Warum westliche Medien einseitig gegen Israel sind

Bassam Tawil, Gatestone Institute, 3. Juni 2020

  • Viele Auslandsjournalisten scheinen den Konflikt im Sinne von „den Guten (Palästinenser) gegen die Bösen (Israelis)“ zu betrachten. Sie wachen jeden Morgen auf und suchen nach irgendeiner Story, die Israel in ein schlechtes Licht stellt. Die Auslandskorrespondenten heuern dann Palästinenser an, die ihnen helfen Lügen über Israel zu verbreiten.
  • Was an der Entlassung von Hamad besonders verstört: Die AP wusste, dass einer ihrer palästinensischen Mitarbeiter antiisraelische Aktivitäten betrieb, unterließ es aber ihn zu stoppen. Hamas ignorierte sogar wiederholte Warnungen seines Arbeitgebers, er solle keine politischen Aktivitäten betreiben.
  • Wenn Hamad „wiederholt“ gegen die AP-Richtlinien verstoßen hatte, indem er antiisraelische politisch Aktivitäten betreibt, warum wurde ihm erlaubt weiterhin über palästinensische Angelegenheiten zu berichten, obwohl seine Arbeitgeber und alle anderen seine antiisraelische Gesinnung kannten?
  • Der Vorfall zeigt zudem, dass internationale Nachrichtenorganisationen offensichtlich kein Problem damit haben antiisraelische Aktivisten als Reporter und Kameramänner zu beschäftigen.
  • Bei AP wusste man offensichtlich, dass Hamad politischen Aktivitäten nachging. Man entschloss sich aber wegzusehen, weil Hamad seinen Hass nur gegen Israel richtete. Soweit es die AP angeht, überschritt er eine rote Linie in dem Moment, als er sich gegen die Brutalität und repressiven Maßnahmen der PA-Sicherheitskräfte äußerte. In dem Moment wurde er über die Entscheidung informiert, dass sein Arbeitsverhältnis beendet wurde.
  • Das Problem besteht darin, dass es viele palästinensische Journalisten wie Hamad gibt, die im Nahen Osten für die internationalen Medien arbeiten. Diese Journalisten betrachten sich als Soldaten, die der palästinensischen Sache dienen und ihrer Pflicht darin sehen, dass sie tagtäglich auf Israel eindreschen.
Was besonders an der Entlassung von Eyad Hamad verstörend ist: Associated Press wusste, dass einer ihrer palästinensischen Arbeiter antiisraelische Aktivitäten betrieb, es aber unterließ ihn zu stoppen. Hamas ignorierte sogar Warnungen seiner Arbeitgeber davor politische Aktivitäten zu betreiben. Im Bild: Hamad (Bildmitte), nachdem er bei einer Demonstration zur Unterstützung palästinensischer Häftlinge in israelischen Gefängnissen am 4. Mai 2017 in Bethlehem Tränengas ausgesetzt war. (Foto: Musa al-Schaer/AFP via Getty Images)

Als der palästinensische Journalist Eyad Hamad Israel kritisierte, luden ihn seine Arbeitgeber von der Associated Press (AP) zu einer Anhörung vor, die nur mit einer Verwarnung endete.

Als Hamad die palästinensische Autonomiebehörde kritisierte, erhielt er jedoch einen Brief der AP, der ihn informierte: „Ihr Arbeitsverhältnis ist beendet.“

Die Entlassung des 63-järhigen Hamad durch AP – eine Aktion, die palästinensische Journalisten wie auch Menschenrechtsgruppen in der Westbank und dem Gazastreifen empörte – überraschte diejenigen nicht, die mit der Art vertraut sind, wie die Auslandsmedien über den israelisch-palästinensischen Konflikt berichten.

Viele Auslandsjournalisten scheinen den Konflikt im Sinne von „den Guten (Palästinenser) gegen die Bösen (Israelis)“ zu betrachten. Sie wachen jeden Morgen auf und suchen nach irgendeiner Story, die Israel in ein schlechtes Licht stellt. Die Auslandskorrespondenten heuern dann Palästinenser an, die ihnen helfen Lügen über Israel zu verbreiten. Viele dieser Palästinenser sind keine richtigen Journalisten, sondern politische Aktivisten, die als Propagandisten für die PLO, Hamas und palästinensische Terrororganisationen arbeiten.

Was an der Entlassung von Hamad besonders verstört: Die AP wusste, dass einer ihrer palästinensischen Mitarbeiter antiisraelische Aktivitäten betrieb, unterließ es aber ihn zu stoppen. Hamad ignorierte sogar wiederholte Warnungen seines Arbeitgebers, er solle keine politischen Aktivitäten betreiben.

