Westler, die die Verherrlichung palästinensischer Mörder wissentlich ignorieren

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Israels Gegenpropaganda-Aktivitäten sind seit Jahrzehnten durch große Inkompetenz gekennzeichnet. Soweit es diese Aktivitäten gibt, ist ein Element, das keine markante Aufmerksamkeit erhält, die Tatsache, dass die palästinensische Gesellschaft von einer Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord durchdrungen ist. Das gilt nicht nur für die Hamas, die ihren Wunsch Juden zu ermorden auf das gründen, was sie als göttlichen Wunsch Allahs bezeichnen. Genauso trifft es auf die palästinensische Autonomiebehörde zu, die terroristische Mörder belohnt. Wenn Terroristen bei kriminellem Tun sterben, geht ihre monatliche finanzielle Belohnung an ihre Familien. Und nicht nur die Palästinenserführung verherrlicht den Tod. Es gibt auch viele Einzelne, die das tun, darunter einige Mütter derer, die bei Terroraktionen gestorben sind.

Wie könnten Israel und seine Freunde diese Kultur der Verherrlichung des Todes entlarven? Ein erstes Ziel hätte die christliche Welt sein müssen. Ein Teil des Todesethos hat eine theologische Grundlage. Viele muslimische Mörder auch an anderen Orten in der Welt brüllen „Allahu Akbar“ (Allah ist größer), bevor sie ihr Verbrechen begehen. Christen können nicht von ihren biblischen Texte abkehren, in denen in den zehn Geboten steht: „Du sollst nicht töten.“

Eine wichtige prominente antiisraelische christliche Organisation ist der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat).[1] Er besteht hauptsächlich aus protestantischen und orthodoxen christlichen Denominationen. Dem ÖRK sollten regelmäßig neue theologische Beispiele für das Zitieren Gottes als Befürworter von Mord durch palästinensische Möchtegern-Terroristen regelmäßig vorgelegt werden. Dieses Handeln sollte durch die israelischen Regierung oder interessierte Organisationen und alle betroffenen Einzelpersonen erfolgen.

Ein weiteres Ziel für solche Erhellung sind die Kirchen, die Israel boykottieren und die wissentlich vor den palästinensischen Morden und Verbrechen die Augen verschließen. Eine davon ist die amerikanische presbyterianische Kirche. Bei ihrer Synode am 25. Juni 2018 wurde eine Resolution zur Gewalt zwischen Gaza-Palästinensern und israelischen Streitkräften an der Grenze des Küstenstreifens verabschiedet. Ursprünglich bezog sie sich auch auf die Hamas. Dennoch wurden aus ihr alle Verweise auf diese völkermörderische Terrororganisation vor dem Beschluss herausgenommen.[2][3] Das ist ein klarer Fall von christlichen Leitern, die wissentlich ihre Augen vor strukturellem Mord verschließen.

Man könnte den presbyterianischen Synodalen immer wieder empfehlen jeden Tag vor dem Frühstück die zehn Gebote zu lesen. Man könnte sie auch fragen, wann sie sich zuletzt gegen die – teilweise theologische begründete – Verherrlichung des Todes durch Muslime positioniert haben. Das wäre erst der Anfang ihrer Verlegenheiten. Kirchen sollten auch regelmäßig mit neuen Beispielen palästinensischer Verherrlichung des Todes im Namen Allahs auf dem Laufenden gehalten werden.

Kopien dieser Informationen sollten zudem an Prediger und Leiter lokaler presbyterianischer Kirchen geschickt werden. Für diejenigen, die die BDS-Kampagne gegen Israel unterstützen, wäre es eine gute Lehre für ihr Fehlverhalten. Für diejenigen, die gegen BDS sind, wäre es eine Stärkung ihres Kampfes dafür, die Entscheidung ihrer Kirche rückgängig zu machen. Vor ein paar Wochen sprachen sich 1.080 scheinheilige europäische Parlamentarier gegen die Annexion von Land durch Israel in der Westbank und für eine Zweistaatenlösung aus.[iv] Wohl nie zuvor hat eine solche Anzahl europäischer Parlamentarier eine Resolution gegen wirkliches Übel unterschrieben.

Es gab auch hier einen theologischen Aspekt. Anglikanische Bischöfe, Mitglieder im britischen Oberhaus, unterzeichneten den Brief. Das waren der Bischof von Southwark, Rt. Rev. Christopher Chessun und die Bischöfe von Coventry, Portsmouth, Salisbury und Worcester zusammen mit dem früheren Leiter der anglikanischen Kirche, Rowan Williams.[5] Man sollte sie fragen, wann sie sich zum letzten Mal – wenn überhaupt – gegen die Verherrlichung des Todes durch Palästinenser ausgesprochen haben, insbesondere die auf Grundlage von Allahs Befehl. Sie sollten auch regelmäßig über neue Beispiele für die Verherrlichung des Todes informiert werden. Warum sollten sie es unterstützen, dass den Palästinensern ein Staat gegeben wird, da offensichtlich ist, dass die Verherrlichung des Todes, die frontal gegen ihre eigenen religiösen Lehren verstößt, mit dessen Gründung nicht verschwinden wird? Tief in kulturelle Elemente eingebettete Elemente ändern sich nicht auf die Schnelle.

