Kenne deine Geschichte: Jüdischer Erwerb von Agrarland in Palästina

David Lange, Israellycool, 14. Mai 2020

Aus Zeitungsarchiven und historischen Dokumente, um die üblichen Fehlvorstellungen zum Nahost-Konflikt zu widerlegen; hier: JTA, 9. Dez. 1929

Gestern postete ich darüber, wie Juden, die nach Zion zurückkehrten, das Malaria-Problem durch Trockenlegung der Sümpfe ausmerzten, was zu besseren Lebensbedingungen für alle damaligen Einwohner Palästinas führte, einschließlich der Araber.

Heute bringe ich einen Bericht der JTA von 1929 zu bestimmten Berichten der Shaw-Kommission, die gegründet wurde, um die gewalttätigen Unruhen in Palästina Ende August 1929 zu untersuchen, zu denen auch das Massaker von Hebron gehörte.

In diesen besonderen Berichten beschwerte sich Mohammed Ragheb, ein Inspektor des Landwirtschaftsministeriums, über die Juden, aber seine Beschwerden sind aufschlussreich. Zum einen gesteht er ein, dass unsere Trockenlegung der Sümpfe allen nutzte. Zweitens beschwert er sich zwar, die Juden würden „das Land schlucken, das für Orangenanbau am besten ist“, aber seine Aussage zeigt, dass die Juden diese Ländereien legal kauften.

Mohammed Ragheb, ein Inspektor im Landwirtschaftsministerium, Moslem, der einige landwirtschaftliche Erfahrung in Ägypten, Österreich und Rumänien haben soll, stimmte zu, dass die jüdischen Siedler malariainfizierte Sümpfe nehmen, sie trocken legen und daraus fruchtbares und wohnliches Land machen; in seiner Aussage für die arabische Seite erhob er in der gestrigen Sitzung der Untersuchungskommission den Vorwurf, dass die Juden nicht nur die Ländereien an sich reißen, die für Orangenanbau nutzbar sind, sondern dass von den fast 60.000 Ar, die für diesen Zweck entlang der Küstenebene von Gaza bis Haifa genutzt werden können, die Juden vor kurzem 25.000 Ar erworben haben.

Aus den durch den Zeugen Auni Abdul Haid vom Arabischen Rat moralisierend in einem Versuch die bekannte Beschwerde gegen die Juden zu beweisen vorgelegten Zahlen geht hervor, dass sie allmählich in die besten Ländereien eindrangen und die Araber enteigneten. Raghebs Belege waren ähnlich denen anderer arabischer Zeugen, nur betonte er die Küstenebene.

Ragheb erklärte, dass Palästinas Zukunft aus landwirtschaftlicher Sicht von der Küstenebene abhängt, die, wie er sagte, in den Besitz der Juden übergeht, die bereits 40 Prozent des Landes für den Anbau von Zitrusfrüchten kultivieren; die Araber bewirtschaften die übrigen 60 Prozent.

Aus diesen Belegen schloss Commissioner Snell, dass der arabische Groll darin bestand, dass die Juden Zitrusfrüchte kultivierten, wo vorher die Araber Melonen anbauten, aber der arabische Rat bestand darauf, dass große jüdische Firmen, einschließlich der von Lord Melchett gestützten, große Landstriche von „Kleinbesitzern“ aufkauften. Die Kommission erhielt von dem Zeugen das Zugeständnis, dass die sogenannten kleinen Landbesitzer jeweils 300 bis 5.000 Ar Land besaßen. Er gestand auch ein, dass das Land des Wadi Hawareth, das der Jüdische Nationalfonds für eine Million Dollar gekauft hatte, die von kanadischen Zionisten aufgebracht wurden, zwei Familien gehört hatte, beides in Beirut und Jaffa lebende Grundstücksbesitzer in Abwesenheit.

Der Zeuge erklärte, arabische Pflüger seien verpflichtet in andere Dörfer oder Städte zu ziehen, wenn die Juden von Arabern Land kauften, weil die neuen jüdischen Kolonisten keine Araber beschäftigen. Die Tatsache, dass das Land im Wadi Hawareth einer Familie namens Taman gehörte, war für die Kommissionsmitglieder überraschend, die den Eindruck gehabt hatten, dass es das Eigentum einer Reihe kleiner Landbesitzer war.

Jüdischer Landerwerb

Ragheb warf das Orangen-Land in der 40 Jahre alten Kolonie Hederah mit neu erworbenem jüdischen Land zusammen, um den Effekt zu schaffen, die Juden hätten im Distrikt Haifa sechs bis achttausend Ar für Orangenanbau geeignetes Land von kleinen Landeigentümern gekauft, gab aber zu, dass einiges davon von Großgrundbesitzern gekauft wurde.

Der arabische Berater Auni sorgte in der Sitzung für Gelächter, als er den Zeugen fragte, ob die Juden, von denen er behauptete, dass sie in den Distrikten Haifa und Tulkarm bereits 40.000 Ar besaßen – das sind drei Viertel der für Zitrusfrucht-Anbau verfügbaren Menge – nicht noch einmal die Hälfte davon dazu gekauft hätten. An diesem Punkt bemerkte der Vorsitzende Shaw lächelnd: „Was würde den Arabern bleiben?“ Ragheb stimmte zu, dass die Araber mindestens in den letzten fünf oder sechs Jahren beim Orangenanbau sehr aktiv gewesen waren, aber er erwähnte nichts zu jüdischem Einfluss.

Ragheb setzte seine Belehrung der Kommission in elementarer Landwirtschaft fort und versuchte zu beweisen, dass die jüdischen Siedler als Getreidebauern erfolglos waren. Sie waren gute Gärtner, sagte er. Er legte Berichte vor, die zeigten, dass die Getreideproduktionj zurückging, als sie die Ebene übernahmen. Betterton zog im selben Bericht die Aufmerksamkeit auf den Anstieg zwei Jahre später, als die Juden das Land kennengelernt hatten. Ragheb sagte: „Der Araber nutzt keine teuren Maschinen oder chemischen Dünger, aber er kann mit Getreideland besser umgehen als die Juden.“ Merriman wies darauf hin, dass die Verwendung der Maschinen gerechtfertigt war, da der jüdische Ertrag aus dem Land größer wurde.

Raghed stimmte zu, dass Auni die arabischen Einwände zitiert hatte, als er sagte, sie hätten Angst die Regierung würde Juden kostenfrei riesige Waldgebiete übergeben. Er hörte nie, dass Juden um diese gebeten hätten, gab er zu.

Die Zeugenaussage ging zu halb-wirtschaftlichen Gründen weiter, dass Araber ihre Behauptungen nicht belegen konnten, die Juden seien eine Belastung für das Land, würden aber schnell das meiste davon erwerben.

Mit anderen Worten: Wir kauften legal Land und arabische Eigentümer profitierten finanziell davon. Trotzdem beschweren sich Israelhasser gerne, wir hätten den Arabern das Land gestohlen.

Ein Gedanke zu “Kenne deine Geschichte: Jüdischer Erwerb von Agrarland in Palästina

  1. Solche Richtigstellungen teile ich gerne. Es braucht sowohl geschichtliches Wissen als auch Einblicke in die jüdischen Wurzeln der gesamten Bibel! Mögen sich unsere Anliegen und Blogs ergänzen.

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