurde.

Die Ausstellung wird von einer israelischen Flagge vervollständigt, die den blauen Streifen des talit nachempfunden ist.

Yad Vaschem hat diese Woche ebenfalls eine neue Ausstellung zum Thema 70 Jahre Israel eröffnet. Nicht blau, aber sie zeigt die Sehnsucht nach Zion und Jerusalem in den Briefen und Erinnerungsstücken europäischer Juden aus den 1930-er Jahren, die sich danach sehnten nach Palästina zu kommen.

„Unkonventionell denken“ wardas Thema einer besonderen Wissenschafts- und Technologie-Konferenz, die in Jerusalem veranstaltet wurde. Der australische Botschafter Chris Cannan und ich kamen zur selben Zeit herein. Für ein Foto, das auf twitter gepostet werden sollte, sagte ich ihm er möge nicht so steif posieren. Erst später erkannten wir, dass sich über dem großen, blauen Wort BOX, auf das er deutete, ein Tippfehler befand, der im gesamten gedruckten Material zu finden war.

Im Hangar des Alten Bahnhofs war, sobald die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, der Eingang zu einem Cocktail-Empfang.

Bei einem Abendessen für hunderte internationale Gäste wurde der erste Gang vom Starkoch vorgeführt und erklärt. Es gab keine gedruckten Speisepläne, also auch keine Tippfehler.

Die Konferenz auf Ministerebene stellte israelische Nobelpreisträger vor, von denen viele an der Eröffnungsgala teilnahmen.

Dies ist der Tisch Nr. 1, als das Essen serviert wurde.

Es war faszinierend mit wissenschaftlichen und technologischen Amtsträgern aus Weißrussland, Tokio und Indien zu sprechen.

In einem der Videosegmente lernte ich, dass Israel beim Hochladen von Videos auf YouTube an vierter Stelle liegt.

Ovadiah Hamama sang Ana BeKoach, also habe natürlich ein Video auf YouTube hochgeladen.

Die „Out of the Box“-Konferenz wurde im Orient Hotel abgehalten und war sehr exklusiv.

Die Zeremonie für den Wolf-Preis in der Knesset – ohne Sir Paul McCartney – wurde kaum bemerkt, Fotos befinden sich HIER.

Aber draußen auf den Straßen Jerusalem war das jährliche Israel-Festival für alle im Gang.

Für dieses Kulturfest gab es in seinem 57. Jahr viele Tanz-, Musik- und Theatervorführungen an Veranstaltungsorten Jerusalems.

Aber eine Tanzvorführung von Willi Domer, „Bodies in Urban Spaces“ (Körper an städtischen Orten) war nicht nur unkonventionell, sondern fand auch auf den Straßen Jerusalems und in Telefonzellen

sowie an vielen ungewöhnlichen Stellen statt, so dass es entlang des Wegs vom Ticho-Haus zum CVJM viele Gelegenheiten zum Fotografieren gab.

Nicht alle schätzten die Kreativität und Einzigartigkeit der jungen israelischen Tanztruppe aus Tel Aviv.

Der Choreograph hat schon an hundert anderen Orten Aufführungen gehabt, aber für diese Pose war er das erste Mal in Jerusalem in Israel, auf der King David-Straße.

Weitere unglaubliche Posen und Fotos von „Bodies in Urban Spaces“ sind HIER.

Das Jerusalem-Theater mit einem großen blauen Poster für das Israel Festival veranstaltete zahlreiche Musik- und Tanz-Veranstaltungen, die vom 23. Mai bis zum 9. Juni stattfinden.

Unkonventionell? Ping Pong befand sich auf dem Platz vor diesem Theater.

Auf der Straßenseite gegenüber, am Islamischen Museum, eröffnete eine neue Ausstellung. Ein großes blaues Khamsa oder Hamsa befand sich vor der Mauer, während drinnen hunderte ausgestellt wurden.

Für den muslimischen Fastenmonat Ramadan wurden in der Nationalbibliothek selten Ausgaben des Koran und seltene islamische Schätze ausgestellt.

Puh! Noch nicht genug? Es gab letzte Woche noch die internationale Briefmarken-Ausstellung  und der Eintritt war frei.

In Jerusalem ist es, sobald der Juni da ist, die Zeit sich um die Sommerprogramme der Kinder zu kümmern, die bald Ferien haben werden.

Für ältere Schüler gibt es im Gan Sacher, dem Sacher-Park, eine Sommer-Rave-Party zum Ende des Schuljahrs, die die ganze Nacht hindurch geht. Es gibt eine riesige Bühne, mehrere Bands und jede Menge Bier. Das bedeutet heute Nacht für viele weniger Schlaf.

Nach einem anstrengenden Tag gibt es nichts Angenehmeres als an einer schönen Hochzeit im Juni in Jerusalem dabei zu sein, während die Sonne untergeht.

Außer man hat eine Flasche besonderen Wein mit blauem Etikett.

L’Chaim!

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