Die Juden und die Araber Palästinas, 1852

Elder of Ziyon, 10. Februar 2015

Hier ist ein weiterer Teil einer gelegentlichen Serie zeitgenössischer Schriften aus dem 19. Jahrhundert und früher, die zeigen, dass die angebliche Toleranz, die Muslime gegenüber Juden hatten, ein Mythos ist.

Aus Remarks on the present condition and future prospects of the Jews in Palestine[1] von Arthur George Harper Hollingsworth, 1852:

Die Bevölkerung Palästinas setzt sich zusammen aus Arabern, die die Ebenen durchstreifen oder in den Bergfesten als Räuber lauern, und aus Fremden, die kein festes Heim haben und ohne jede feste Bindung zum Land sind. In vielen der ruinenhaften Städte und Dörfer gibt es auch eine Reihe christlicher Familien, unzivilisiert und ohne genaues Wissen, von welcher Rasse sie ihre Herkunft ableiten. Arm und ohne Einfluss halten sie ihren armseligen Besitz von Jahr zu Jahr zitternd fest, ohne Sicherheit und ohne Wohlstand, in einem Land, von dem sie zugeben, dass es nicht das ihre ist.

Die arabische und christliche Bevölkerung nimmt jedes Jahr ab. Armut, Leid, Unsicherheit, Raub und Erkrankungen schwächen die Einwohner dieses schönen Landes weiter. Ruine fällt auf Ruine; Einöden nehmen in den verlassenen Tälern zu. Das Land trauert um seine Einwohner. …

Unter der verstreuten und kraftlosen Bevölkerung dieses einst glücklichen Landes findet sich jedoch eine zunehmende Zahl armer Juden; einige ihrer gelehrtesten Männer wohnen in den heiligen Städten Jerusalem, Hebron und Tiberias. Ihre Synagogen stehen noch. Regelmäßig kommen Juden aus jeder Nation in Europa in Palästina an und bleiben dort viele Jahre lang; und andere sterben mit der Genugtuung ihre sterblichen Überreste mit dem Staub ihrer Vorväter zu vermischen, der jedes Tal füllt und in jeder Höhle zu finden ist.

Diese jüdische Bevölkerung ist jenseits jeder adäquaten Beschreibung hinaus arm; sie wird in ihrem sozialen und politischen Zustand erniedrigt, befindet sich einem Zustand des Elends, das derart groß ist, dass sie keinerlei Rechte hat. Sie darf keinen Wohlstand zeigen, selbst wenn sie welchen hätte, denn Reichtümer zu zeigen würde Raub durch die mohammedanische Bevölkerung, die türkischen Beamten oder die beduinischen Araber sicherstellen. Diese Juden leben in erster Linie von Almosen, die die Nation aus allen Teilen der Welt sammelt. Es gibt kein wohltätigeres Volk als die Juden, obwohl diese Wohltätigkeit allgemein exklusiv ist. Die Menge dieses Geldes ist nicht sicher, kommt regelmäßig spät, es ist immer unsicher, wann man es erhält, geht manchmal unterwegs verloren und ist immer von der Entwürdigung begleitet, eine von weit entfernt kommende und nicht festgelegte Wohltat zu erhalten, die ein elendig verarmtes und verhungerndes Volk unterstützt. Die Juden Palästinas schaffen keine Entwicklung in Schwarzhandel, Handel, als Bauern, beim Besitz von Häusern oder Land. Allein dort, wo er Erster sein sollte, ist er Letzter; und wo ein Jude in allen anderen Ländern aufblüht und seinen Wohlstand mehrt, ist er in diesem durch Unterdrückung kraftlos und ohne Energie, weil ohne Hoffnung auf Schutz. Er kriecht über diesen Boden, wo seine Vorväter stolz in vollem, wunderbarem Wohlstand ihre Schritte setzten, jetzt als Fremder, als Verstoßener, als Kreatur mit weniger Wert als ein Hund und in seinen angestammten Ebenen und Städten niedriger stehend als der unterdrückte christliche Bettler. Keine Ernte reift für seine Hand, denn er kann nicht sagen, ob es ihm erlaubt wird sie einzubringen. Von einem Juden genutztes Land wird Raub und Wüste ausgesetzt. Es besteht ein höchst reizbarer Neid gegenüber dem Grund besitzenden Wohlstand oder kommerziellen Reichtum oder Handelsvorteilen für Juden. Es gibt Hindernisse für die Ansiedlung eines britischen Christen in diesem Land, aber es werden tausend kleinliche Blockaden geschaffen, um die Niederlassung eines Juden auf Ödland zu verhindern oder dass Land von einem Juden gekauft oder gepachtet wird.

… Landwirtschaftliche Aktivitäten werden mit viel Gefahr ausgeübt, denn in der Umgebung des Jordan gibt es viele Araber, die ihren Lebensunterhalt in erster Linie durch Plünderung bestreiten. … Welche Sicherheiten gab es für einen jüdischen Emigranten, der sich in Palästina niederlassen wollte, dass er ein redliches Entgeld für sein Kapital und seine Arbeit erhalten würde? Absolut keine. Er könnte sich mühen, aber seine Ernten würden von anderen eingebracht werden; der arabische Räuber kann heranstürmen und seine Herden entführen. Wenn er beim nächsten Pascha um Entschädigung bittet, füllt der Makel seines jüdischen Blutes die Luft und verdunkelt die Brauen seines Zwingherrn; wenn er sich an seinen christlichen Nachbarn wendet, begegnen ihm Vorurteil und Gehässigkeit; wenn er eine türkische Wache anfordert, wird er frech abgewiesen und betrogen. Wie kann er sein Kapital in ein solches Land bringen, wenn der Besitz des Flüchtenden von Orten verfliegt, wo das Schwert gezogen wird, um ihn aus den Händen des Eigentümers zu reißen und nicht um ihn zu schützen?

… Wie soll dieses arme, verachtete und machtlose Kind Abrahams Entschädigung erhalten oder seine Stimme an der Hohen Pforte hören lassen? Je zahlreicher die Fälle von  Unterdrückung (und es gibt viele), je lauter ihre Appelle nach Gerechtigkeit, desto unwilliger wird die Regierung des Sultans werden zugunsten der Juden zu handeln – zum Teil aus inhärenter und zunehmender Schwäche, zum Teil aus Unlust. Sie verachten sie als verwünschte Rasse, sie hassen sie als die buchstäblichen Nachkommen der ursprünglichen Eigner des Landes. …

[1] Anmerkungen zum gegenwärtigen Zustand und Zukunftsaussichten der Juden in Palästina