Die Lüge „Palästina ist eine islamische Schenkung“

Elder of Ziyon, 16. Juni 2020

Eine Schlagziele in einer palästinensischen Nachichten-Internetsete besagt: „Das historische Palästina ist eine islamische Schenkung (waqf).“

Eine waqf ist ein Konzept im islamischen Recht, bei dem jemand Land, ein Gebäude oder andere Aktivposten auf ewig einer muslimischen Stiftung schenken kann. Es ist in etwa analog dem jüdischen Konzept des Hekdesch. Für Land, das zu einer waqf erklärt wurde, ist es praktisch unmöglich diesen Status jemals wieder zu verlassen.

Wenn Muslime sagen, dass Israel eine Waqf ist, dann gegen sie eine islamische Rechtserklärung ab, dass es auf ewig verboten ist, dass das Land jemand anderem gehört als Muslimen.

Das Konzept, dass Palästina eine islamische Waqf ist, ist allerdings recht neu. Es wurde 1988 von der Hamas in ihrer Charta erfunden. Die Vorstellung gab es davor nicht.

Und es hat auch historisch keine Grundlage, wie der Wissenschaftler Yitzhak Reiter zeigt.

Es gibt zwar einen Strang im islamischen Recht, dass alles von Muslimen eroberte Land auf ewig muslimisch bleibt, aber historisch wurden diese nicht als Waqf behandelt. Der „Großmufti“ von Jerusalem, al-Husseini, der kein Rechtsgelehrter war, argumentierte, dass von Muslimen eroberte Ländereien auf immer muslimisch bleiben, aber er verwendete nicht die Sprache der Waqf. Tatsächlich appellierte er an die Araber, ihre Ländereien als Waqfs zu spenden, um sie davor zu bewahren an Juden verkauft zu werden (und ihm selbst das Recht zu geben das Land zu kontrollieren). Das ziegt, dass selbst der Mufti ganz Palästina nicht als Waqf betrachtete und begriff, dass es in  Palästina ein Konzept des Privateigentums gab.

Innerhalb von ein paar Jahren nachdem die Hamas das Konzept von Palästina als Waqf schuf, übernahm die palästinensische Autonomiebehörde dieses Konzept jedoch ebenso. Der PA-eigene Mufti Ikrama Sabri schrieb im Jahr 2000 ein Rechtsgutachten, das die Idee der Hamas nahm u nd versuchte es zu nutzen, um Arafat politisch gegen die Behauptung der Hamas zu helfen, Arafat sei bereit das Rückkehrrecht aufzugeben.

Historisch wurde das Land in Palästina als „fay“ betrachtet, nicht als Waqf – Land, das gekauft und verkauft werden konnte, wie es natürlich auch während der Besatzung durch das Osmanische Reich der Fall war.

Der Waqf-Mythos zeigt, wie sowohl die Hamas als auch die PA bereit sind islamisches Recht für ihre eignen politischen Zwecke zu verdrehen.

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