Schon mal gemerkt, dass nur zionistische Reisen nach Israel „ausgewogen“ ein müssen, aber antizionistische Reisen nicht?

Elder of Ziyon, 4. September 2019

Einer der unaufrichtigsten Teile davon, dass Gruppen wie IfNotNow fordern zu zionistischen Organisationen wie Birthright müssten einen antizionistischen Standpunkt beinhalten, besteht darin, das niemand – und ich meine wirklich: niemand – jemals daran denkt, höflich zu fordern, dass sogenannte „propalästinensische“ Gruppen das zionistische Narrativ in ihren Diskussionen einbeziehen.

Der Grund dafür kommt in einem kleinen Artikel auf der PLO-Internetseite auf. Eine Delegation Studenten und Professoren der Universität Glasgow und einer Universität in Kalifornien nahmen an einem „Bildungsprogramm zu Geschichte, der Sache der Palästinenser und israelischer Verstöße gegen unser Volk und Verletzungen des internationalen Rechts“ in diesem Sommer teil.

Fordert irgendjemand, dass die PLO diesen Studenten und Professoren erlaubt mit Israelis zu sprechen, ganz zu schweigen von jüdischen Siedlern?

Schon die Idee ist absurd. Denn absolut niemand erwartet von Palästinenser ausgewogen zu sein oder fair oder unvoreingenommen. Niemand fordert, das berücksichtigen, dass israelische Standpunkte irgendwie Gültigkeit haben oder dass sie das Recht haben konnten laut ausgesprochen zu werden.

Birthright gibt Studenten eine Gelegenheit Fragen zur palästinensischen Sicht zu stellen und zu erfahren. Lassen die antiisraelischen Reisen – ob von de rPLO oder von Breaking the Silence oder der International Solidarity Movement – auf ihren Reisen ähnliche Gelegenheiten zu?

Wir alle kennen die Antwort. Nach Angaben all dieser sogenannten Progressiven müssen zionistische Gruppen ein antizionistisches Narrativ einbinden und auch antizionistische Gruppen müssen ein antizionistisches Narrativ lehren. Prozionistische Stimmen müssen zum Schweigen gebracht oder übertönt werden, denn nur eine Seite hat überhaupt Legitimität, folgt man diesen Leuten, die sich selbst dazu gratulieren, wie unvoreingenommen sie sind – in eine Richtung.

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Ein Gedanke zu “Schon mal gemerkt, dass nur zionistische Reisen nach Israel „ausgewogen“ ein müssen, aber antizionistische Reisen nicht?

  1. 2014 in Bethlehem. Eine christliche Araberin hetzt gegen Israel im Rahmen eines Vortrages vor einer Reisegruppe. Sie schildert die hohe Mauer. Ich melde mich und entgegne, dass die Mauer so hoch sein müsse, weil Araber aus dem zweiten Stock ihrer Häuser auf Israelis schössen. Dann kommt sie mit der ominösen 4-Karten-Karte, aus der die angebliche Dezimierung des „palästinensischen Kernlandes“ hervorgehe.
    Mein Eindruck: Der Besuch von Yad Vashem reicht nicht aus. Es bedarf der Aufklärung der israelischen Position durch ein israelisches Amt für Öffentlichkeitsarbeit.

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