Ex-Muslima zur „Jerusalem Post“: Der Versuch den „naiven Westen“ über die wahre Natur des Islam aufzuklären

„In muslimischen Gemeinschaften wird das Wort Jude nicht nur abwertend verwendet, es wird als Schimpfwort benutzt. Das ist so durchdringender Hass dass er unsichtbar ist: Er wird einfach akzeptiert.“

Hannah Gal. The Jerusalem Post, 19. August 2019

Yasmine Mohammed (Foto: zur Verfügung gestellt)

Yasmine Mohammed hat eine Geschichte, die wie ein Abenteuerroman klingt. Die Ex-Muslima, wie sie sich selbst bezeichnet, entkam einer Zwangsehe mit einem Al-Qaida-Funktionär, der von Osama bin Laden höchstpersönlich auf Kaution aus dem Gefängnis geholt wurde.

Die Autorin von Confessions of an Ex-Muslim (Geständnisse einer ehemaligen Muslima) spricht heute offen über ihre Vergangenheit, damit sie anderen helfen kann, sagte sie der Jerusalem Post. Mohammed sagt, dass sie sich auf einer Mission befindet in mehrheitlich muslimischen Ländern lebenden, verborgenen Glaubensabtrünnigen zu helfen und dem „naiven Westen“ beizubringen, was die sie wahre Natur des Islam nennt.

Die Pädagogin und Autorin ist eine prominente Stimme innerhalb einer wachsenden globalen Gemeinschaft von Ex-Muslimen geworden, die ausgiebig vor weltweitem Publikum spricht.

Alles begann, als sie Kind war.

Mohammed wuchs in Kanada auf. Ihre typisch westliche Kindheit wurde unterbrochen, als ihre Mutter einen tiefgläubigen Muslim heiratete und das kleine Mädchen nicht mehr mit dem Fahrrad fuhr und schwimmen ging, sondern einen Hijab tragen und Schläge dafür ertragen musste, dass sie den Koran nicht auswendig lernte.

Jahre später sollte sie unter der Qual einer grausamen Zwangsehe mutig bei dem Versuch ihre Tochter vor der Bedrohung genitaler Verstümmelung zu retten ihr Leben riskieren.

„Ich lebte jeden Aspekt des Islam bis dahin aus, tatsächlich eine Jihadistin zu sein“, sagte Mohammed. „Ich war die Verkörperung einer extremistischen Muslima. Zu erleben, dass jemand wie ich sich derart entschieden in eine Person verändert, die in vielen Wegen das komplette Gegenteil dessen ist, was ich war, spricht für die Macht der menschlichen Widerstandsfähigkeit.“

Der „Katalysator“ dafür, dass Mohammed anfing zu reden, war der heute berühmte Zusammenstoß zwischen Ben Affleck und Sam Harris in der Bill Maher Show 2014, bei der sie über radikalen Islam diskutierten. Als ihre Facebook-Seite von Leuten überflutet wurde, die Affleck dafür priesen, wie der „diesen Rassisten Sam Harris“ niedergemacht habe, erkannte sie, dass die Dinge tiefgehend verdreht waren und es an der Zeit war sich zu äußern.

„Alles, was Sam Harris sagte, traf ins Schwarze“, erklärte Mohammed. „Ich konnte nicht verstehen, dass so viele Leute mit der Haltung von Ben Affleck übereinstimmten – und damit begann ein öffentliches Kapitel in meinem Leben. Ich entdeckte die globale säkular-humanistische Bewegung und nahm es auf mich andere aufzuklären.

Westliche Demokratien leiden unter einem toxischen Mix aus Arroganz und Naivität, die sie selbstgefällig machen“, sagte Mohammed, die diese Herausforderung nur Tage später bei einem Ausbruch zwischen Israel und der amerikanischen Linken wegen eines vorgeschlagenen Besuchs der BDS-freundlichen Abgeordneten Ilhan Omar und Rashida Tlaib herausstellte. „Sie unterschätzen die Macht des Islam, sie sehen das, was Islamisten in anderen Ländern getan haben und denken arrogant: ‚Das wird uns nicht passieren‘ – obwohl es direkt vor ihrer Nase schon geschieht.“

Im Kern dieser Naivität steht eine verstörende Allianz aus dem Islam und der Linken, sagte sie, eine toxische Partnerschaft, in der ranghohe Vertreter muslimische Traditionen mit „Gesten“ wie dem Hijab gut heißen.

Die Scheinheiligkeit der Linken wird nie stärker betont, als wenn es um das Thema des Hijab geht“, sagte Mohammed. „Als Frau im Westen für sich das Recht zu fordern, zu tragen, was man will – sogar oben ohne zu sein, wenn man das möchte – dieselben Frauen werden den Hijab feiern.

