Sie sagen, sie lieben das Land

Die Juden sagen es. Die palästinensischen Araber sage es. Sie bestehen darauf, beide. Vehement. Und sie kämpfen darum. Es sei ihre angestammte Heimat, seit „ewigen Zeiten“. Es ist ihr „Baby“, um das sie sich kümmern.

So weit, so gleich. Oder ähnlich. Die Unterschiede hören nämlich damit schon auf. Wie die beiden Gruppen – vielleicht sogar Völker, auch wenn das eine nur erfunden ist – mit dem Land umgehen, sagt jedoch eine Menge darüber aus, wie sie wirklich über ihr Land denken.

Es gibt eine Geschichte, die veranschaulicht, wie wir mit der Behauptung umgehen und sie einordnen können, dass sie das Land lieben. Sie steht in der Bibel (1. Könige 3):

Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König.
Die eine sagte: Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren.
Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort.
Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt.
Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite.
Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte.
Da rief die andere Frau: Nein, mein Kind lebt und dein Kind ist tot. Doch die erste entgegnete: Nein, dein Kind ist tot und mein Kind lebt. So stritten sie vor dem König.
Da begann der König: Diese sagt: Mein Kind lebt und dein Kind ist tot! und jene sagt: Nein, dein Kind ist tot und mein Kind lebt.
Und der König fuhr fort: Holt mir ein Schwert! Man brachte es vor den König.
Nun entschied er: Schneidet das lebende Kind entzwei und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!
Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König – es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind und tötet es nicht! Doch die andere rief: Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!
Da befahl der König: Gebt jener das lebende Kind und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter.

Salomo hatte von Gott Weisheit erbeten und bekommen. So fand er heraus, wer die wahre Mutter des Kindes war. Es war die Frau, die ihr Kind lieber weggab, als es tot zu sehen.

Übertragen wir das auf das Land Israel.

Auf der einen Seite haben wir die Juden, die seit rund 140 Jahren in großer Zahl wieder in das Land zurückkehren, das in biblischen Zeiten schon das ihre war. Sie gehen sehr sorgsam damit um. Sie kultivieren es, haben Sümpfe trocken gelegt, die Wüste ergrünen lassen, Wälder gepflanzt und setzen das immer weiter fort. Wohin sie in diesem Land gingen um sich niederzulassen, war es anfangs öde und praktisch unbrauchbar; sie bekamen Land verkauft, das als wertlos galt. Mit viel Geduld haben sie es urbar gemacht, so dass heute darauf Landwirtschaft betrieben werden kann. In urbanen Bereichen und auf dem „platten Land“ haben sie Industrie- und inzwischen Hightech-Betriebe angesiedelt, um den Menschen ein Auskommen zu schaffen. Das ganze Land wird entwickelt und bildet die Lebensgrundlage für seine Einwohner.

Die israelischen Technologien, gerade die landwirtschaftlichen, werden geteilt, anderen – gerade auch palästinensischen Arabern – weiter gegeben, damit auch die das Land bearbeiten können. Israel holt Bauern aus dem Gazastreifen sowie aus Judäa und Samaria und lehrt sie Agrartechniken, richtet Messen aus, damit sie ihre Produkte auch international vermarkten können. Macht das jemand, der das Land nicht liebt?

Wie gehen die Araber, die sich Palästinenser nennen, mit dem Land um?

Die Juden im Gazastreifen hinterließen gut funktionierende Landwirtschaftsbetriebe. Die Araber konnten sie übernehmen und damit weiterarbeiten, Geld verdienen. Aber sie zerstörten alles, vernichteten mögliche Lebensgrundlage. Innerhalb weniger Tage waren teuer erbaute und ihnen zum Gebrauch hinterlassene Gewächshäuser, Felder und Erntemöglichkeiten vernichtet.

Tut man das mit dem Land, das man liebt?

Heute leben die Israelis im Umfeld des Gazastreifens in Angst um ihre Naturschutzgebiete, Felder, Wälder und Gewächshäuser, ganz abgesehen von ihren Wohnhäusern und Orten. Denn diese sind bedroht: Aus dem Gazastreifen werden Drachen und aus Kondomen hergestellte Ballons gestartet, die Brand- und Sprengsätze mit sich führen.

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Seit drei Monaten brennt es im Land um den Gazastreifen. Etwa 30.000 Morgen Land sind schon vernichtet, zu Asche gemacht worden; jede Menge Tiere sind dort verendet, Wälder und Ernten vernichtet. Am letzten Wochenende musste Israel 9 Feuerwehren und 4 Löschflugzeuge einsetzen, um nur einen dieser Brände zu löschen.

Tut man das mit dem Land, das man liebt?

Zu Beginn des sogenannten „Marsch der Rückkehr“ verbrannten Araber zehntausende Reifen an der Grenze – nicht zu ersten Mal, dass auf diese Weise die Umwelt verschmutzt und geschädigt wurde, aber in diesem Ausmaß war das vorher noch nicht der Fall. Bis heute werden weiter jede Menge Reifen verbrannt, die Schadstoffe ziehen in den Gazastreifen und nach Israel.

Tut man das mit dem Land, das man liebt?

Die Einstellung der arabischen Führer und ihrer Handlanger lautet: Wir wollen nicht, dass ihr das Land habt. Also vernichten wir es.

Sie verhalten sich so, wie die üble Frau vor Salomo, die nicht die Mutter des lebenden Kindes war. Damit ist klar, wer das Land liebt und wer sich um es sorgt, wer es hegt und pflegt – und wer das Land eben nicht liebt.

Wer das Land nicht liebt, wer seine Vernichtung nicht nur in Kauf nimmt, sondern aktiv betreibt, dem kann das Land nicht gehören.

Am Yisrael Chai!

(Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt eine Menge Araber, die lieber in Frieden mit den Israelis/Juden leben würden, auch und gerade im Gazastreifen. Aber die haben nichts zu sagen. Sie zählen leider nicht. Sie werden unterdrückt und müssen um ihr Leben bangen, wenn sie sich entsprechend äußern.)

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2 Gedanken zu “Sie sagen, sie lieben das Land

  1. Sehr gut! Genauso ist es.
    Wie sagte schon Golda Meir?
    “ Es kann erst Frieden geben, wenn die Palästinenser ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen.“

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