„Wir sind gezwungen, diese Maßnahmen zu ergreifen, weil Sie wiederholt gegen unsere Richtlinien zu sozialen Medien, politischen Aktivitäten und Verhalten am Arbeitsplatz verstoßen haben, auch nach zahlreichen Warnungen und trotz Ihrer Zusagen in der Vergangenheit , solche Aktivitäten und Verstöße nicht zu wiederholen“, schrieb Josef Federman, News Director im AP-Büro Jerusalem, dem palästinensischen Kameramann am 27. Mai.

In seinem Brief wies Federman darauf hin, dass Hamad, ein Palästinenser, an antiisraelischen Protesten teilgenommen hatte, als er für die AP arbeitete.

„Am 17. November 2019 nahmen Sie [Hamad] an einem Protest zur Unterstützung eines Kollegen teil, der von israelischen Soldaten verletzt wurde und gaben dann Al-Arabiya TV ein Interview“, schrieb der AP-Bürochef. „Weder der Protest noch das Interview waren von uns autorisiert und Sie bemühten sich nicht um unsere Genehmigung, was gegen die Politik der AP und frühere Unternehmungen verstößt.

Die internationale Nachrichtenagentur gibt offen zu, dass einer ihrer Mitarbeiter antiisraelische Aktivitäten betrieb. Was unternahm AP, um ihren Mitarbeiter zu stoppen? Hamad erhielt mehrere „Warnungen“ – die ihn nicht davon abhielten seine antiisraelischen Aktivitäten weiter zu betreiben.

Ein paar Wochen danach, am 12. Dezember 2019, wurde Hamad zu einem weiteren Treffen ins AP-Büro in Jerusalem einbestellt und erneut verwarnt, er habe gegen die Richtlinien der Nachrichtenagentur zu politischen Aktivitäten verstoßen. Als Hamad gesagt wurde, dass ranghohe Manager in New York eingeschaltet würden, bestand er darauf, er habe nichts Falsches gemacht. „Ist mir egal“, sagte er.

Trotz Hamads Entschlossenheit zu politischen Aktivitäten, durfte er dennoch 20 Jahre für die AP arbeiten. Die Palästinenser sind stolz auf Hamad, weil er die AP viele Jahre als Plattform nutzte, um Lügen über Israel zu verbreiten.

Hamads jüngste Antiisrael-Aktivitäten fanden im November 2019 statt, als er und einige seiner palästinensischen Kollegen eine antiisraelische Kampagne führten, nachdem einem palästinensischen Fotografen versehentlich ins Auge geschossen wurde; er hatte über die Zusammenstöße zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Steinewerfern nahe der Stadt Hebron in der Westbank berichtet.

Während der Kampagne wurde Hamad in den palästinensischen Medien zitiert, wie er Israel beschuldigt „Verbrechen“ an den Palästinensern zu verüben. In dem Interview, das er Al-Arabiya gab, behauptete Hamad, die Israelischen Verteidigungskräfte hätten beschlossen auf den palästinensischen Fotografen zu schießen. Als Hamad die Öffentlichkeit in einer beliebten arabischen Fernsehsendung wieder gegen Israel hetzte, wurde er von seinem Arbeitgeber wieder nur „verwarnt“.

Damals sah die AP (wie Federmans Brief zeigt) keine Notwendigkeit ernsthafte Maßnahmen gegen Hamad zu ergreifen, der vor Dutzenden Millionen Zuschauern auftrat, um allgemein von israelischen „Verbrechen“ zu reden. Hamad wurde nur ins Jerusalem-Büro von AP einbestellt und ihm gesagt, er habe „gegen unsere Richtlinien zu politischen Aktivitäten verstoßen, denselben Richtlinien, gegen die Sie in der Vergangenheit wiederholt verstoßen haben“.

Wenn Hamad „wiederholt“ gegen die AP-Richtlinien verstoßen hatte, indem er antiisraelische politische Aktivitäten betrieb, warum wurde ihm erlaubt weiterhin über palästinensische Angelegenheiten zu berichten, obwohl seine Arbeitgeber und alle anderen seine antiisraelische Gesinnung kannten?

Was sagt uns Hamads fortgesetzte Beschäftigung durch die AP über die Storys, Fotos und Videos, die er all die Jahre produzierte?

