DNS offenbart: Die Philister, die biblischen Feinde der Israeliten, waren Europäer

Laura Geggel, Live Science, 3. Juli 2019

Die antiken Philister – berühmt für ihr Auftauchen in der hebräischen Bibel, darunter in der Geschichte von David und dem Riesen Goliath – waren keine Einheimischen in dem , was heute das moderne Israel ist. Stattdessen stammte diese mysteriöse Gruppe von seefahrenden Europäern ab, stellt eine neue Studie antiker DNA fest.

Nach der Analyse antiker DNA von 10 Einzelpersonen, die in einer archäologischen Stätte der Philister begraben waren, stellte ein internationales Forscherteam fest, dass die Philister von Menschen in Griechenland, Sardinien oder sogar der Iberischen Halbinsel (dem heutigen Spanien und Portugal) abstammen. Diese Vorfahren zogen während der späten Bronzezeit oder der frühen Eisenzeit über das Mittelmeer, vor rund 3.000 Jahren.

Aber dieses europäische genetische Signal war nur von kurzer Dauer. Sobald die Philister in der südlichen Levante ankamen, die das östliche Mittelmeer umfasst, gingen sie Mischehen mit den Einheimischen ein. „Innerhalb von nicht mehr als zwei Jahrhunderten ist der genetische Fußabdruck, der in der frühen Eisenzeit eingeführt wurde, nicht mehr nachweisbar und scheint in einem lokalen Genpool aufgegangen zu sein“, sagte Choongwon Jeong, einer der Forscher, ein Archäognetiker am Max Planck-Institut für Wissenschaft der Menschheitsgeschichte in Jena in einer Stellungnahme. [Fotos: Zisterne aus biblischer Zeit und in Israel entdeckte Gravuren]

Mysterium Philister

Historiker und Archäologen haben Jahrzehnte damit zugebracht die Herkunft der Philister zu entziffern. Zusätzlich zu ihrer Erwähnung in der hebräischen Bibel (der Geschichte von Samson und der Philisterin Delilah führt die Gruppe ebenfalls an) erscheinen die Philister auch in Texten, die von antiken Ägyptern hinterlassen wurden. Durch Kreuzverweise zwischen diesen hebräischen und ägyptischen Texten schafften es Archäologen die Philister zeitlich und geografisch in einer Region zu verfolgen, zu der die Hafenstadt Aschkelon gehört, die im heutigen Israel liegt.

Ein Kindergrab aus der Levante Foto: Robert Wach/Leon Levy-Expedition nach Aschkelon

Dort enthüllten Ausgrabungen eine dramatische Verschiebung in der Kultur, darunter im Stil der Tonwaren und der Architektur, zwischen der späten Bronzezeit und der frühen Eisenzeit. „Sie begannen Funde aus archäologischen Stätten zu ähneln, die im Bronze-Zeitalter Ägäis waren, also Bronze-Zeitalter griechisch“, sagte Forschungsleiterin Michal Feldman, eine Doktorandin für Archäogenetik am Max Planck-Institute für Menschheitsgeschichte gegenüber Live Science. „Von dort kam die Theorie, dass die Philister-Kultur [in der Levante], die in der Eisenzeit auftauchte, aus Griechenland herwanderte.“

Aber niemand stimmt dieser Theorie zu. Vielleicht kopierten die Einheimischen einfach Tonwaren und Kultur des Auslands oder vielleicht kamen die Migranten aus anderen Teilen Europas, sagte einige Wissenschaftler. Daher wandte sich der an der Forschung beteiligte Daniel Master, Archäologe am Wheaton College in Massachusetts und Co-Leiter der Grabung in Aschkelon an die Genetik, um das Rätsel zu lösen.

Analyse antiker DNA

Die Genetiker sammelten mehr als 100 Proben, hauptsächlich Zähne und Innenohr-Knochen; von beiden weiß man, dass ich ihnen antike DNA gut erhalten wurde. Aber die Forscht bekamen nur von 11 Proben DNA-Ergebnisse von 10 Einzelpersonen, die vor 2.800 bis 3.600 Jahren lebten.

„Der Grund ist, dass das östliche Mittelmeer im Allgemeinen ziemlich problematisch für die Bewahrung von DNA ist“, sagte Feldman. DNA wird im Lauf der Zeit abgebaut und wenn die Umwelt-Bedingungen warm und feucht sind, baut sie schneller ab.“

Aber die DNA der 10 Einzelpersonen reichte aus, um das Rätsel zu lösen. Als die Forscher DNA von Menschen aus der früheren, der Bronzezeit mit der DNA der späteren, der Philister aus der Eisenzeit verglichen, „sahen wir, dass sie eine ererbte Komponente hatten, die die Menschen der Bronzezeit nicht hatten“, sagte Feldman. Diese ererbte Komponente wurde nach Südeuropa zurückverfolgt. Es ist jedoch schwer zu sagen, wo genau in Südeuropa, da Datenbanken mit antiker DNA aus dieser Zeit nur punktuell vorhanden sind, sagte Feldman.

