Die Israel-Basher kriegen nicht mit, dass der arabische Zug abgefahren ist

Melanie Phillips, 22. Mai 2020

Die Israel-Hasser sind derzeit ganz schön beschäftigt. Was ist daran neu? Nun, eine ganze Menge.

Die US-Abgeordnete Rashida Tlaib (aus Michigan), die demokratische Kongressabgeordnete, die eine sich ständig verlängernde Liste der Lügen über Israel ihr Eigen nennt, twitterte letzte Woche Standard-Fälschung Israels Gründung 1948 habe die „ethnische Säuberung“ der palästinensischen Araber beinhaltet, die im Land die „Eingeborenen“ gewesen seien.

Die Juden sind natürlich das einzige Volk, für das das Land Israel nie ihre nationale Heimat war. Und die Verdrängung der palästinensischen Araber fand in einem Vernichtungskrieg gegen den entstehenden Staat Israel statt, geführt von arabischen Staaten, die ihnen sagten, sie sollten aus dem Weg gehen, um dann als Eroberer zurückzukehren.

Doch Tlaibs unhistorischer Unsinn ist bei westlichen Israel-Bashern Standardgerede. In Großbritannien haben mehr als 130 Parlamentsabgeordnete einen Brief unterschrieben, der vom Council for Arab-British Understanding formuliert wurde und Sanktionen gegen Israel fordert, wenn es mit der angekündigten Ausweitung des israelischen Rechts auf Teile der umstrittenen Territorien weiter macht.

Ihre Behauptung, diese „Annexion“ widerspreche dem Völkerrecht, ist ebenfalls nachweislich falsch. Damit würde in Wirklichkeit das Völkerrecht verspätet durchgesetzt, das das gesetzliche Recht in diesen Territorien zu siedeln, das die internationale Gemeinschaft in den 1920-er Jahren allein den Juden gab.

Dennoch hat die Europäische Union (bei Widerspruch von Ungarn und Österreich) Israel wiederholt wegen des Plans verdammt. Die britische Regierung hat das Vorhaben verurteilt. Liberale amerikanische Juden wettern dagegen.

Der vermutliche Präsidentschaftskandidat der Demokraten Joe Biden sagt, er würde die Politik von US-Präsident Donald Trump „umkehren“, von der er behauptet, sie schädige die Chancen auf eine Friedensvereinbarung, während er das mit genügend Vorbehalten absicherte, um seine Feindschaft gegenüber Israels wichtigsten Interessen bestreiten zu können.

Gleichzeitig erklärte der Mann, den wegen seiner Geschichte der Unterstützung von Terrorismus, Aufstachelung zu Massenmord und des Bruchs seiner Verpflichtungen zu verurteilen er sich weigert – PA-Führer Mahmud Abbas – dass die palästinensische Befreiungsorganisation jetzt von allen Vereinbarungen mit Israel und den USA wegen der vorgeschlagenen „Annexion“ freigesprochen sei.

Selbst seine Anhänger erkannten die Absurdität dieses jüngsten leeren Schwulst. Ein verzweifelter PA-Vertreter sagte: „Wie oft kann man dieselbe Drohung wiederholen? Wie kann man denselben Vereinbarungen den Rücken kehren, von denen man vor Jahren schon sagte, man wende sich von ihnen ab?“

Derweil verlässt, unbemerkt vom auf Israel eindreschenden Westen, der Zug tatsächlich den Bahnhof. Vor kurzem trafen palästinensisch-arabische Führer den Vorsitzenden des Regionalrats von Samaria, Yossi Dagan, um Trumps Nahost-„Deal des Jahrhunderts“ und israelische Souveränität über Judäa und Samaria zu diskutieren.

Zu den Teilnehmern gehörten Scheik Abu Khalil Tamimi aus Ramallah, Mohammed Massad aus Jenin und die israelisch-arabische Aktivistin Sara Zoabi sowie weitere Führer, die ihre Identität aus Angst um ihr Leben verheimlichen.

„Wir wollen für die regionalen Veränderungen bereit sein, um uns auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu  konzentrieren“, sagte Scheik Tamimi. „Wir müssen auch mit den von Yossi Dagan geführten Siedlern zusammen darüber nachdenken, wie unsere gemeinsame Zukunft aussehen wird.“

Mohammed Massad, Chef der palästinensischen Arbeiter-Gewerkschaft, sagte: „Wenn sich die zusammenarbeitenden israelischen und palästinensischen Arbeiter umeinander kümmern, gemeinsam in Freud und gemeinsam in schwierigen Momenten, dann werden unsere Kinder sich für den Kampf schämen. Friedensverhandlungen werden nicht nötig sein, weil es Frieden gibt.“

Und Sara Zoabi sagte: „Ich glaube, der Deal des Jahrhunderts ist das Richtige für die Araber und die Israelis. Ich weiß, dass ein großer Anteil der Palästinenser an dem Programm und der Anwendung der Souveränität interessiert ist und sogar dafür betet.“

Diese positive Einstellung wurde diese Woche in einem Videotreffen von Israels Präsident Reuven Rivlin und den Leitern der 130 Firmen bestätigt, die an der Collective Impact Partnership for Arab Employment beteiligt sind, die Verbesserungen bei der Beschäftigung von Arabern in Israels größten Firmen anstrebt.

