Nakbazid

Vorbemerkung: „Die Muslime“ sind nicht alle so. Nach meinem Verständnis handelt es sich um die politischen Führungen und die überwiegende Mehrzahl der Aktivisten – alle die, die sich gegen Israel engagieren, die von Greenfield hier beschrieben werden..

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 18. Mai 2020

Stellen sie sich vor, jedes Jahr würden Deutsche am 7. Mai Gedenkveranstaltung anlässlich der  Niederlage des Nazistaates abhalten – mit Hakenkreuzen, antisemitischen Parolen und Behauptungen, die aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn vertriebenen Volksdeutschen seien die wahren Opfer.

Das ist das Spektakel, das jedes Jahr im Mai stattfindet, wenn Muslime in Israel Parolen rufen und randalieren, um gegen den Misserfolg beim Völkermord an der indigenen jüdischen Minderheit zu  protestieren.

Und die Medien berichten mitfühlend über dieses widerwärtige Spektakel historischer Vergesslichkeit, dass eine regionale Mehrheit, die für zahlreiche Völkermorde verantwortlich ist, sich als Opfer herausputzt, weil ihre Invasion Israels in einer Pattsituation endete, statt mit der beabsichtigten Völkermord-Aktion an den Juden.

So Allah will, werden wir sie massakrieren, wie wie sie in Hebron massakrierten.

Die revisionistische muslimische Geschichte Israels ist eine ethnische Säuberung tausender Jahre Geschichte der jüdischen Einwohner im 20. Jahrhundert, einschließlich des Massakers von Hebron und der Kollaboration ihres Führers, des Muftis von Jerusalem, mit den Nazis. Stattdessen beginnt und endet sie mit Deir Yassin und wütenden alten Frauen, die überdimensionale Haustürschlüssel hochhalten, während sie an die guten Zeiten zurückdenken, in denen sie die Juden massakrierten.

Es gibt etwa so viele jüdische Flüchtlinge aus der muslimischen Welt wie es muslimische Flüchtlinge aus Israel gibt. Der Unterschied besteht darin, dass die jüdischen Flüchtlinge eine Minderheit waren, die vor der Gewalt einer brutalen Mehrheit floh, während die muslimischen Flüchtlinge eine regionale Mehrheit waren, die einen strategischen Abzug als Antwort auf Aufrufe der Führer der militärisch eindringenden arabischen Länder vollführte, sie sollten abziehen, damit man die Juden töten kann.

„Wir werden das Land mit unseren Waffen zerschmettern und jede Stelle vernichten, an der die Juden Unterschlupf suchen. Die Araber sollten ihre Frauen und Kinder in sichere Gebiete lotsen, bis die Kämpfe abklingen“, hatte der irakische Premierminister Nuri Said versprochen.

Da habt ihr eure Nakba. Los, schwenkt eure falschen gigantischen Hausschlüssel in Bagdad.

Die Nakbaiten glaubten, sie würden die Nutznießer eines von den Armeen von sieben muslimischen Staaten verübten Völkermords sein. Stattdessen mussten sie sich in Syrien, Jordanien und andernorts in der Region niederlassen. Was leicht zu machen war, da sie dasselbe Volk sind, dieselbe Sprache sprechen und dieselbe Kultur haben. Der Unterschied zwischen einem jordanischen Araber und einem jordanischen Palästinenser sind ein paar Kilometer und etwa 25 Jahre.

Viele der „Palästinenser“ waren weniger als ein Jahrhundert zuvor nach Israel gezogen, um Vorteil aus dem Wirtschaftsboom zu  ziehen, der nach dem Sturz der osmanischen Kolonialherrschaft von jüdischen und britischen Investitionen geschaffen wurde. Seitdem zogen sie zu anderen Konjunkturbooms in Saudi-Arabien und Kuwait, wo sie sich schnell zu Störenfrieden machten und manchmal vertrieben wurden. Veranstalten die kuwaitischen Palästinenser (oder Kuwaitistanis) eine jährliche Nakba, um der 400.000 aus Kuwait Vertriebenen zu gedenken? Stattdessen entschuldigten sie sich bescheiden bei Kuwait für die Unterstützung Saddam Husseins. So, wie sie sich bei Israel für den versuchten Völkermord an den Juden entschuldigen sollten.