Auch die EU kann für die Offenlegung ihrer Passivität zum palästinensischen Todesethos als ein Hauptziel gelten. Sie hat selten ausdrücklich die Verherrlichung von Tod und Mord durch Palästinenser erwähnt. Eine der unmoralischsten Äußerungen kann vom EU-Vizepräsidenten Josep Borrell, dem Hohen Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Dieser sozialistische ehemalige spanischer Minister wurde nach dem Aufruf des Iran nach Israels Vernichtung gefragt. Er antwortete: „Der Iran will Israel auslöschen? Das ist nicht neu. Damit muss man leben.“[6] Die europäische Haltung der Unterstützung einer „Zweistaatenlösung“ ist sogar eine indirekte Unterstützung palästinensischer Verherrlichung der Todeskultur.

Die UNO ist ein weiteres leichtes Ziel für das Entlarven von Heuchelei. Das gilt für die ganze Organisation. Es sollte festgehalten werden, dass der UNO-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Nikolay Mladenov, ein Büro in Jerusalem hat. Da er in Israel lebt, kennt er die Details der Verherrlichung von Tod und Mord durch die Palästinenser ganz genau. Er sollte ständig gefragt werden, warum er nichts gegen die palästinensische Werbung für Mord sagt. Die UNO veröffentlichte die Universale Erklärung der Menschenrechte. In dieser heißt es, dass jeder für sein Tun verantwortlich ist. Das gilt auch für Mladenov und er versagt mächtig, wenn er die Palästinenser nicht ständig entlarvt.

All dies wirft einmal mehr die Frage der Mitschuld auf. Diese gilt besonders für die amerikanischen Presbyterianer, die für eine Resolution stimmten, aus der die Hamas-Verbrechen entfernt wurden. Sie verschließen wissentlich die Augen vor dem Handeln einer völkermörderischen Terrorbewegung.

Man kann der grundlegenden Frage nicht ausweichen: Wer sich in den palästinensisch-israelischen Konflikt einbringt und über die massive Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord in der palästinensischen Gesellschaft schweigt, ist der dann an dem Bösen mit Schuld?

Diese Frage kam vor kurzem in einem weiter fortgeschrittenen Fall auf. Der niederländische Außenminister Stef Blok (VVD) und die Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Sigrid Kaag (D66) haben das niederländische Parlament informiert, dass die niederländische Regierung der NGO, die zwei palästinensische Terroristen beschäftigte, die des Mordes an der 17-jährigen Israelin Rina Schnerb im August 2019 verdächtig sind, Entwicklungshilfe gezahlt hat. 2017 erhielten beide Personen einen Ausweis der niederländischen diplomatischen Vertretung in Ramallah. Mit diesem Dokument konnten sie sich als „Mitarbeiter“ einer Partnerorganisation der niederländischen Vertretung ausweisen. Die palästinensischen Terroristen arbeiteten bis 2019 für die palästinensische NGO Union of Agriculture Work Committees (UAWC)[7]. Kaags Ministerium hat der Organisation 20 Millionen Euro gezahlt. Selbst nachdem sie von NGO Monitor und UN Lawyers for Israel (UKLFI) gewarnt worden war, subventionierte sie die Organisation bis 2020 weiter.[8]

Das führte zu einer Reaktion eines Parlamentariers der niederländischen rechten Partei Forum für Demokratie, der twitterte, dass Kaag für diesen Mord mitverantwortlich war. Er entschuldigte sich dann. Man kann solche Vorwürfe nicht bestätigend erheben, sondern nur über Fragen.

Es gibt viele andere Organisationen mit ähnlichen Ansätzen in ihrer Einstellung gegenüber dem palästinensischen Todesethos. Dazu gehört die führende masochistische jüdische Organisation in den USA: J-Street. Hat man dort jemals die Frage palästinensischer Verherrlichung des Todes angesprochen? Sie können mit Beispielen davon bombardiert werden, während man ihr Schweigen aufzeigt. Da sie so stark in den palästinensisch-israelischen Konflikt involviert sind, können sie für sich keine Unschuld in Anspruch nehmen und die Frage ist berechtigt, ob ihr Schweigen sie zu Mittätern macht.

Dieser Artikel führt, verglichen mit der viel größeren Zahl aufgetretener und anhaltender Fälle nur eine kleine Zahl von Beispielen an. Was hier aufgeschrieben ist, zeigt die riesige Inkompetenz aufeinander folgender israelischer Regierungen und Premierminister, dieses Argument nicht öffentlich entwickelt haben.

[1] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/11053

[2] https://ngo-monitor.org/data/images/File/NGOM_IPMN_June_2014%20(1)_NEW.pdf

[3] www.jpost.com/diaspora/presbyterian-church-usa-passes-resolutions-critical-of-israel-560826

[4] www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/282693

[5] https://southwark.anglican.org/news/press-releases/2020/joint-letter-by-1080-european-parliamentarians-against-israeli-annexation-of-west-bank

[6] www.israelhayom.com/2019/07/04/eu-appoints-outspoken-israel-critic-foreign-policy-chief/

[7] Verband der landwirtschaftlichen Arbeitsausschüsse

[8] https://tpo.nl/2020/07/20/twee-palestijnse-terreurverdachten-betaald-van-nederlands-belastinggeld-droegen-pas-van-nederlandse-vertegenwoordiging/