„Jüdische Souveränität wiederherstellen“ ist nicht „Annexion der Westbank“

Die jüdischen Medien lassen das jüdische Volk in diesem kritischen Moment der jüdischen Geschichte im Stich. Im Versuch die Kluft zwischen Netanyahu und Gantz herunterzuspielen liefern die jüdischen Medien unseren Feinden Munition, um „Annexion der Westbank“ bei jeder Gelegenheit zu nutzen.

David Singer, Israel National News, 10. April 2020

Benjamin Netanyahu und Benny Gantz haben in ihren Verhandlungen zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit eineb kritischen Punkt erreicht: ob die von Präsident Trump präsentierte Gelegenheit genutzt wird jüdische Souveränität in Judäa und Samaria – dem Kernland der uralten und biblischen jüdischen nationalen Heimat – nach einer 2000 Jahre langen Abwesenheit wiederherzustellen.

Netanyahu will das zusammen mit Präsident Trump tun – sobald eine Regierung mit mindestens 61 Sitzen, geleitet von ihm als Premierminister gebildet ist. Gantz ist nicht bereit das zu tun, ohne dass die arabischen Staaten – besonders Jordanien – und die internationale Gemeinschaft zustimmen, womit er praktisch garantiert, dass das niemals passieren wird.

Die jüdischen Medien schienen die einzigartige Gelegenheit zu begreifen, die sich dem jüdischen Volk präsentiert, einen 2000 Jahre alten Traum auf wundersame Weise Realität werden zu lassen.

Unter Nutzung dessen, was nur als die Sprache der Feinde des jüdischen Volks beschrieben werden kann, haben die jüdischen Mainstream-Medien in Israel und andernorts die Schlagzeilen ihrer Berichte zum laufenden Kampf zwischen Netanyahu und Ganz mit sehr ähnlichen Titeln versehen:

„Gantz erwägt begrenzt Annexion der Westbank-Siedlungen – Bericht“

Zwei Führer gezwungen einander anzuschreien, Premier vorsorglich in Isolation; Haupt-Meinungsverschiedenheit immer noch Annexion von Teilen der Westbank, die Netanyahu als sein „Vermächtnis“ haben will

„Gantz soll Berichten zufolge bereit sein begrenzte Annexion der Westbank zuzustimmen“

„Bericht: Gantz stimm begrenzter Annexion der Westbank zu, nähert sich langsam Einheitsregierung“

„Dan Shapiro: Gantz und Netanyahu ‚feilschen‘ um Westbank-Annexion“

„Westbank-Annexion bleibt Knackpunkt in Israels Gesprächen um Einheitsregierung“

Diese jüdischen Medien erweisen dem jüdischen Volk einen äußerst schlechten Dienst.

Der richtige Name der „Westbank“ lautet „Judäa und Samaria“ – der geografische Ortsname, der 3.000 Jahre lang bis 1950 verwendet wurde, den Transjordanien nach seiner illegalen Besetzung von Judäa und Samaria und der ethnischen Säuberung aller bis zum Unabhängigkeitskrieg von 1948 dort lebenden Juden änderte. Transjordanien und Judäa und Samaria wurden in ein einziges territoriales Gebilde vereint und in Jordanien umbenannt. Die „Westbank“ war das Gebiet Jordaniens am Westufer des Jordan. Der Bereich auf dem Ostufer des Jordan umfasste das, was früher Transjordanien war.

Der Begriff „Judäa und Samaria“ wurde noch kurz zuvor im Teil II A der UNO-Teilungsresolution von 1947 verwendet.

Die Änderung des Namens in „Westbank“ ist seitdem genutzt worden, um jegliche jüdischen Ansprüche oder Verbindung zum Land zu verbergen. Um Salz in die Wunden zu reiben, bezeichnen die Vereinten Nationen sie jetzt als „Besetzte Palästinensergebiete“.

Der Begriff „Annexion“ suggeriert etwas zu nehmen, auf das man keinen Anspruch hat. Aber das Mandat des Völkerbundes für Palästina schloss 1922 Judäa und Samaria als Gebiete ein, in denen die jüdische nationale Heimstatt „wiedergestellt“ werden sollte. Das Recht das zu tun wurde in Artikel 80 der UNO-Charta aufrechterhalten.

Sprachgebrauch ist wichtig.

Die jüdischen Medien lassen das jüdische Volk in diesem kritischen Moment der jüdischen Geschichte im Stich. Indem sie versuchen die Kluft zwischen Netanyahu und Gantz herunterzuspielen, geben die jüdischen Medien unseren Feinden Munition, die „Annexion der Westbank“ bei jeder Gelegenheit verwenden zu können.

„Annexion der Westbank“ ist ein eindeutig antijüdischer Ausdruck. „Die jüdische Souveränität in Judäa und Samaria wieder herstellen“ konstatiert die jüdische Sache. Vier weitere Wörter für die Zeitungen, die sie in ihre Schlagzeilen und Berichten schreiben können, die eine sehr andere Wahrnehmung und Verständnis dessen schaffen, was auf dem Spiel steht.

Während Juden bei ihren Seder-Essen das Wunder des Exodus aus Ägypten nacherzählen, denken Sie an das Wunder, mit dem Juden bald gesegnet sein und mit eigenen Augen sehen könnten – sie holen ihr Erbteil an der uralten jüdischen Heimat nach 2.000 Jahren zurück.