Ihr Co-Vorsitzender Dr. Sameer Kassem sagte, frühe Ängste, dass die arabische Gesellschaft unverhältnismäßig stark vom Covid-19-Virus getroffen würde, hätten sich nicht erfüllt. „In den letzten Tagen haben wir die Stärke der israelischen Gesellschaft, unserer Gesellschaft gesehen, die sich um ihre Arbeiter gekümmert hat – Juden wie Araber gleichermaßen.“

Noch bedeutsamer ist, dass der Zug in der muslimischen Welt in der palästinensisch-arabischen Sache an Fahrt gewinnt.

Zwei MBC, einem saudischen Sender mit Sitz in Dubai, ausgestrahlte aktuelle Fernseh-Schauspielserien, „Umm Haroun“ und „Exiz 7“ sind dem jüdischen Volk und Israel zumindest einigermaßen mitfühlend gegenüber, während sie die Palästinenser kritisierten.

Bei „Umm Haroun“ geht es um die Gründung des Staates Israel, was als monumentales Ereignis dargestellt wird, das die Harmonie zwischen Muslimen und Juden störte und zur Ermordung eines jüdischen Einwohners führt. Die Hauptfigur in „Exit 7“ sagt, er macht Geschäfte mit Israel, weil es kein wirklicher Feind ist. Mit Hinweis auf die Palästinenser sagte er, der wahre Feind ist „jemand der dich nicht schätzt“.

Diese beiden Sendungen, die einen Aufschrei provoziert haben, sind Versuchsballons, dazu geschaffen die öffentliche Meinung zur Normalisierung der Beziehungen zu Israel auszutesten.

In ähnlicher Weise sagte der saudische Autor Abdulhamed al Ghobain, ein politischer Aktivist, der die Ansichten des reformerischen saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman teilt, gegenüber dem arabischen Programm der BBC: „Es gibt eine Sintflut an Meinungen gegen die Sache der Palästinenser… Leider haben die Palästinenser verloren. Die Palästinenser haben nichts eingebracht. Wir können sagen, dass sie emotionale Leute sind, deren Verhalten von ihren Gefühlen bestimmt wird… Die Menschen sagen offen, dass die palästinensische Sache und die Araber allgemein sie nicht interessieren und dass wir unsere Beziehungen so steuern müssen, wie unserer Interessen liegen. Israel ist ein fortschrittliches Land und wir können von ihm profitieren. Wir sollten uns der Realität stellen. Die Beziehungen zu Israel sind warm geworden. Es geht nicht länger nur um Normalisierung.“

Anfang dieser Woche kam die Nachricht, dass ein Flugzeug von Etihad Airways nach einem Direktflug in Tel Aviv landete, um den Palästinensern eine Lieferung Virushilfe zu bringen. Das war der erste bekannte kommerzielle Direktflug zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Bezeichnenderweise wurde dieser weitere Schritt hin zur Normalisierung von der PA ausgeschlagen, die es ablehnte die Hilfe anzunehmen. „Wenn die VAE Normalisierung mit Israel wollen, dann sollte das nicht auf unserem Rücken sein“, sagte eine palästinensische Quelle gegenüber Kan News.

Ihr Hass auf Israel ist so unversöhnlich, dass sie bereit sind die Gesundheit ihrer eigenen Leute zu opfern. Und sie bleiben gegenüber der Realität blind, die der Ethiad-Flug und all die anderen Versuchsballons der Golfstaaten signalisieren – dass die arabische Welt sie nicht länger unterstützen wird.

Natürlich sollte man diesen Fortschritt in Richtung Vernunft nicht übertreiben. Die Golfstaaten haben ein taktisches Interesse an der Normalisierung, weil sie Israel und Amerika in ihrem Kampf gegen den Iran brauchen. Und die arabische und muslimische Welt wälzt immer noch antijüdische und antiisraelische Gefühle. Aktuelle Meinungsumfragen legen nahe, dass eine große Mehrheit der palästinensischen Araber im Gazastreifen und eine kleine Mehrheit in den umstrittenen Gebieten eine neue Terrorkampagne gegen Israel unterstützen.

Trotzdem sind die Schritte Richtung Normalisierung mit Israel von immenser Bedeutung. Jahrzehnte lang hat die arabische Welt die palästinensische Sache benutzt, um ihre herrschenden Eliten vor der Wut des eigenen Volks zu schützen. Jetzt sehen sie, dass ihre Interessen tatsächlich woanders liegen, die Palästinenser sind verzichtbar. Ihre einzigen Unterstützer sind heute der Iran und die nützlichen Idioten des Westens.

Mahmud Abbas und seine PA machen sich weiter vor sie hätten nicht verloren, sondern seien stattdessen auf dem Weg zum Sieg. Eine stetig zunehmende Zahl von Arabern, einschließlich Palästinensern, wollen nicht länger die Verlierer sein. Westliche Linke hingegen begreifen nicht einmal, dass sie zu solchen geworden sind.