Sie patschen den Hijab auf Barbie-Puppen, auf (Mode-) Laufstege und auf die Titelseiten von Magazinen“, sagte Mohammed. „Ein Mittel der Unterdrückung – ein Kleidungsstück, das Vergewaltigungskultur verewigt – wird von Frauen gefeiert, die behaupten progressiv zu sein. Sie wollen Freiheit für sich selbst, freuen sich aber die Unterwerfung anderer Frauen zu unterstützen. Wenn es ihnen wirklich Sorge bereiten würde, würden sie die Frauen im Iran feiern, die dafür verhaftet werden, dass sie sich den verpflichtenden Hijab-Gesetzen widersetzen.“

Diese Heuchelei wird am besten durch die Art von Frauen-Marschierer demonstriert, die von Linda Sarsour angeführt werden.

„Wie kann eine Frau, die den antisemitischen, frauenfeindlichen, LGBT-feindlichen Louis Farrakhan feiert, einen liberalen Marsch anführen?“, fragte Mohammed. „Sie steht in konservativ-religiöser Kleidung da und behauptet, dass sie für progressive Werte steht; sie sagt, sie würde Israelis nicht vermenschlichen, während sie behauptete, dass Palästinenser entmenschlicht werden; sie ist beste Freundin von Terroristen wie Rasmeah Odeh, während sie vorgibt, dass es ihr ausschließlich um Frieden und Menschlichkeit geht.“

Mohammed startete den „Kein-Hijab-Tag“, mit dem die Millionen Frauen weltweit gefeiert werden, die sich den Gesetzen widersetzen und Gefängnis, Missbrauch und sogar Ehrenmord riskiert haben, indem sie das Stück Stoff von ihren Köpfen nehmen.

„Überall auf dem Planeten werden Frauen gezwungen es zu tragen“, sagte Mohammed, „von ihren Familien, die drohen sie zu töten, wenn sie es abnehmen, wie in meinem Fall. Oder sie werden tatsächlich dafür getötet, dass sie es abnahmen.“

Sie gründete auch die Organisation „Free Hearts Free Minds“ (Freie Herzen freie Geister), die Ex-Muslimen psychologische Unterstützung bietet, die in mehrheitlich muslimischen Ländern leben, in denen die staatlich zugelassene Strafe für das Verlassen des Islam der Tod ist.

Mohammed hat harte Worte für die Obama-Regierung, die „einen schwerwiegenden Fehler machte“, indem sie einen Islamisten hervorhob, der die Muslimbruderschaft pries. „Im Weißen Haus feierten sie eine Frau, die über die Tugenden der Scharia gesprochen hat“, fügte sie hinzu. „Weltführer sollten Zeit darin investieren die Geschichte des Islam zu studieren und sich den modernen Aufstieg des Islamismus über Gruppen wie die Muslimbruderschaft anzusehen.“

Über die Juden sagte sie, dass die allgemeine Erfahrung für Muslime in „allgegenwärtigem Hass auf jüdische Menschen“ besteht – und das wird von klein auf gelernt. In muslimischen Gemeinschaften wird das Wort für Jude nicht nur als Schimpfwort genutzt, es wird als Fluchwort verwendet. Dieser Hass ist derart durchdringend, dass er unsichtbar ist: Er wird einfach akzeptiert.

Nicht ein einziges Mal hielt ich als Muslima inne, um darüber nachzudenken, warum wir jüdische Menschen derart hassen“, sagte sie. „Es ist wie ein Kind zu fragen, warum es Monster hasst. Es ist einfach ein erlerntes Verhalten, das selten in Frage gestellt wird und der Hass auf Israel ist eine Erweiterung davon. Die Hoffnung alle jüdischen Menschen auszulöschen gründet in der Religion, die lehrt, dass es erst Frieden auf Erden geben wird, wenn alle Juden von rechtschaffenen Muslimen getötet worden sind.

Es gibt einen Hadith, der erklärt, dass Juden nicht in der Lage sein werden sich zu verstecken, weil sogar die Felsen und Bäume rufen werden: ‚Oh Muslim! Da versteckt sich ein Jude hinter mir!‘“

Mohammed ist „von Scham und Schuld verzehrt“ wegen des Hasses, den sie gegen das jüdische Volk zu empfinden gezwungen wurde und als sie anfing Juden zu treffen, erkannte sie das Gewicht der Lüge, die ihr erzählt worden war.

„Ich fühlte mich gedemütigt, weil nie auch nur eine einzige jüdische Person mir je gestattete diese Schuld zu fühlen; sie erinnerten mich immer schnell daran, dass ich ein Kind war und dass ich mir selbst vergeben sollte“, sagte sie. „Einer der ersten Juden, die ich traf, als ich noch ein Hijab tragendes Kind war, lächelte sofort und bezeichnete mich als Familie, Kusine – aber ich war beschämt und angewidert, dass diese Person mich mit ihnen verbinden wollte. So blind ist dieser Hass.“

Sich an diesen Vorfall zu erinnern, erklärte sie, ist „eine schockierende Erinnerung daran, wie sehr ich mich verändert habe – und Zeugnis für die Tatsache, dass jeder andere, der diesen Hass in sich trägt, sich auch verändern kann.“

Werbeanzeigen