Israel sollte es, wie Kuwait, ablehnen irgendwelche Beziehungen zur PLO zu unterhalten, bis es eine solche Entschuldigung gegeben hat.

Die Nakba-Gedenkveranstaltungen sind nur in einer Kultur möglich, die kein Gefühl für Verantwortung hat. Eine Religion, die mehr Menschen getötet und mehr Kulturen ausgelöscht hat als Stalin und Hitler zusammen, aber immer noch überzeugt ist das Opfer zu sein. Ein Opfer des eigenen, fehlgeschlagenen völkermörderischen Krieges. Die Nakba ist in Wirklichkeit ein Nakbazid. Ein Traum von Massenmord, der durchkreuzt wurde, als die Opfer sich wehrten.

Die Nakba ist eine ermüdende Erinnerung daran, dass Muslime keinen Frieden wollen. Dass sie nicht erwachsen genug sind damit umzugehen. Was sie wirklich wollen, ist Kränkungen wieder aufzuwärmen und missmutig einen weiteren Völkermord zu planen, statt mit den Folgen ihres eigenen Tuns klarzukommen.

Wäre der israelische Unabhängigkeitskrieg zwischen lokalen Juden und Muslimen ausgekämpft worden, wäre der Nakba-Zirkus nicht so zugrunderichtend wie er ist. Aber tatsächlich war es ein Krieg zischen lokalen Juden und den Armeen von sieben muslimischen Staaten, darunter Saudi-Arabien, Ägypten, der Irak und Syrien, geleitet von zwei britischen Kommandeuren. Trotz alldem scheiterten die arabisch-muslimischen Invasoren daran mehr zu erobern als die Hälfte Jerusalems, den Gazastreifen, Judäa und Samaria. Und das ist das, was sie wirklich wurmt.

Die hässliche Wahrheit der Nakba lautet, dass sie die nationalistischen Ambitionen arabischer Muslime schwächte, die wie ISIS davon träumten das osmanische Reich durch einen islamischen Staat zu ersetzen. Einen Krieg gegen eine europäische Macht zu verlieren hätte sie nicht so verletzt wie einen Krieg gegen eine verachtete regionale Minderheit zu verlieren.

Jude. Tiefer stehend als ein Hund. Jude. Im Koran in Affen und Schweine verwandelt. Jude. In jedem muslimischen Land eine verachtete Minderheit. Und dann schlagen die Juden, die Söhne von Affen und Schweinen, irgendwie sieben muslimische Armeen zurück und nehmen sich Land zurück, das von den Kalifen erobert worden war, womit sie Mohammeds offenbarte Bestimmung zum Gespött machten.

In der islamischen Kultur vergeht Zeit nie. Die Worte „Du hast verloren, komm drüber hinweg“ haben keine Bedeutung. Arabische Muslime denken immer noch, dass Spanien ihnen gehört. Jedes Mal, wenn sie eine europäische Armee sehen, murmeln sie etwas von den Kreuzzügen. Juden werden mit Sprechchören von „Khaybar ya Yahud“ begrüßt, eine Erinnerung an Mohammeds Massaker an den Juden, einem historischen Ereignis, was die Nakba zu sein nur behauptet.

Nichts wird je vergessen. Alter Hass wird in gewalttätige Wutausbrüche gepflegt, die durch keinen Vertrag ruhiggestellt werden können. Der Sinn von Hass ist Hass. Der Sinn der Nakba ist die Nakba.