Wird die AP jetzt eine Untersuchung der Arbeit von Hamad einleiten, um zu sehen, ob er all die Jahre die Leser täuschte oder diese Ereignisse sogar inszenierte? Wird das Management der AP eine Ermittlung einleiten, um zu sehen, warum Hamad erlaubt wurde weiter für die Agentur zu arbeiten, obwohl sein Arbeitgeber sich seiner politischen Aktivitäten bewusst war?

Noch Besorgnis erregender ist, dass Hamad schließlich nicht wegen seiner Anti-Israel-Aktivitäten gefeuert wurde, sondern wegen Kritik an der palästinensischen Autonomiebehörde.

Die AP bestätigt jetzt, dass sie Hamad feuerte, nachdem sie eine Beschwerde der PA-Polizei erhalten hatte.

„Am 21. Mai 2020 schickte die palästinensische Polizei eine Beschwerde an die AP, in der sie Sie der ‚Aufstachelung‘ und der Drohung mit Gewaltanwendung beschuldigt“, schrieb Federman in seinem Brief an Hamad.

„Die Beschwerde gründete zum Teil auf Ihrer Drohung Reifen vor einem Gerichtsgebäude zu verbrennen. Unterdessen zeigen aktuelle Facebook-Einträge Sie, wie sie einen Protest vor dem [palästinensischen] Regierungsgebäude veranstalten, in dem sie palästinensische Offizielle der Korruption beschuldigen und andeuten, dass sie Kollaborateure [Israels] sind.“

Die Beschwerde wurde eingereicht, nachdem Hamad und andere palästinensische Journalisten gegen die Sicherheitskräfte der palästinensischen Autonomiebehörde demonstrierten, um gegen die Verhaftung von Anas Hawwari und dass er verprügelt wurde zu protestieren; Hawwari ist ein palästinensischer Journalist aus der nördlichen Westbank, der wegen angeblicher Beleidigung eines palästinensischen Polizisten verhaftet wurde.

Die palästinensische Autonomiebehörde will keine Journalisten sehen, die ihr Tun kritisieren und  für internationale Medien arbeiten. Die PA will keine palästinensischen Journalisten sehen, die öffentlich schmutzige Wäsche waschen.

Indem sie Hamad sofort feuerte, nachdem sie eine Beschwerde der palästinensischen Polizei erhielt, sandte die PA eine Botschaft an alle Journalisten, dass die PA zu kritisieren weit ernster ist als antiisraelische Aktivitäten zu betreiben. Das ist eine Botschaft, die sagt: „Wenn ein Journalist sich gegen Israel äußert, erhält er eine Verwarnung; aber wenn er die PA kritisiert, wird der Journalist gefeuert.“

Der Vorfall zeigt zudem, dass internationale Nachrichtenorganisationen offensichtlich kein Problem damit haben antiisraelische Aktivisten als Reporter und Kameramänner zu beschäftigen.

Bei AP wusste man offensichtlich, dass Hamad politischen Aktivitäten nachging. Man entschloss sich aber wegzusehen, weil Hamad seinen Hass nur gegen Israel richtete. Soweit es die AP angeht, überschritt er in dem Moment eine rote Linie, als er sich gegen die Brutalität und repressiven Maßnahmen der PA-Sicherheitskräfte äußerte. In dem Moment wurde er über die Entscheidung informiert, dass sein Arbeitsverhältnis beendet wurde.

Das Problem besteht darin, dass es viele palästinensische Journalisten wie Hamad gibt, die im Nahen Osten für die internationalen Medien arbeiten. Diese Journalisten betrachten sich als Soldaten, die der palästinensischen Sache dienen und ihrer Pflicht darin sehen, dass sie tagtäglich auf Israel eindreschen. Das ist zumindest einer der Gründe, weshalb die westlichen Mainstream-Medien gegen Israel eingenommen sind.

Die AP sieht sich jetzt breiter Verurteilung durch palästinensische Journalisten und Mediengruppen gegenüber, weil sie Hamad entließ. Sie beschuldigen AP der „Kapitulation“ vor dem Druck der PA-Polizei. Einige Journalisten fordern einen Boykott der AP und die Schließung ihrer Büros in der Westbank und dem Gazastreifen.

Jetzt muss abgewartet werden, ob die anderen Medienorganisationen aufwachen und einen genaueren Blick auf die politischen Aktivitäten ihrer palästinensischen Beschäftigten werfen werden. Werden diese Organisationen erlauben, dass diese Aktivitäten sie weiterhin täuschen, indem sie gefälschte antiisraelische Propaganda fördern?