Gedankenverlorenes Territorium: Waqf sagt, Israel stört Al-Aqsa-Gebete, so dass sie Allah nicht erreichen

PreOccupied Territory, 10. Mai 2020

Offizielle islamische Vertreter, die die heiligen Stätten auf dem Tempelberg verwalten, beschuldigten den jüdischen Staat heute in der Gegend elektronische Geräte aufgestellt zu haben, die verhindern, dass die täglichen, fünfmaligen Gebete bis zu Himmel gelangen, wo Gott sie hört.

Der Waqf-Repräsentant Ayama Faqhedd griff verbal die israelischen Sicherheitskräfte der Stadt an und behauptete sie hätten überall um das Plateau Sender installiert, die Gebetssignale aus der Al-Aqsa-Moschee blockieren. Faqhedd erhob den Vorwurf während der Diskussion der theologischen Frage, wie Allah den fortgesetzte Reichtum und Erfolg der bösartigen Juden zulassen kann, während die frommen Muslime sich ihm unterwerfen.

„Einer von mehreren Ansätzen zu dieser Frage involviert umfassende jüdische Niedretracht“, erklärte er. „Die vom Teufel hervorgebrachten Juden versuchen natürlich unsere gerechten Gebete zu blockieren. Wie sonst können wir unsere anhaltende beschämende Unfähigkeit erklärten, diese schwachen Nachkommen von Affen und Schweinen aus dem Dar al-islam zu verdrängen, trotz unserer weit überlegenen Zahl, überlegenen Tugenden und überlegenen Ölreserven? Wenn wir die die allwissende Gottheit nicht bitten uns zu helfen, wie kann er wissen, was wir wollen? Und wenn die Juden verhindern können, dass unsere Wünsche das göttliche Ohr erreichen, wie soll Allah jemals wissen, was wir erbeten haben? Es muss irgendeine Technologie der Juden sein, von denen sie immer prahlen, dass sie sie entwickelt haben.“

Online zirkulierten am späten Mittwochabend in palästinensischen sozialen Meiden Berichte über mysteriöse Geräte an verschiedenen Stellen innerhalb der Jerusalemer Altstadt, wobei mindestens ein User Bilder eines Hydranten teilte, den er als Signal-Blockierer bezeichnete. Antworten auf den Post und seine Kopien auf Twitter, Facebook und Instagram nahmen das größtenteils für bare Münze, vielleicht einer von zehn äußerte Skepsis darüber, ob das Bild das behauptete Störgerät darstellt.

„Lasst uns keine voreiligen Schlüsse ziehen“, mahnte einer zu Vorsicht. „Ich meine, natürlich machen die Juden das, ich glaube nur nicht, dass das das von ihnen dafür verwendete Gerät ist. Wahrscheinlich Drohnen oder sowas.“ Andere User überhäuften diesen mit Beschimpfungen und Morddrohungen dafür, dass er Zweifel an irgendeinem Element der gerechten Sache äußerte.

Israelische Sicherheitsvertreter bestritten Wissen zu Störaktivitäten. „Vielleicht sind es einfach unsere dreckigen Füße, die den heiligen Ort entweihen“, schlug einer vor, womit er auf Kommentare des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas aus dem Jahr 2018 über Juden verwies, die in respektvollem Schweigen über den Tempelberg gehen. „Ihr wisst,, das könnte den Weg der muslimischen Gebete zu Allah unterbrechen. Ein Ort, an dem Mohammeds Pferd eines nachts landete, muss wirklich sehr empfindlich auf Störungen wie die Existenz von Juden reagieren.“

Ein Gedanke zu “Gedankenverlorenes Territorium: Waqf sagt, Israel stört Al-Aqsa-Gebete, so dass sie Allah nicht erreichen

  1. Natürlich totaler Quatsch. Irgenwelche zielgerichteten zusätzlichen Störungen sind da völlig redundant. Das Problem liegt schon darin, dass eine völlig ungeeignete Übertragungsform gewählt wird:
    Während die frommen Sender immer noch die schon zu Lebzeiten des prophetischen Siegellacks überholte Amplitudenmodulation im Langwellenbereich nutzen (im Glauben, die Lautstärke bestimme die Prägnanz der Nachricht), erwartet der ‚Creator of Everything‘ natürlich ein frequenzmoduliertes Signal auf UKW, bei dem die Geschwindigkeit der Veränderung die Prägnanz bestimmt.
    Aber jegliche Veränderung hat der Himmelsreiter ja strikt verboten, ergo wird Allach auch in Zukunft nur Rauschen, Knacken und Knistern zu hören bekommen, völlig ohne jüdische Störaktivitäten.
    Tja, Petschaft drauf!
    Ist aber vielleicht auch ganz gut so: Wegen dem Veränderungsverbot ist das seit anderthalb Jahrtausenden eh immer nur das selbe larmoyante Geflenne. Und selbst einer Entität, die über alle Zeit des Universums gebietet, dürfte das langsam zum Halse heraushängen. Und wenn der dann brastig wird; Au weih!

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