Die muslimische Welt hat keine Geschichte. Sie hat durchdringende Mythen, die den muslimischen Bedarf an Selbstverherrlichung und Viktimisierung füttern. Muslimische Geschichte ist ein langgezogener Schrei von „meins, mein, meins“ und „gib’s zurück“. Millionen arabischer Muslime glauben, sie hätten Amerika entdeckt, dass europäische Naturwissenschaften von ihnen gestohlen wurde, dass die gesamte Welt muslimisch war, dass Neil Armstrong auf dem Mond den islamischen Gebetsruf hörte, dass Jacques Cousteau zum Islam konvertierte und dass der Koran die Glühbirne erfand. Der gemeinsame Nenner davon und vom Nakbazid ist ein Gefühl des grenzenlosen Anspruchsrechts.

Wenn Muslime einen Krieg gewinnen, dann weil Allah auf ihrer Seite ist. Wenn sie einen Krieg verlieren, dann weil sie untergraben, getäuscht und betrogen wurden. Die andere Seite hat nicht fair gespielt. Und dann kommen das Geschrei von „Wir wollen eine Neuauflage“ und „Meins, meins, meins! Gib’s zurück!“ Gefolgt von Racheschwüren, Wehklage-Geschrei alter Frauen, die gerade ihre eigenen Töchter ertränkt haben, von Haschisch wirre Mobs, die Flaggen verbrennen, die sie nur für diesen Zweck kauften und alten Männern, die vor der Kamera die Zähne fletschen.

Ach, was war das eine prächtige Nakba! Nächstes Jahr um dieselbe Zeit wieder?

Antiisrael-Aktivisten sagen gerne, dass Israel eine Idee ist, die zu einem Land wurde und Palästina ist ein Land, das zu einer Idee wurde. Tatsächlich ist es genau anders herum. Israel ist ein Land, das nach vielen Jahrhunderten der Besatzung und Unterdrückung  neugeboren wurde. Palästina ist eine Idee, die nie ein Land war und wegen ihrer böswilligen Nützlichkeit beibehalten wurde.

Ihre fiktive palästinensische Identität mit ihren eingebildeten Wurzeln in einem Land, in dem sie kaum je lebten, hat Millionen Menschen in die Milizen der benachbarten Feinde Israels getrieben. Ihre Flaggen und Parolen über Eigenstaatlichkeit verbergen die Tatsache, dass sie nichts anderes sind als Stellvertreter von Ländern, die ihnen die Staatsbürgerschaft verweigern, weil es sie zu besseren Waffen macht, nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen einander. Wenn ein arabisch-muslimisches Land will, dass ein paar Strolche Protestierenden die Köpfe einschlagen, billige Arbeitskräfte oder einen noch billigeren Grund haben wollen, um ihre Leute sich aufregen zu lassen, holen sie sich die unechten Palästinenser mit ihren Keffiyes, ihren arabisch-sozialistischen Trikoloren und ihrer chronischen Arbeitslosigkeit.

Die historische Ironie lautet: Es ist genau die Leichtgläubigkeit dieser Militärkolonisten, ihre Bereitschaft eine palästinensische Identität anzunehmen, die sie in den Ländern, in denen sie leben, heimatlos bleiben lässt. Hätten sie das Recht verlangt in Jordanien, Syrien oder dem Libanon Staatsbürger zu werden – der internationale Druck hätte ihnen ein neues Leben gegeben.

Stattdessen nahmen sie die zweifelhafte Ehre an den Jihad gegen die Juden fortzusetzen und setzten sich selbst in einem selbstgemachten Niemandsland gefangen. Solange sie bereit bleiben Mörder zu sein, ihre eigenen Kinder dem glühenden Moloch der Bombenweste zu opfern, werden sie in ihren eigenen Ländern auf ewig Parias bleiben.

Die „Palästinenser“ sind ihr eigener Fluch. Sie erleiden die selbst zugefügte Bestrafung für ihre eigenen Verbrechen. Es ist ihr Hass auf die Juden, der sie peinigt und erniedrigt. Sie sterben begierig für ihre eigenen Sünden. Ihr Elend ist die lebende Verkörperung ihres eigenen Übels. Sie leiden, weil sie ihren eigenen Fanatismus, ihre Gier und ihre illusorische Ehre nicht loslassen können.