Ausgrabung eines Philister-Friedhofs in Aschkelon im modernen Israel. Foto: Melissa Aja/Leon Levy-Expedition in Aschkelon

Darüber hinaus bedeutet die Verbindung zu Südeuropa „nicht, dass die Philister [selbst]  aus diesen Regionen kamen“, fügte sie an. Aber das südeuropäische Signal ist unbestreitbar, als „können wir sagen, dass die Vorfahren der Philister wahrscheinlich aus Südeuropa kamen und in Aschkelon entweder gegen Ende der späten Bronzezeit oder zu Beginn der Eisenzeit ankamen“. [In Fotos. Tongefäß mit nachdenklicher Figur, entdeckt in Israel]

In dieser Zeit, im 12. Jahrhundert v.Chr., brachen so viele Reiche zusammen, dass die Zeit als „frühe dunkle Zeit“ bekannt ist“, sagte Feldman. Es ist also keine Überraschung, dass die Philister in die Levante migrierten, sagte sie.

Zwei Forscher graben einen Philister-Friedhof in Aschkelon aus. Foto: Melissa Aja/Leon Levy-Expedition in Aschkelon

Die Studie ist „faszinierend“, sagte Éadaoin Harny, ein Doktorand der Abteilung für organismische und Evolutionsbiologie an der Universität Harvard, der nicht an der Forschung beteiligt war.

„Indem die antiken Genome von Einzelpersonen in Gräbern in der Stadt Aschkelon aus unterschiedlichen Perioden im Verlauf der Geschichte in eine Reihenfolge gebracht wurden, finden die Autoren Beweise für einen relativ kurzlebigen Zustrom von Menschen südeuropäischer Herkunft in die Region, die in der frühen Eisenzeit auftauchten“, sagte Harney.

Die genetische Arbeit unterstützt im Gegenzug „frühere archäologische und historische Behauptungen, dass kulturelle Verschiebungen, die in der Region während des Übergangs von der Bronzezeit in die Eisenzeit stattfanden, zumindest zum Teil der Migration geschuldet waren“, sagte sie Live Science in einer E-Mail.

Die Studie wurde heute (3. Juli) online im Journal Science Advances veröffentlicht.

——
Ergänzung:

Arutz-7 berichtet:

Der PA-„Außenminister“ verurteilte einen Tweet von Premierminister Benjamin Netanyahu über die Verbindung des jüdischen Volks zum Land Israel
Netanyahu hatte einer Reihe von Tweets zu Artikeln über eine neue Studie verlinkt, die bestätigte, dass die Philister aus Südeuropa stammen und es keine Verbindung zwischen ihnen und den heutigen palästinensischen Arabern gibt.
„Die Verbindung der Palästinenser zum Land Israel ist nichts verglichen mit den 4.000 Jahren Verbindung des jüdischen Volkes zum Land“, schrieb er.
Es gibt keine Verbindung zwischen den antiken Philistern und den modernen Palästinensern, deren Vorfahren tausende Jahre später von der Arabischen Halbinsel ins Land Israel kamen“, hielt Netanyhau in einem weiteren Tweet fest.

Klar, dass die Palli-Hetzer schäumen, oder? Sie wiederholen ihre üblichen Lügen, für die sie aber wie üblich keinerlei Beweise anführen können:

Das Büro des PA-Außenministeriums vermerkte, dass Netanyahus „fehlleitende“ Bemerkungen ein Versuch seien die „nationale Existenz des palästinensischen Volks in seinem Heimatland Palästina“ zu leugnen und der Versuch Kolonialismus auf dem Boden des Staates „Palästina“ zu etablieren und aus dem politischen Konflikt in einen religiöser und ethnischer Natur zu machen.
„Der Konflikt in Palästina ist einer zwischen einem fremden Siedler, der unser Land eroberte, unser Volk gewaltsam vertrieb und die abscheulichsten Arten der ethnischen Säuberung gegen unser Volk verübt und versucht fremde Siedler an ihrer Stelle unterzubringen“, hieß es in einem Statement des Amts.

Einen religiösen und ethnischen Konflikt haben die Araber schon lange daraus gemacht, das hat der Mufti in den 1920-er Jahren schon getan. Arafat hat sich auf Allah berufen, die ganze Meute ist immer mit dem islamischen Glauben und Lügen zu Jerusalems Bedeutung im Islam aufgestachelt worden. Die angebliche muslimische Heiligkeit Jerusalems wird bis heute immer wieder genutzt um gegen die Juden zu mobilisieren. Von wegen Israel macht einen religiösen Konflikt daraus, die Araber tun das.

Aber was will man von lügenden Hetzern erwarten, die ohnehin immer anderen ein Verhalten und Motive vorwerfen, die ausschließlich sie selbst an den Tag legen?

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