Um palästinensische Rechte verteidigen zu können, muss man erst einmal wissen, welche Rechte sie haben

Daled Amos, Elder of Ziyon, 19. November 2018

Den Underdog zu unterstützen mag nobel sein, aber es ist keine Garantiee, dass man auch weiß, wovon man redet.

Im November 2016 führte Ami Horowitz eines seiner „Ami auf der Straße“-Interviews; es ging darum „Wie weiße Linke schwarze Wähler tatsächlich sehen“.

Das Thema war Kontrolle der Wähler-Identität und die erste Hälfte zeigte ihn, wie er Studenten an der UC Berkeley interviewte, wo die Studenten behaupteten:

  • Afroamerikaner tendieren weniger dazu einen staatlichen Ausweis zu haben.
  • Minderheiten tendieren weniger dazu einen Ausweis zu haben.
  • Afroamerikaner leben nicht in Gegenden mit einfachem Zugang zu Kraftfahrzeugbehörden.
  • Afroamerikaner haben keinen Zugang zum Internet.
  • Afroamerikaner haben nicht das Geld, um einen Internetprovider zu bezahlen.
  • Afroamerikaner wissen nicht, wie das Internet funktioniert.

Die zweite Hälfte des Videos spielt sich in Harlem ab – und es muss nicht gesagt werden, dass die interviewten Afroamerikaner fanden, die Studenten von Berkeley seien selbst wahnsinnig uninformiert, wenn nicht gar selber Rassisten.

Sehen Sie selbst:

Ich war an dieses Video erinnert, als ich vom College of Arts and Science an der New York University las, wo letzten Monat von Rose Asaf ein Vorschlag für eine BDS-Resolution eingebracht wurde.

Ein Student konterte:

„BDS bevormundet Palästinenser, beseitigt jegliche Verantwortlichkeit oder Tätigkeit von ihrer Seite … Es behindert die Aussichten auf eine beiderseitig vereinbarte Lösung und schädigt letztlich die Falschen, nämlich die fast 50.000 Palästinenser, deren Arbeitsplätze gefährdet werden, wenn gegen ihre Firmen vorgegangen wird.“

Asaf jedoch bestand darauf, dass große palästinensische Gewerkschaften BDS befürworten:

Es ist neokolonial und paternatlistisch palästinensischen Arbeitern zu sagen, was für sie am besten ist, wenn sie uns selbst sagen, was für sie am besten ist – und das ist BDS zu unterstützen.“

Asafs Behauptung widerlegt den Punkt nicht, dass Boykotte die Arbeitsplätze von Palästinensern gefährden würden. Der Verweis darauf, dass Gewerkschaften BDS befürworten, impliziert einfach, dass palästinensisch-arabische Arbeiter bereit seien ihre Jobs zu verlieren – in der Annahme, dass diese Gewerkschaften tatsächlich die Meinung der Arbeiter spiegeln.

Aber repräsentieren die Gewerkschaftsführer wirklich die palästinensischen Araber und ihre Interessen? Unterstützen palästinensische Araber wirklich BDS?

Der Fall von SodaStream schient Asafs Argumentation zu widerlegen.

SodaStream beschäftigte mehr als 500 palästinensisch-arabische Arbeitnehmer in Ostjerusalem und der „Westbank“ – Forbes gibt die Zahl der beschäftigten palästinensischen Araber mit 900 an.

Diesen mehr als 500 Arbeitnehmern war es egal, wo die Fabriken stehen und als Druck SodaStream zwang umzuziehen, verloren diese Arbeiter ihre Jobs.

Wissen Asaf und diese Gewerkschaften irgendwie mehr darüber, was palästinensisch-arabische Arbeitnehmer wollen?
Und was das betrifft: Hat das, was diese Arbeitnehmer wollen, überhaupt eine Priorität der BDS-Anhänger?

Dass palästinensische Araber bereit sind in Israel und sogar in den Siedlungen zu arbeiten wird unterstützt von einer Meinungsumfrage im Juli, die vom Jerusalem Media and Communications Centre in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurde. Sie stellte fest, dass eine beträchtliche Mehrheit der palästinensischen Araber in der Westbank wie im Gazastreifen keine Probleme damit haben in Israel zu arbeiten:

Frage 34: Ganz allgemein – würde es Ihnen etwas ausmachen in Israel oder in einer israelischen Siedlung zu arbeiten?

Ein weiteres Beispiel ist die Ignoranz derer, die behaupten im Auftrag israelischer Araber zu sprechen und behaupten Israel sei ein Apartheidstaat.

Zwar ist Israel nicht perfekt und es gibt noch immer eine Menge zu tun, aber viele derer, die behaupten die Interessen der Araber zu vertreten, sind sich offenbar nicht der folgenden Liste bewusst, die von Elder of Ziyon zusammengestellt wurde und das Ausmaß der Integration von Arabern in die israelische Gesellschaft illustriert, das erreicht worden ist:

Es gibt Araber in der IDF; so

  • Oberst Ghassan Alian, Kommandeur der Golani-Brigade der IDF
  • Yusef Mishleb – IDF-Generalmajor
  • Annett Hoskia, eine ausgesprochene israelische Zionistin, deren 3 Söhne in der IDF gedient haben
  • Shibel Karmy Mansour, Ansagerin im Israel Army Radio

Im israelischen Justizsystem gibt es:

  • George Kara, der ein Gericht aus 3 Richtern leitete, das einen israelischen Ex-Präsidenten verurteilte
  • Salim Joubran, Richter am obersten israelischen Gerichtshof
  • Jamal Hakrush, stellvertretender Präsident der israelischen Polizei

Und dann ist da die akademische Welt:

  • Jacob Hanna, Biologe und Stammzellenforscher am Weizmann-Institut
  • Rania Okby, erste beduinische Ärztin in der Geschichte
  • Hossam Haick, weltbekannter Wissenschafter und Erfinder innovativer Krebsdiagnose-Techniken
  • Aziz Darawshe, Direktor der Notfallmedizin am Hadassah Medical Center – Ein Kerem.
  • Masad Barhoum, Generaldirektor des Western Galilee Hospital
  • Professor Alean Al-Krenawi, Präsident des Achva-Colleges an der Universität des Negev
  • Ashraf Brik, Professor an der Ben-Gurion-Universität und 2011 Gewinner des Preises „Herausragende junge Chemiker“
  • Omar Barghouti, Doktorand an der Universität Tel Aviv – und gleichzeitig führender arabischer Verfechter des akademischen Boykotts Israels.

In Politik und Diplomatie:

  • George Deek, gerade zu Israels Botschafter in Aserbaidschan ernannt
  • Naim Aradie, Israels Botschafter in Norwegen
  • Reda Mansour, Historiker, Dichter und ehemaliger Botschafter in Ecuador
  • Jamal Zahalka, rewarb BA, MA und Doktortitel; Mitglied des israelischen Parlaments und Parteichef der Balad – der sich als Opfer „israelischer rassistischer Apartheid“ beschreibt
  • Majalli Wahabi, ehemaliger stellvertretender israelischer Parlamentspräsident und kommissarischer Präsident Israels im Februar 2007

In der Populärkultur:

  • Walid Badir, israelischer Fußballstar, Kapitän von HaPoel Tel Aviv
  • Mira Awad, Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin – trat 2009 für Israel beim European Song Contest an
  • Nissren Kader, Gewinnerin eine israelischen Gesangswettbewerbs
  • Lina Makhoul, 2013 von israelischen Zuschauern zur Gewinner von „The Voice“ gewählt
  • Lana Rasland, ehemalige Miss Israel
  • Niral Machola, Miss Israel Universe
  • Niral Krantinji, Gewinnerin von Israels Next Top Model
  • Salma Fayumi, israelische Krankenschwester und Zweitplatzierte von Master Chef Israel
  • Lucy Aharish, israelische Nachrichtensprecherin und Fernsehmoderatorin

Wie im Fall von Ami Horowitz‘ Video oben gibt es da draußen eine Menge Ignoranz in den Behauptungen, die von Leuten aufgestellt werden, die behaupten sich um die Menschenrechter palästinensischer Araber zu kümmern.

Aber auch eine ganze Menge Bösartigkeit.

Es ist fast so, als wären die palästinensischen Araber nicht die Hauptsorge einiger dieser Israelkritiker.

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